Hüseyin Arda: Wir finden eine künstlerische Lösung

October 7th, 2010  |  Published in Documents

Jetzt gibt es mit Hüseyin Ardas Pro Tacheles neben der Gruppe Tacheles eine zweite Demokratisierungs-Initiative im Kunsthaus, die Klartext reden will, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Arda betreibt auf dem hinteren Teil des Tacheles-Areals die Metallwerkstatt und zählt zur Gründergeneration. Er will zu den freien Wurzeln zurück. Erstes Projekt der Inititiave: Optimismus. “Das Tacheles findet eine künstlerische Lösung”. Für alles. Arda plant bereits bis 2030.

Hüseyin Arda: PRO TACHELES - Kunst bis der Bagger kommt.
Kunsthaus Tacheles 2010-2030.

Was ist die Tacheles Idee?

“Freiraum nutzen, und maßgeblich zur Kunst im Stadtraum beitragen. “

PRO TACHELES KÜNSTLERINITIATIVE

Als Initiative im zeitgenössischen Künstlerkollektiv, das Künstler aus allen Teilen der Welt zusammenbringt, um kreative Synergien zu schaffen, hat „Pro Tacheles “ zum Ziel,

  1. die Diskussion um den Erhalt des Standortes sachlicher zu gestalten
  2. demokratische Grundsätze befolgend, neue Umgangsformen zu finden
  3. das Kunsthaus Tacheles zu sichern für nächste Generationen. Die Idee des Tacheles an diesem Standort weiter zu verfolgen
  4. die Berliner sollen das Kunsthaus Tacheles wieder lieben lernen. Die Besucher dieser Stadt lieben es ins Tacheles zu kommen
  5. Kunsthaus Tacheles, bzw. die “Tachelesidee” neu definieren
  6. den ursprünglichen freien Geist und die Zielsetzungen des Kunsthauses Tacheles zu erhalten und zu realisieren. Als Verfechter des Tacheles-Geistes sind alle Mitglieder der Künstlergruppe überzeugt von der Kraft und der Wirkung des freien Raums in der Kunst. Sie haben sich deshalb der Erhaltung dieser Ideale des Tacheles verschrieben
  7. noch mehr Künstlern Partizipation ermöglichen
  8. maßgeblich zur Kunst im Stadtraum beizutragen

PROJEKT OPTIMISMUS

  1. Tacheles trägt dazu bei, dass Berlin zu Europas (und der Welt) Kunstmetropole neben Paris, London und New York wird. Tacheles ist alternativ.
  2. Zwangsverwalter sind harmlos, da überfordert und machen nur Ihren Job. Dies aber nicht besonders erfolgreich, da alle bisher gerichtlich erzwungenen Räumungsurteile NICHT vollstreckbar sind, und sie somit die Tacheles-Idee aus Berlins Mitte nicht vertreiben können werden.
  3. Strahlkraft. Die Tachelesidee wurde schon von anderen Künstlergruppen in der Welt aufgenommen und nachproduziert. Andere Standorte für Kunst in Europa und der Welt, die Tacheles als Vorbild genommen haben.
  4. Das Tachelesgebäude ist laut Trivago das 3.meist besucht Gebäude Berlins. Nur der Reichstag und ein Schloss soundso haben mehr Besucherströme vorzuweisen. Bundesweit rangiert das Tacheles auf der meistbesuchten Gebäude Deutschlands auf Platz elf.
  5. Programmvielfalt. Kostengünstig für ein breitgefächertes Publikum. Alle sozialen Gruppierungen treffen aufeinander, alle Religionen, das Tacheles fördert Multikulti, Toleranz, Tacheles ist friedlich. Tacheles ist unkommerziell, und gemeinnützig. Alle Kunstgenres: Theater, Kino, Konzerte. Sprungbrett für junge Künstler, wirtschaftlicher Nutzen. Tacheles ist Wirtschaftsmotor für Berlin’s Mitte. Die Entscheidungsträger sind angehalten ein Gutachten in Auftrag geben.
  6. Tacheles ist kreativ. Künstlerische Impulse, die vom Tacheles ausgehen.
  7. Die Idee wird international transportiert und auch schon andernorts gelebt. Das Tacheles schreibt Geschichte. Es ist ein Monument des Zeitgeistes… nicht anachronistisch, weil es den Zeitgeist immer wieder selbst neu definiert.
  8. Das Tacheles ist ein Künstlerparadies. In den Sommermonaten sind bis zu 200 Künstler gleichzeitig aktiv. Etliche kostengünstige Ateliers. Internationale Kontakte. Inspiration.
  9. Locken zumeist junge Künstler aus dem In- und Ausland an.
  10. Tacheles ist wirtschaftlich. Wird aus Eigenmitteln betrieben.
  11. Tacheles kostet den Berliner Steuerzahler schon seit über zehn Jahren NICHTS. Das sollte das Plädoyer für Erhaltung durch die Stadt ersetzen.
  12. Das Tacheles ist ein Ort der Verständigung.

Das Leben ist ein sich ständiges Neudefinieren. Kunst ist, Ideen zu transportieren. Der Künstler transportiert Ideen. Tacheles ist eine Idee. Der künstlerische Prozess ist, einen Weg zu finden , um die Idee zu transportieren. Das Tacheles ist ein Gesamtkunstwerk. Das Tacheles ist gemeinnützig. Das Tacheles findet eine künstlerische Lösung. Tachelesen sind gleichzeitig Kunstaktivisten. Die Künstlerinitiative ist schon da und erfolgreich. Doch wird sie meist ignoriert, weil das andere, das Tacheles der Vergangenheit, das tote Tacheles spukt.

ERGREIFEN SIE INITIATIVE PRO TACHELES!!!

Kunst bis der Bagger kommt…..!!!

Das Wort „Tacheles“ ist jiddisch und ist auch mit jener Bedeutung besetzt, in welcher es im alltäglichen Sprachgebrauch zu Anwendung gebracht wird – „Klartext reden“- Probleme direkt anzusprechen, Missstände offenbaren und neue Perspektiven aufzeigen.

DAS KUNSTHAUS TACHELES

Im Zentrum der Kulturmetropole Berlin zeigt das Kunsthaus Tacheles in einer riesigen Kaufhausruine Nutzen und Wirkung des freien Raums für das Schaffen moderner Kunst. „Kunsthaus Tacheles“ setzt diese Stadtraumkunst auf besondere Weise um, indem es die Grenzen zwischen dem Betrachter und der Kunst überwindet und Künstler und Rezipient, Kunst und Raum, die Stadt und ihre Bewohner in einem kreativen und produktiven Austausch untereinander vereint. In diesem Umfeld wird Kunst für die urbane Bevölkerung direkt erfahrbar.

Das Kunsthaus Tacheles mit seiner außergewöhnlichen Atmosphäre und der Gelegenheit zu einmaligen Einblicken in die Entstehung von Kunstwerken zieht eine große Bandbreite von Besuchern an; ihre unterschiedlichen Ausstellungsprojekte, Performances und Videokunst-Produktionen bilden eine einzigartige Attraktion für Touristen wie für Berliner.

Dieses Projekt fördert zudem ein tieferes Verständnis für Kunst sowie eine frische, ungezwungene Herangehensweise an die Kunst. Die positive Ausstrahlung und Anziehungskraft auf ein städtisches Massenpublikum zeigt sich in der Zahl von 500.000 Besuchern im Jahr aus dem In- und Ausland, Tendenz steigend. Das Kunsthaus Tacheles ist erfolgreichstes Kunstprojekt Berlins`in den letzten 20 Jahren. Es ist weit über Berlins Grenzen hinaus international als wichtiges zeitgenössisches Kunstprojekt bekannt und anerkannt.

Erleben Sie diese Kunst im freien Raum, ein unvergleichliches Projekt mitten in Europas Kunstmetropole Berlin!

DAS KÜNSTLERKOLLEKTIV

Das Tacheles Künstlerkollektiv bezeichnet all diejenigen Künstler, die sich in einem Gemeinwesen zusammengefunden haben um einer übergeordneten Idee, der Tacheles-Idee folgend und dienend (ein Gesamtkunstwerk), ihre eigene Kunst schaffen.

Das Künstlerkollektiv präsentiert seit Februar 1990 das Kunstprojekt. „Das Kunsthaus Tacheles“. Initiiert von den Besetzern, einer internationalen Künstlergemeinschaft, wird das Kunstprojekt in der Kaufhaus- Ruine von einer internationalen Gruppe von Künstlern getragen und realisiert.

Diese Gruppe ist grösstenteils fluktuativ besetzt,. Nahezu tausend Künstler haben sich in den letzten 20 Jahren mit dem Kunsthaus Tacheles, der “Tachelesidee” identizifiert und sich für diese eingesetzt. Alle Künstler waren und sind immer willkommen.

Das Tacheles ist eine Kunstschule, eine Kunstfabrik. Ein Zufluchtsort. Produktionsort von unvergleichbarem kreativem Potenzial und Produktivität. Ein Präsentationsort mit hervorragenden Qualitäten.

Dieses Künstlerkollektiv produziert ein breit gefächertes Repertoire von Kunstwerken, von Metall- und Holzskulpturen über Gemälde und Zeichnungen bis hin zu Fotografien und audio-visueller Kunst, Theaterproduktionen,

Musikprojekte, Filmproduktionen und Stadtraumkunstprojekte, deren ungewöhnliche Strahlkraft aus der gegenseitigen Inspiration der Künstler sowie aus dem Arbeiten im freien Raum zu erklären ist. Neben dem gemeinsamen Schaffen und Ausstellen trägt auch der permanente Austausch mit den Besuchern auf ungewöhnlich intensive Art zu dem Charakter der Werke bei.

“Work in Progress“ im “Offenen Atelier”

Um die Kunst, den Künstler und den Betrachter zusammenzubringen, sind die Ateliers der Künstler jederzeit offen für die Besucher. Hierdurch wird der Prozess des Kunstschaffens für die zahlreichen Besucher und Touristen transparent gemacht. Die Zielsetzung und die Wirkung dieser „Work in Progress“-Ausstellung geht weit über die Tradition der „Kunst im öffentlichen Raum“ hinaus. Denn sie erzeugt nicht nur einen Dialog zwischen der Kunst und dem Betrachter, sondern setzt einen „magischen Dreieckseffekt“ zwischen Betrachter, Künstler und Kunst in Gang. Die Bildhauer, die mit Holz arbeiten oder Metall schweißen, sowie die Maler, präsentieren ihre Arbeitsprozesse auf diesen “Bühnen“, einzeln oder als Team. Hiermit erwartet den Besucher eine ungewöhnlich intensive, interaktive Kunsterfahrung in dem Kunsthaus.

Hintergrund:

Die Hauptakteure der Kunstinitiative Tacheles seit ihren Anfängen, haben seit 1990 diverse Stadtraumkunstprojekte in Deutschland und im Ausland realisiert. Seit 1990 nutzen sie die Kaufhausruine und die weitläufige Freifläche hinter dem Tacheles für räumliche Kunstinstallationen, die der Künstlergruppe als offene Werkstatt, Atelier und Galerie gleichermaßen dient: Das Projekt „Kunsthaus Tacheles“.

Mit der Tachelesidee unterstützt das Kollektiv, die Erhaltung des urbanen Freiraums und dessen Verfügbarkeit für die Stadtbevölkerung. So wird ermöglicht den zahlreichen Besuchern des Kunsthauses in einen Dialog zwischen Kunst und Betrachter zu treten sowie an dem künstlerischen Schaffensprozess des „Work in Progress“ teilzuhaben.

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