Altniederländische Malerei

Altholländische Malerei

Unter dem Titel Die altniederländische Malerei hat der Kölner DuMont Verlag sie veröffentlicht. Die weltweit größte Sammlung altdeutscher Malerei und eine exquisite Abteilung. With his study "Old Dutch painting. Die flämische Tourismusministerin Ben Weyts hat ein Impulsprogramm zum Thema Altniederländisch aufgelegt. Altniederländische Malerei: ihr Ursprung und ihre Essenz.

Altniederländische Malerei - Enzyklopädie und Angebot

Altholländische, vor allem flämische Malerei zwischen etwa 1420 und der Jahrhundertwende ist der Höhepunkt der nördlichen Alpenrenaissance. Das Überwinden des goldenen Bodens zugunsten eines differenzierten Landschaftshintergrunds, die exakte Beobachtung der Natur auch im Handeln - Adam und Eva auf van Eycks "Gent-Altar" - und die Weiterentwicklung der Porträtmalerei zeugen von der Naturverbundenheit dieser "Ars Nova".

Anders als in der ital. Rennaissance konzentrierte sich die altniederländische Malerei nicht auf die Bauweise, die Perspektiven und den Grundrahmen der Form, sondern auf die Oberfläche und ihre Ausgestaltung. Die flämische Art war nicht nur im angrenzenden Ausland weit verbreitet: Arbeiten der "Maniera Fiamminga" wurden zielgerichtet nach Italien ausgeführt, wo sie die Malerei stimulierten (z.B. Antonello da Messina).

Auch die " Alte Deutsche Malerei " oder das französische Vierteljahrhundert mit Jean Fouquet wÃ?re ohne die Leistungen der AltniederlÃ?nder nicht denkbar, und der Baustil findet auch in Portugal bei Nuno Gonçalves und nicht zu vergessen in Spanien Resonanz. Die Meisterin von Flémalle (wahrscheinlich mit Robert Campin zu identifizieren) mit dem "Mérode-Triptychon" von 1425 als frÃ?hes Hauptwerk des Stils gehört zu den Hauptdarstellern der altniederlÃ?ndischen Malerei.

Jan van Eyck (um 1390-1441), dessen "Genter Altar" 1432 fertiggestellt wurde, wird als unübertroffen angesehen - der ominöse Brüder Hubert van Eyck konnte durch jüngste Forschungen als Sage entlarvt werden.

Altniederländische Malerei. Herkunft und Essenz (Archiv)

"Erwin Panofskys Ausspruch kann als Verpflichtung zur geisteswissenschaftlichen Kunstgeschichte gelesen werden: Er war 1933 aus Nazi-Deutschland ausgewandert, wo er 1968 verstarb. Lediglich das von Panofsky selbst als sein wichtigstes Werk betrachtete Werk über die Malerei der Altniederländer musste in diesem Land aufgelassen werden.

Im DuMont Verlag in Köln sind sie unter dem Namen Die altniederländische Malerei erschienen. Selbst das zauberhafte Glitzern von Jans Tellern, das er mit Freude heraufbeschwört, lässt sich beim Betrachten des Buches erraten. Das Werk von ihm ist kein illustrierter Band, der als visuelle Schnellgerichte verzehrt werden könnte. Der Band verlangt die Bereitwilligkeit, den Erklärungen des Verfassers genau zu folgen und gleichzeitig den Bilderkatalog mit über 500 Schwarz-Weiß-Abbildungen zu durchforsten.

Nur dann kann man die Veränderungsprozesse verstehen, die in der altholländischen Malerei ein nördliches alpines Gegenstück zu der italienische Früh-Renaissance hervorgebracht haben. Auch die Herangehensweise von Panofsky, der die Ikonenforschung mit begründet und zu einer kunstwissenschaftlichen Interpretationsmethode weiterentwickelt hat, zeigt sich. Panofsky sieht die frühe niederländische Malerei bereits im frühen Mittelalter, und sie begann im wahrsten Sinne des Wortes klein: mit französischer und französisch-flämischer Miniatur.

Die neuen Stilmittel, die von den Italienern seit der Zeit von Gustav H. und Duccio geschaffen wurden, wurden hier erstmals eingesetzt. In kleinen und winzigen Stufen verfolgt Panofsky den Stilwechsel behutsam - deshalb ist ihm Jean Pucelle, Jacquemart de Hesdin oder der Boucicaut-Meister viel bedeutender als die Gebrüder Limburg, die sich für ihr bekanntes Zeitbuch " Très Riches Heures du Duc de Berry " mit ihren Vorgängern verbunden haben.

In vier Kapiteln macht uns Panofsky mit den Einzelstationen bis zur vollständigen Entwicklung des Naturismus um 1420 bekannt. Vor den ausführlichen Künstlermonographien steht eine als Beispiel für ikonologische Forschungen bekannte Studien. Panofsky erklärt hier am Beispiel von Jan van Eyck die realistische "getarnte Symbolik" der Altniederländer.

Aber auch die Baukunst hat Bedeutung: Die Romanik im Kirchenschiff symbolisiert den Altbund und das Christentum; die Gotik des Gebäudes symbolisiert den Neuen Bundes und das Christentum. 2. Auf Gemälden anderer Künstler geht die Entstehung des Neuen von der Vernichtung des Alte aus: Das Jüdische wird als römische Burgruine abgebildet, die dem intakten gothischen Gebäude, dem Sinnbild des "wahren" Christentums, nachgegeben wird.

In dem Nachwort des Buchs erweitert sich die Perspektive: Panofsky gibt einen Überblick über die bedeutendsten Tendenzen in der Malerei nach den sogen. Lesen Sie über die Erfolge und Misserfolge weniger berühmter Künstler wie Petrus Christus, Dirk Bouts, Hugo van der Goes oder Hans Memling. Die Vermittlungsfunktion der altholländischen Malerei wird bis zum Schluss deutlich: Die Nachtdarstellung von Géertgen bis Sint Jans verweist zum Beispiel auf Bestrebungen der Gebrüder Limburg oder Piero della Francescas, und sie geht dem Hell-Dunkel von Georges de la Tour oder Caravaggio unmissverständlich voraus.

Panofskys "Klassiker" erinnert uns daran, dass die Kulturgeschichte ein früher Anreiz war, die kunsthistorische Forschung für andere Disziplinen zu erschließen. Panofskys Herangehensweisen in diesem Sinn wurden immer wieder von Kunstwissenschaftlern und Sozialwissenschaftlern aufgegriffen. Die Mitbegründerin der Bildwissenschaft war auch eine der "Klassiker der Kunstsoziologie". Panofskys altniederländisches Werk kann darüber hinaus als exemplarische Zusammenfassung der unterschiedlichen kunsthistorischen Verfahren gelesen werden - mit einer Einschränkung: Die Ikonenforschung neigt dazu, das visuell-ästhetische Erscheinungsbild des Kunstwerkes, die Auseinandersetzung mit seiner Gestalt, zu unterlassen.

Doch gerade weil Panofskys Werk über die altniederländische Malerei die Vor- und Nachteile ikonologischer Untersuchungen aufzeigt, kann die gegenwärtige Umsetzung nicht überschätzt werden. Es gilt, die versteckten Potenziale der Ikonenforschung zu entdecken und ihre Defizite zu beseitigen - kurz: Erwin Panofskys Ansatz im Sinn einer fächerübergreifenden Kunstforschung voranzutreiben.

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