Auktionshäuser in Berlin

Versteigerer in Berlin

Mobiliar, Küchenutensilien, Kleinkram und Schachteln mit Haushaltswaren. Es werden Briefmarken, Münzen, Postkarten und vieles mehr versteigert. Der Blick auf die Seite des Auktionshauses AssetOrb lohnt sich doppelt. Mo. Auktionshäuser Berlin eignen sich für den Verkauf von Goldschmuck oder Münzen?

Ein Auktionshaus in der Fasanenstraße am Kurfürstendamm.

Auktionatoren in Berlin

1934 - 1935 Vier abgebildete Versteigerungskataloge mit Kunstgegenständen und Haushaltsgegenständen werden herausgegeben, darunter drei Wohnungsauktionen. 1930 - 1931 wurden neun Versteigerungskataloge mit Bücher, Drucke und Autogramme (Kataloge Nr. 115 und 120 wurden nicht gefunden) sowie kunsthistorische Apparate herausgegeben. 1930-1931: Sechs aufwändig konzipierte und abgebildete Versteigerungskataloge mit qualitativ hochstehenden Kunstgegenständen und kunsthistorischen Geräten werden veröffentlicht. 1930-1931: 13 meist bebilderte Versteigerungskataloge erschien.

Obgleich die Öffnung der Räumlichkeiten in der Viktoriastrasse 12 am 26.9. 1930 im Katalogvorwort darauf abzielte, den Kunsthandel zu erhöhen, organisierte das Haus vor allem die Auflösung von Wohnungen. 1935-1941 wurden 44 bebilderte Versteigerungskataloge veröffentlicht. 11 dieser Versteigerungskataloge sind Auktionsanzeigen ohne individuelle Partien. Dagegen sind die anderen Versteigerungskataloge sehr umfassend, zum Teil mit mehr als 1000 Nummern.

Die Auktionsgesellschaft organisierte zahlreiche Hausauktionen und -auflösungen, u.a. der Unternehmen Altkunst-Antiquitäten und Diemen. Lit.: 1930 erscheinen zwei bebilderte Versteigerungskataloge mit Wohnungseinrichtung. Von 1930-1932 wurden zwei bebilderte Kataloge von Wohnmöbeln veröffentlicht. In den 1910er Jahren war das Preusser Versteigerungshaus neben Rudolph Lepke eines der wichtigsten Auktionshäuser Berlins. Im Jahre 1931 erscheint ein bebilderter Katalog mit Wohnungseinrichtung.

Quelle: Gr.: 23.2. 1933 von Kurt R. Wacker als Kunsthändler und im Okt. 1934 von Leo Spik übernommen (Enderlein 2006, S. 76; Nürnberg 2011, S. 105). 1934-1944: Die in diesem Zeitabschnitt veröffentlichten 48 Auktionskataloge sind zum Teil Auktionsanzeigen ohne Angabe der Einzellose. Das Haus veranstaltete hauptsächlich Budget-Auktionen.

In der Zeit zwischen seiner Entstehung und dem 1. Januar 1943 sollen 362 meist kataloglose Versteigerungen stattgefunden haben (Pucks 2008, S. 29 ohne Quelle). Vor allem in den Kriegszeiten war das Haus tätig. Unter den acht in den Jahren 1942 und 1943 veröffentlichten Versteigerungskatalogen erschien je drei. Im Jahr 1944 gab das Künstlerversteigerungshaus als einziger in Berlin einen weiteren Auktionskatalog heraus.

Zu den Auktionen, von denen die wertvollste und berühmteste 1941 das Eigentum der Bankiers -Familie Peter Schek war, gehörten viele Waren aus "nicht-arischem" Nachlass. 1935-1937: 23 bebilderte Auktionen. Die Auktionsgesellschaft liquidierte hauptsächlich Wohnungen, aber auch Kunstgegenstände. Im Jahre 1935/36 führt Dr. Ernst Mandelbaum zusammen mit dem Antiquar Peter Paul Kronthal die Auktionen durch.

Lit.: 1934 erscheint ein grafischer Katalog. 1932 - 1933 wurden vier teilweise abgebildete Versteigerungskataloge mit Kunstgegenständen veröffentlicht. Lit.: Besitzer: Felix Shlessinger (vermutlich 1879 in Auschwitz ermordet), 1936 nach Amsterdam ausgewandert, dort wenigstens zwei Versteigerungskataloge (27.10. 1937 und 31.1.-1.2. 1939) veröffentlicht in der Printsengracht. Lit. 1931-1935 wurden drei teilweise bebilderte Versteigerungskataloge mit Autogrammen und Mobiliar veröffentlicht.

Besitzer: Gerhard Harms, ab 1942 fortgesetzt von Rudolf Harms (Enderlein 2006, S. 140). 1936 - 1940 wurden 14 bebilderte Versteigerungskataloge veröffentlicht. Besitzer: Hans W. Lange (1904-1945) war seit Ende 1925 für Paul Graupe im Einsatz und hat 1937 sein Haus zu einem niedrigen Kurs übernommen (Heuß 1998a, S. 52f. Enderlein 2006, S. 107f. - Grick 2011, S. 60).

1937-1943: Hans W. Lange veröffentlicht 35 überwiegend bebilderte Versteigerungskataloge mit Bildern und anderen, überwiegend qualitativ hochstehenden Kunstgegenständen, aber auch Waffen- und ostasiatische Sammlungen, die zumeist in den Verzeichnissen mit detaillierten kunsthistorischen Apparaten, zum Teil von Historikern der Berlinischen Museumswerke, dargestellt und von einleitenden Vorworten unterlegt werden.

Beim Entwerfen der Prospekte hat er das von der Firma Gräupe vorgestellte Format, den Schriftsatz und den für ihn charakteristischen Blaupapierumschlag beibehalten. Zu den gelieferten Gegenständen gehörten unter anderem die zahlreichen vom Steueramt Moabit-West übergebenen Gegenstände aus abgelaufenem jüdischem Eigentum (Enderlein 2006, S. 127, Grick 2011, S. 62 und in den Katalogen).

Über ein Viertel der Verkäufe des Hauses stammt aus Zwangsversteigerungen (Fluck 2011, S. 61). Mit der zunehmenden Bombardierung Berlins im vergangenen Jahr hat Lange seine beiden vergangenen Versteigerungen nach Wien verlegt und dort einen hohen Erlös erzielt (Enderlein 2006, S. 146). Hrsg. v. Endelein 2006, S. 105ff. In Heuß 1998a, S. 52f. 1930 erscheint ein Versteigerungskatalog einer Einrichtung.

1930-1937: 21 teilweise bebilderte Versteigerungskataloge mit wissenschaftlicher Ausstattung, hauptsächlich Bücher, Autogramme und Drucke. Die Hellmut Meyer & Ernst gibt zusammen mit J. A. Stargardt, Berlin, drei Versteigerungskataloge und einen mit Adolf Weigel, Leipzig, heraus. A - Staatsarchiv Berlin, B Rep. 025-04 Nr. 671-672/ 57 etc.

Als Hollstein 1935 wegen seiner Judenabstammung keine Versteigerungsgenehmigung bekam und deshalb in den Ruhestand ging, setzte Reinhold Puppel das Versteigerungsgeschäft unter seinem eigenen Firmennamen fort (siehe Reinhold Puppel). 1930 - 1936 erscheinen 13 abgebildete Versteigerungskataloge, hauptsächlich mit Grafiken, kaum mit Bücher und Gemälde. Lit.: Gegr.: 1916/17 als Zweigniederlassung der Münchener Hugo Helbing, siehe dort.

Für die Auktionen in Berlin siehe unter Art Salon Paul Cassirer. Im Jahre 1935 wurde das Haus unter dem Firmennamen Dr. Ernst Mandelbaum & Peter Paul Kronthal wiederaufgenommen. 1930-1935: Das International Art and Auction House ist Marktführer im Bereich der mittelgroßen Kunstobjekte und veröffentlichte zwischen 1930 und 1935 103 überwiegend abgebildete Auktionshäuser.

Dazu gehören auch einige Auktionsanzeigen ohne Losnummer. Im Jahr 1991 kam sie nach Berlin zurück. 1930-1940: 31 spärlich bebilderte Versteigerungskataloge mit Autogrammen, Bücher und Grafiken sowie ein Versteigerungskatalog mit Bild. Bei den meisten Katalogen war ein wissenschaftliches Gerät dabei. Mit Hellmut Meyer & Ernst, Berlin, gab das Haus drei Versteigerungskataloge heraus.

Lit. 1931-1933 wurden drei bebilderte Versteigerungskataloge über die Auflösung von Wohnungen veröffentlicht. 1932 - 1933 wurden drei bebilderte Versteigerungskataloge mit Heimtextilien veröffentlicht. Lit.: Von 1930 bis 1931 wurden vier bebilderte Versteigerungskataloge herausgegeben. Im Jahre 1931 wurde ein bebilderter Katalog für eine Wohnungsausstattung herausgegeben. Gegründet: 1898, Versteigerungen von 1916 (22.5. 1916 Julius Stern Sammlung), zuletzt am 21.10. 1932, eingetragen im Branchenbuch Berlin bis 1937.

Eigentümer: die von Walter Feilchenfeld und der seit 1924 Partnerin G. Cassirers (1817-1926) geführte Gesellschaft. 1930-1932: Der Paul Kassirer Art Salon veröffentlicht sechs aufwändige und reich bebilderte Versteigerungskataloge wichtiger Sammlungen, die von einem umfangreichen kunsthistorischen Gerät begleitet werden. Nach den Auktionen mit Hugo Helbing, München, C. G. Boerner, Leipzig und Jacques Rosenthal, München, in den ersten Jahren seiner Tätigkeit blieb er auch später mit der Gallerie Fischer, Luzern, und Mensing & Fils, Amsterdam, zusammen.

Die größte Auktion der 30er Jahre wurde von Artsalon Cassirer zusammen mit Artaria & Co, Wien, und der Firma des Auktionshauses für Altentümer Glückselig in Wien mit der Vergabe der Figdor Collection unter der Regie von Hugo Helbing, München, für die in Berlin stattfindenden Versteigerungsteile durchgeführt. Zu den weiteren wichtigen Kunstauktionen gehörten die Simms Collection, die Marcus Kappels Collection und die Tony Straus-Negbaur Collection, die der Künstler-Salon mit Hugo Helbing, München, und die Kollektion Markzell von Nemes, an der das Amsterdamische Kunstauktionshaus Mensing & Foils beteiligt war.

Seine Lagerhalle wurde von J. A. Stargardt, Berlin, und G. Fok, Leipzig, erworben (Schroeder 2009, S. 384). 1930 - 1934 wurden sechs bebilderte Kataloge herausgegeben, hauptsächlich mit Autogrammen. Lit.: Schröder 2009, S. 384. 1931 erscheint eine Anzeige für Kunstobjekte. Im Jahre 1930 erscheint ein bebilderter Katalog zur Büchersammlung von Eduard Griesebach. 1930-1939: 59 kaum bebilderte, enge Versteigerungskataloge, hauptsächlich mit Buch, eher mit Grafiken, Bildern, Skulpturen und angewandter Kunst.

Der Kunstbestand des Bibliotheksdirektors Kurt Glaser wurde im May 1933 bei Perl neben dem International Art and Auction House ersteigert ("Dorrmann 2008", S. 47f). Auf der Versteigerung 188 der Littmannschen Privatsammlung vom 26. bis 28. Februar 1935 wurden 63 Bilder von der Gestapo aufgrund "kultureller bolschewistischer Tendenzen" konfisziert und bis auf 5 Bilder und 16 Wasserfarben, die Eberhard Hanfstaengel in Gewahrsam nahm, niedergebrannt (Liègeau 2009, S.1).

467; Heuß 2008b, S. 71) Die Zeitschrift Der Deutsche Auktionsator, S. 4-5, weist ihre Leser ausdrücklich auf diesen "Sonderfall von allgemeinem Interesse" hin. Lit. 1930-1937: Zunächst leitete er eine antiquarische Buchhandlung, in der er sich auf Büchergrafik, Bücherminiaturen, Handschriften und Grafiken sowie einen kleinen Verlagshaus spezialisierte, bevor er ab 1927 Druckgrafiken, Bücher, angewandte Kunst und Antikes, dann vermehrt Malerei und ostasiatische Publikationen ersteigerte.

Zwischen 1930 und 1937 hat Paul Grupe 47 oft sehr ausführlich bebilderte Versteigerungskataloge herausgegeben. Noch bis 1933 finden zwanzig Versteigerungen zusammen mit Hermann Ball statt, mit dem er eine lose Partnerschaft hatte (Nebehay 1994, S. 48). Darüber hinaus führte die Firma Gräupe zusammen mit C. G. Boerner, Leipzig, zwei Versteigerungen durch.

Bis 1933 wurden wichtige Versteigerungen mit ausführlichen, abgebildeten Sammlungskatalogen für die Bestände Wendeland, Goldschmidt, Rantzau, Emden, Castiglione und eine Wiensammlung durchgeführt. Aufgrund seiner Judenabstammung erwägt er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten die Eröffnung einer Kunstgalerie in Wien (Nebehay 1994, S. 46). Im Laufe der Folgejahre führt er mehrere Liquidationsauktionen durch (1935 Gallerie van Diemen, Dr. Otto Burchard, J. Halle, Altkunst-Antiquitäten, Flachau und Piemer, 1936 A.).

Auf der Grundlage einer 1935 gewährten Sonderbewilligung konnte er zunächst sein Kunstgeschäft als wichtige Devisenquelle fortsetzen (Enderlein 2006, S. 91; Golenia 2011a, S. 52; Newbehay 1994, S. 46), Ende 1936 wanderte er zunächst nach London aus, wo er eine neue Gesellschaft aufbaute. Im Jahre 1937 ging er nach Paris und öffnete Paul Grupe & Cie am Place de la Place 16, wo ein bebilderter Katalog erschienen ist.

Noch im gleichen Jahr verkauft er das Unternehmen an Hans W. Lange. Zur Auktion Emma Budge am 27. und 29. September 1937 erscheint der zuletzt erschienene Versteigerungskatalog unter dem Namen Paul Graupe (verschoben auf den 4. und 6. Oktober 1937); Hans W. Lange leitet die Auktion jedoch bereits (angegeben in der Adressleiste des Katalogs: Kunstauktionator Hans W. Lange).

Im Jahr 1941 wanderte er nach New York aus und gründete dort ein Kunstgeschäft, pflegte aber seine Beziehungen nach Europa (Coppens 1987, Golenia 2011a, S. 52). Daher gab es im Aug. 1942 Ermittlungen gegen Hans Wendland und Grupe in Amerika (Buomberger 1998, S. 218ff.). Von 1937-1941 wurden fünf überwiegend abgebildete Versteigerungskataloge mit Bücher und Grafiken sowie wissenschaftliche Geräte veröffentlicht.

Lit. 1930-1934 wurden acht Münzenkataloge veröffentlicht. Lit.: Golenia 2011b, S. 114 f. 1930-1932 erschien elf bebilderte Auktionshäuser. Die Auktion hat sich auf Einrichtungsgegenstände, meist aus dem Grunewald, konzentriert. Gegründet: 1869 von Rudolph Lepke (1844-1904), bereits ab 1853 Versteigerungen an unterschiedlichen Orten. Die Lepke ist das älteste deutsche Kunstauktionshaus Berlins.

Am 31. 12. 1935 wurden die Gebrüder Wolffenberg wegen ihrer Judenabstammung von der Arbeit ausgeschlossen und verkauften ihre Aktien an H. C. Krüger (Enderlein 2006, S. 123, Heuß 2008, S. 77, Schwarz 1962, S. 126); Hans Carl Krüger wurde vom 6. bis 7. 12. 1935 zum ersten Mal als Eigentümer in den Versteigerungskatalog 2096 aufgenommen. 1930-1938: Es entstehen 102 zumeist aufwändig konzipierte Versteigerungskataloge (die Verzeichnisse 2040 und 2095 wurden nicht festgelegt), darunter ein Händekatalog zur Eingabe von Preisen, mit qualitativ hochstehenden Kunstgegenständen, ausführlichen Vorwörtern und Illustrationen sowie umfangreichem kunsthistorischen Gerät, oft von Berlinern geschrieben.

Auch Ostasien-Auktionen, Möbel, Kunsthandwerk und komplette Nachlässe wurden vom Haus organisiert. Lepke veröffentlichte 1937 zusammen mit Julius Böhler, München, den zuletzt großen, aufwändig angelegten Werkkatalog der Berliner Nationalmuseen. Im Jahre 1939 übersiedelte das Haus in das Großadmiral-von-Koester-Ufer 61 zur Vertreibung des Tiergartenquartiers für den neuen nationalsozialistischen Städtebau Krüger war noch als Kunsthandel aktiv, führte aber keine Auktionen mehr durch (Enderlein 2006, S. 123).

Lit.: 1937 wurde ein bebilderter Katalog mit Möbeln herausgegeben. Laut den Unterlagen des LAB, in denen jedoch nicht genau zwischen Gerhard und Rudolf Harms differenziert wird, hat Rudolf Harms wahrscheinlich wesentlich mehr Versteigerungen durchgeführt, sowohl in seinem Haus als auch als Auktionator. Im Jahre 1942 übernimmt er das Versteigerungshaus Gerhard Harms, siehe dort.

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