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mw-headline" id="EtymologieEtymologie[="mw-editsection-visualeditor" href="/w/index.php ? php?title=T%C3%BCrkis_(Mineral)&action=edit&section=1" title="Edit Section: Etymology">Edit Source Code

Der Mineralstoff Türkis ist ein wässriges Kupfer-Aluminiumphosphat der Mineralstoffklasse "Phosphate, Arsenate und Vanadate" mit der Chemikalie CuAl6(PO4)4(OH)8-4H2O. Das Türkis kristallt im triclinischen System und gibt einer Mineralgruppe mit der gleichen Beschaffenheit aber anderer Beschaffenheit seinen Namen, der türkisfarbenen mit den anderen Gliedern Faustit, Chalcosiderit, Aheylit und Planzerit.

Türkis ist in der Regel ein traubenförmiges oder erdiges Mineralgemisch. Der Name der türkisfarbenen Variante ist auf die charakteristische blau-grüne Färbung zurückzuführen. Das Türkis wird nur zu Edelsteinen weiterverarbeitet. Um 1806 benutzte Godhelf Fischer von Waldheim den Begriff Kallait für Türkis; heute wird er jedoch kaum noch verwendet. Zu Beginn des dreizehnten Jh. entstand der Name Türkei, der ab dem beginnenden fünfzehnten Jh. in den Begriff der türkischen Steine umgewandelt wurde und mit " Türkisch " bezeichnet wird.

Allerdings basiert diese Wortbildung auf einem Mißverständnis, denn damals wurde Türkis nur aus dem Territorium des jetzigen Iran in die Türkei eingeführt und dort gehandel. Die Mineralstoffsystematik nach ?trunz und die im englischsprachigen Raum verwendete nach Dana klassifizieren Türkis in die Mineralstoffklasse "Phosphate, Arsenate und Vanadate".

Ausgabe der Strunzschen Systeme gehört Türkis zur Gruppe der "hydratisierten Phospate mit Fremdanionen ", wo es nach der "Türkisgruppe" mit der Systemnummer VII/D. 15 und den anderen Gliedern Aheylit, Chalcosiderit, Fistit und Planzerit benannt wurde. Ausgabe der seit 2001 gültigen Strunz-Mineral-Systematik wurde der Abteilungs- und Gruppenbezeichnung beibehalten, aber die Aufteilung erfolgt nun genauer nach der Grösse der betroffenen Kationen und dem Molverhältnis zwischen fremdem Anion und Sulfat bzw. Arsenat- oder Vanadatkomplex.

Der Türkis zählt somit nach seiner Beschaffenheit zur Untergruppe "Mit ausschliesslich mittelgrossen Körnern (OH, etc.): RO4 = 4 = 4: 1" und formt zusammen mit Heylit, Chalcosiderit, Fistit und Planzerit die "Türkisgruppe" mit dem System Nr. 8.DD.15. In der Mineraliensystematik nach Dana, die hauptsächlich nach dem Quarzsystem sortiert ist, befindet sich der Türkis in der Sektion "hydratisierte Phoshatate usw.".

mit Hydroxyl oder Halog mit (A)3(XO4)2Zq - x(H2O)" und dort als triclinisches Kristallisationsmineral in der "Türkisgruppe" mit der Systemnummer 42.09.03. Türkis kristalliert im Trinkelsystem in der Zimmergruppe P1 (Raumgruppe Nr. 2)Template:Raumgruppe/2. Das einzigste Symmetrie-Element ist ein Inversionsmittelpunkt, der die Atomkerne durch Punktreflexion multipliziert. Der Kollaps von Partikeln mit einem Symmetrie-Element wird in der Kristallografie als Sonderstellung bezeichne.

Die fünf miteinander verbundenen Oktaeder innerhalb der kristallinen Strukturen können als eine Einheit zur vereinfachten Strukturbeschreibung angesehen werden. Reines Türkis erreicht eine Maximalhärte von fast 6 Mohs und ist damit etwa so fest wie Fensterglas. Je nach den entsprechenden Formationsbedingungen hat das Türkis eine mehr oder weniger große Durchlässigkeit.

Türkis hat kaum eine reine, blaugrüne Ausstrahlung. Sehr viel öfter sind sie mit kleinen Punkten bedeckt oder mit braunem, grauem oder schwarzem, spinnennetzartigem Geflecht, der so genannten Matrize (entsprechend der türkisfarbenen Matrize oder Matrix-Türkis) durchzogen. Durch die multikristalline Gefügestruktur von Türkis ist es schwierig, einen gleichmäßigen Gehalt für das gesamte Material zu errechnen.

Mit einem Handspektroskop kann ein Absorbtionsspektrum ermittelt werden. Türkis leuchtet im langwelligen UV-Licht in den Farben Rot, Blau und Rot. Chlorwasserstoffsäure ist nur bei Erwärmung türkisfarben. Die organischen SÃ??uren wie Ameisen-, Zitronen- oder EssigsÃ?ure hingegen greifen alle Mineralien der TÃ?rkisgruppe an. Auch das Türkis wird durch die Verwendung von Pottasche abgebaut. Dazwischen liegt eine komplette Massivlösungsreihe, bei der die aluminiumhaltigen Mischungen dem Chalcosiderit entsprechend dem Türkis und den eisenhaltigen Mischungen zuordnet werden.

2] Auch andere, kleine Zusätze von z.B. Calcium können zu Farbabweichungen führen. Aufgrund der Dehydrierung (Austrocknung), die kurz nachdem das Mineral außerhalb der Mine abgebaut wurde, wird das Türkis farbig und heller. Das Türkis ist ein typischer sekundärer Mineralstoff. Bei der Bewitterung von kupferhaltigen, aluminiumreichen Gesteinen entsteht er bis etwa 30 bis 40 m unter der Fahrbahn.

Daher sind türkisfarbene Pseudomorphe nach Feldspat, dem Kupfermineral Chrysokoll und Avatit kaum zu sehen. In der Regel sind türkisfarbene Ablagerungen in den Höhlen und Ritzen von verwitterten magmatischen Gesteinen, oft zusammen mit Limoniten und anderen Eisenoxyden, vereinzelt auch mit Alaunit. Dringt bei der Bildung des Türkis in die Muttergesteine ein, sichert dies die natürlichen Stabilisierungen im Boden.

Das Türkis ist nahezu immer kristallin, fest und bekommt keine gleichmäßige Ausprägung. Türkis ist ein seltener Ersatz für die fossilen Gebeine und Zähnen, die im Grunde aus Avatit sind. Odontolith (fossiler Kieferknochen oder Elfenbein) soll durch Türkis oder vergleichbare Phosphatmineralien wie Eisenphosphatvivianit abgelöst werden. Türkisfarbene Zwillinge wurden noch nicht entdeckt.

Das Türkis war eines der ersten abgebauten Mineralien, aber nur wenige der ehemaligen Minen sind heute noch in Gebrauch. Diese werden saisonal und in geringem Maße eingesetzt, oft ohne oder mit wenig technischem Beistand, da Türkis verhältnismäßig rar ist. Doch in großen Kupferminen, vor allem in den USA, wird Türkis oft als Abfallprodukt aufgedeckt.

Schon vor über 2000 Jahren war Persien einer der bedeutendsten Anbieter für edles Türkis. Der Iran ist seit Jahrtausenden eines der Hauptbergbau- und Handelszonen und wahrscheinlich auch das erste Türkis kam von hier nach Europa. Das Türkis findet sich dort in verwitterten Trachyten, sowohl zwischen Limonit- und Sandsteinschicht als auch im Schutt am Fuße des Gebirges.

Iranisches Türkis wird oft als Feldspatersatz verwendet. Obgleich er normalerweise mit weißen Punkten bedeckt ist, wird er wegen seiner Farben und Härten oft dem Türkis von anderen Stellen vorgezogen. Seit prädynastischer Zeit (um 5500 v. Chr.) hatten die antiken Ägypten das Türkis abgebaut. Die Ausgrabung im Maghara Wadi auf der Sinai-Halbinsel um 3200 v. Chr. ist in diesem Kontext nachweisbar.

2] Nur beduinische Menschen durchsuchen von Zeit zu Zeit die alte Lagerstätte und fördern dort mit selbst hergestelltem Schießpulver Türkis. Das Türkis wird auf der Sinai-Halbinsel in Form von Sandsteinen, die einst mit Schmelzbasalt bedeckt waren, wiedergefunden. Es ist meist grünlicher als iranisches Türkis, aber auch schwieriger und weniger spröde. Dieser Mineralstoff, der oft als ägyptisches Türkis bekannt ist, ist der durchsichtigste.

Er ist eine Kombination aus Türkis, Malachit und Krysokoll und wird oft als Israels Nationalrock bezeichne. Die südwestlichen USA sind eine bedeutende Türkisquelle. Heute ist der Schlucht von den Apachen die einzigste Grube, die noch genug Türkis fördert, um auf dem Weltmarkt zu minen. In den USA findet man Türkis in Fluren oder im Lager, manchmal auch in kleinen Stücken.

Es ist meist von geringer Güte und nur in den seltensten Fällen gibt es wirklich gutes Gewebe, das dem türkisfarbenen Iran in seiner Färbung und Festigkeit standhält. Durch den hohen Eisenanteil entsteht eine ziemlich grünliche oder gelbliche Färbung und die große Sprödigkeit (Kalktürkis) schliesst eine weitere Verarbeitung des naturbelassenen Türkis in der Schmuckbranche aus. Die Stadt Nevada ist der zweitgrösste Türkis-Produzent in den USA.

Über dem Muttergestein entstehen so kleine Quarze, dass ein Umkreis von einem mm bereits als groß angesehen wird. Dieses Türkis ist bei Liebhabern sehr beliebt. In den USA wird in der Regel Türkis behandelt oder bis zu einem gewissen Grade nachgebessert.

China zählt seit über 3000 Jahren zu den kleinen Quellen des Türkis. Hochwertiger Werkstoff, meist in Kompaktnadeln, kommt in den Regionen Zhushan ( "Hubei") und Yunnan ("Yunxian") in krümelig verkieselten Kalksteinen vor. Das Türkis wird hauptsächlich in China ausgeführt. Gelegentlich finden sich auch türkisfarbene Schnitzereien, die den Jadeschnitzereien sehr ähneln.

Auch in Tibet, wo das grüne Türkis seit langem geschätzt wird, gibt es vermutlich auch in den Gebirgsregionen um den Ort und um den Ort herum qualitativ hochstehende Vorkommen. Andere Türkisvorkommen liegen in Afghanistan, Australien (Victoria und Queensland), Chile Nord (Chuquicamata), Cornwall (Großbritannien), Sachsen, Schlesien (Polen), Bulgarien und Turkestan. Von vielen dieser Menschen wird gesagt, dass Türkis prophylaktisch wirkt.

Es soll seine Färbung je nach Gesundheitszustand des Benutzers verändern und ihn vor üblen Kräften schützen. Türkis kommt heute vor allem im westlichen "en cabochon" in silbernen Ringen, Armreifen, die im indischen Stile oder als roh hergestellte Halskettenperlen hergestellt wurden, vor. Weniger stark wird Türkis auch von den Zunis für Schnitzarbeiten im Bereich des Fötismus verwendet.

Türkis ist in der westlich geprägten Welt der klassische Geburtstermin für alle, die im vergangenen Jahrzehnt auf die Welt gekommen sind. Die Grabbeigabe beweist, dass die antiken Äthiopier seit prädynastischer Zeit (um 5500 v. Chr.) Türkis als Edelstein benutzten. Vor allem die Todesmaske des Pharao, grosszügig mit Türkis geschmückt, ist bekannt.

Das Türkis findet sich im Goldgeflecht sowie als Stoff für Amulettschnitzereien (Skarabäus), die ebenfalls mit Karneol, Lazuli und später auch mit Farbglas verziert wurden. Das Türkis war der kostbare Stein der Ägyptischen Gottheit Hathor und wurde von den alten Ägyptern derart geschätzt, dass er als einer der ersten Schmucksteine nachgeahmt wurde.

Die Grabungen, darunter die Bestattungskammer von Tutanchamun, stießen auf großes westliches Aufsehen und prägten den damaligen Kunsthandwerk. Türkis, das seit 1810 wegen seiner Färbung gefragt war, wurde zum Wahrzeichen der ägyptischen Revival-Stücke. Cabochons mit importierten Türkisen und Koralle wurden und werden in Tibet und der Mongolischen Republik sehr häufig in der Silber- und Goldschmiedeindustrie eingesetzt.

Das Türkis ist in unregelmäßige Cabochons geschliffen und in silbernem Zustand eingelassen. Aus Türkis, aber auch aus Kobalt, Gagat, Gold, Quartz, Malachit, Jade, Koralle und Schalen fertigten die Araber Abschreckungsgegenstände, die mit Mosaiken wie z. B. Messern, Schildern und Mosaiken verziert waren. Abgesehen von den Apothekern schätzen die Pueblos, die Dinés und Afrikaner auch das Türkis als Edelstein.

Das Türkis wurde von diesen Menschen auch zur Dekoration von Plastiken, ringförmigen Kugeln und Anhänger verwendet. Durch den türkischen Handel sollen die Chaco-Schlucht und die benachbarten Regionen sehr wohlhabend geworden sein. Im Bibelbuch Exodus wird der "Tank der Gerechtigkeit" als Teil eines Priestergewandes für Aaron beschrieben (Exodus 28:15-30).

Jedes Schmuckstück ist mit dem Namen eines der zwölf Völker Israels graviert. Mehrere Wissenschaftler haben den ersten und zweiten Teil der dritten Zeile mit Türkis übersetzt, andere gehen jedoch davon aus, dass die Steine Jacinth (Zirkonium, Hyazinthe) und Achtel sind. Türkis ist seit Tausenden von Jahren der nationale Schmuckstein in Persien.

Nach persischer Überlieferung durften nur der Koenig und seine Untertanen Throne und Kronen mit Tuerken haben. 8 ] Türkis wurde (später) verwendet, um verschiedene Alltagsgegenstände (Turbane), Moscheen und andere wichtige Bauwerke wie die Madrassa-I Shah Hussein in Isfahan zu schmücken. Im Mogulreich kam auch der Perserstil und die Verwendung von Türkis nach Indien, wo er in kostbarem Gold (zusammen mit Edelsteinen und Diamanten) und Bauten wie dem Taj Mahal bewundert werden kann.

Das persische Türkis wurde oft mit arabischen Schriftzeichen eingraviert und dann mit Goldschmuck versehen. Das Türkis als Edelstein wird in der Regel durch die Farbintensität beeinflusst, am meisten gefragt ist ein tiefes Himmelsblau. Unabhängig davon, welche Färbung der Edelstein hat, sollte er nicht zu zart oder zu kalkhaltig sein, auch wenn er nachträglich behandelt wurde.

Das beste Türkis findet man meist in Trockengebieten. In den südwestlichen USA und in Asien ist diese Art sehr populär, begegnet aber nicht gerne im Vorderen Orient, wo reines, blaues Türkis vorzuziehen ist. Wie bei Korallen ist auch bei Türkis der Wert meist von der Grösse in Millimeter und nicht vom Körpergewicht abhängig.

Das Türkis wird in vielerlei Hinsicht behandelt, einige Verfahren sind dauerhafter und drastischer als andere. Ob einige dieser Verfahren zulässig sind oder nicht, darüber sind sich die Fachleute nicht einig, aber in der Regel ist "leichtes" Waxing oder Ölen zur Verbesserung von Farbton und Glanzgrad des Türkis "erlaubt". Im Allgemeinen ist unbehandeltes Türkis jedoch immer kostspieliger als behandeltes oder künstliches Türkis.

Türkis ist als Phosphat-Mineral sehr sensibel gegenüber Säuren oder Basen. Türkisfarbener Schmuck sollte daher beim Waschen und Reinigen weggeworfen werden, da sich seine Färbung mit der Zeit in ein unschönes, braunes Gras verwandeln kann. 2 ] Türkis ist ebenso heizungsempfindlich. Ein Temperaturbereich von ca. 250 C, der beim Löt- oder Poliervorgang leicht zu erreichen ist, verleiht dem Gestein eine Grünfärbung.

9 ] Wenn der Gestein lange Zeit dem direkten Licht der Sonne aussetzt, wird es verfärbt oder auskristallisiert. Achten Sie daher beim Anziehen von türkisfarbenem Schmuck darauf, dass Kosmetik, Lichtschutz und Haarespray vor dem Anziehen des Schmucks auftragen werden. Den Ägyptern scheint es als ersten gelungen zu sein, aus dem Fayence aus glasiertem Ton ein künstliches Türkis zu erzeugen.

In der Neuzeit wurden auch Gläser und Email verwendet, und in der Neuzeit wurden hochwertigere keramische Produkte, Porzellane, Kunststoffe und andere nachgebaute, verpresste, verleimte und eingebrannte Rohmaterialien für die Produktion von Kunsttürkis geschaffen. So zum Beispiel "Wiener Türkis" (Wiener Türkis), aus gefälltem Aluorthophosphat und mit Kupferoleat gefärbt, und "Neolith" (Reese Türkis), eine Kombination aus Bayerit und Kupferphosphat.

Ein weiteres Türkisimitat wird als "Neotürkis" bezeichnet und aus Gibbssit und Phosphat Kupfer produziert. Im Jahr 1972 ist es Pierre Gilson gelungen, so etwas wie synthetisches Türkis zu produzieren. Gilson's Türkis ist in einer einheitlichen Farbe und mit der schwarzem "Spinnweben"-Matrix (Spinnweben-Türkis) erhältlich, die dem Türkis aus Nevada nicht nachsteht.

Durch die weite Streuung von kunstvoll behandelten, imitierten oder synthetischen Materialien ist die Beliebtheit von Türkis in jüngster Zeit eingeschränkt worden. Ein weiterer gängiger Nachbau ist Odontolith oder "bone turquoise", ein mit dem Mineral Vivianit gefärbter fossiler Knochen. Der Odontolith wurde früher in Südfrankreich vor allem für die Herstellung von Türkis in großen Mengen gefördert, ist aber heute weitgehend aus der Mode geraten.

Dies alles können die Edelsteinforscher durch zahlreiche Untersuchungen nachweisen, die auf einer gründlichen Prüfung der Oberflächenstrukturen unter dem mikroskopischen Gesichtspunkt beruhen, bei der der Gestein nicht vernichtet werden darf. Naturtürkis hat einen hellen blauen Hintergrund mit weissen Tupfen oder Spots. Dagegen unterscheiden sich die Kunststeine grundlegend in der Färbung (meist ein durchgängiges Dunkelblau) und der Oberflächentextur (zuckerähnliches Granulat).

Originale und Fälschungen lassen sich auch nach deren Dichtigkeit, Brechzahl, Lichtabsorptionen ( "Absorptionsspektrum Türkis") und anderen physikalischen und visuellen Merkmalen unterscheiden. Künstliches Türkis ist heute so verbreitet, dass es dem Naturtürkis bereits in der Menge vorzuziehen ist. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass über 90% des türkisfarbenen Verkaufs in irgendeiner Weise bearbeitet, umgebaut oder nachgeahmt wurden.

9 ] Selbst im "authentischen" indischen und tibetischen Kunstschmuck kommt oft nur künstliches Türkis oder bestenfalls kräftig behandeltes Türkis vor. Naturtürkis ist kaum fest und haltbar genug, um in naturbelassener Ausführung für die Schmuckherstellung verwendet zu werden. Das Türkis wird daher vor und nach dem Schliff auf unterschiedliche Art und Weisen veredelt.

Erste Nachbearbeitungsmethoden waren das leichte Einwachsen und Ölen, das den Glanzgrad erhöhen und die Farben intensivieren kann. 9 ] Diese Verfahren werden heute als traditionell anerkannt, da der Rohstoff ohnehin meist von hoher Güte ist. Modernste Behandlungsverfahren wie die Druckimprägnierung von sonst unverkäuflichem kalkhaltigem amerikanischem Türkis mit Epoxidharz, Polystyrol und Wasserglas (Alkalisilikate) treffen dagegen auf Resistenz.

Kunststoffe und Alkalisilikate sind den Ölen und Wachsen in puncto Dauerhaftigkeit und Beständigkeit technologisch weit voraus, da sie auch auf Türkis aufgetragen werden können, das für die alten Verfahren zu spröde wäre. Dieses behandelte Türkis wird als "rekonstruiertes" oder "stabilisiertes" Türkis bezeichnet. Die Mehrheit der Amerikaner wird heute so behandelt, obwohl der Vorgang selbst sehr kostspielig ist und mehrere Wochen dauert.

Die meisten Bergwerke Amerikas wären ohne Tränkung nicht konkurrenzfähig. Der Einsatz von Berlinblau und anderen Farbtönen - oft in Zusammenhang mit Klebstoffbehandlungen - zur Verstärkung, Standardisierung oder vollständigen Farbveränderung wird nicht nur von puristischen Künstlern als Betrug erachtet. Ein Farbstoff wird auch verwendet, um die schwarzen Farbstreifen des Türkis zu untermalen.

Viele, wenn nicht alle dieser Repliken beinhalten in der Regel keine natürliche Komponente oder wurden mit fremden Mineralien ergänzt (siehe Imitationen). Ein weiteres Behandlungsverfahren - von dem keine genauen Informationen bekannt sind - ist das sogenannte Zachery-Verfahren, das nach seinem Begründer, dem Elektrotechniker und türkisfarbenen Händler James E. Zachery, genannt wird.

Das Türkis ist nach der Anwendung fester und hat eine schöne Ausstrahlung. Weil hochwertiges Türkis meist nur in schmalen Ritzen zu finden ist, wird es mit härteren Materialien zur Armierung kombiniert. Gelegentlich wird auch das Türkis als Grundlage verwendet. Schon in den aztekischen, inkas, Navajo, Moches, und Zuñis wurde Türkis als ein gewaltiger Schutz- und Heilsteine angesehen, der bei der Suche nach dem Wild oder zum Schutz vor Schäden und Krankheit helfen sollte.

Türkis wird in der heutigen Zeit bei verschiedenen Beschwerden, meistens in Verbindung mit anderen, als Heilsteine verwendet. Es soll bei Entzündungskrankheiten hilfreich sein, z.B. wenn es am Leib trägt (Halskette oder Armband) oder wenn das türkisfarbene Trinkwasser austrinkt. Unterschiedliche Astrologe weisen das Türkis Mercury (nach Raphael), Venus (nach Ahlborn), Jupiter (nach Richard und Huett) oder dem Uran ("Uranus" nach Uyldert) zu.

Monografien: Abdelhadi Ahmed, Eduard Gübelin, Werner Lieber, Guanghua Liu, Christoph Meister, Stefan Weiß: Türkis: Der Schmuckstein mit der Himmelsfarbe.

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