Bunte Skulpturen

Farbenfrohe Skulpturen

Herzlich willkommen. auf der Seite der kurvigen, bunten Skulpturen. Lustige handgefertigte Skulpturen aus Pfaffenhofen a.d. Ilm.

Bildhauerei; Möbel; Accessoires; Silberne Linie; Projekte. Die handgefertigte Skulptur ist jedoch nur als Augenweide gedacht.

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Die alten Gottheiten waren so grell und farbenprächtig.

Bei ihrer Entstehung glänzten die Skulpturen nicht in klarem Weiss, da sie den klassischen Vorstellungen entsprachen, sondern in satten Farben. Um den Ausstellungstitel zu verwenden, der jetzt im Frankfurt am Main zu finden ist, traten sie als "Bunte Götter" vor ihre ursprüngliche Betrachter. Mehr als ein viertel Jahrhundert haben der Altertumswissenschaftler und seine Kollegen die Malerei der über 2,5.000 Jahre alte Skulpturen durchleuchtet.

Vieles über die "Farbgötter" verändert sich dadurch von Ausstellungsbahnhof zu Ausstellungsbahnhof. Neues Aushängeschild in Frankfurt ist der "Persian Rider", die Skulptur von Pferd und Reiter, aber der Korpus über der Hüfte ist untergegangen. Selbst wenn es die Anhängerschaft einer Idee des griechischen Altertums in purem Weiss in nobler Schlichtheit und ruhiger Grösse verletzt: Die Fragestellung, ob die antike Skulptur gemalt wurde, taucht heute nicht mehr auf.

Die einzige wissenschaftliche Debatte ist die über die Farbe im Einzelnen. Brinkmann verfügt nun über eine ganze Palette ausgereifter Verfahren, die selbst die kleinsten Pigmente von der mikroskopischen und ultravioletten Fotografie über die Röntgendiffraktometrie und Infrarotspektrographie bis hin zu Streulichtbildern erkennen können, ohne die Skulpturen zu beschädigen oder gar zu berühr.

Brinkmann kann nun auch auf Lasertechniken zugreifen, mit denen es möglich ist, spukhaft gleichartige Exemplare der Originalfunde wie durch dreidimensionale Abtastung herzustellen. Bei Brinkmann wird mit größtmöglicher naturwissenschaftlicher Umsicht vorgehen. Auf dem neuen "Persischen Reiter" zum Beispiel, dessen Exemplar an bester Stelle im Liebieghaus vor einem dunklen Untergrund prächtig dargestellt ist, wurden nur die Reiterkleidung und die Pferdemähne, die Ösen, der Schwanz und die Klauen gefärbt.

Aber auch der Pferdekörper war anfangs gefärbt, und Brinkmann kann die Farbe nachweisen. Auch hier wird strikt nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen gearbeitet und nur natürliche Pigmente wie Malachit, Azurit, Atacamit oder Cinnabar wiederverwendet.

Das Ergebnis ist eine farbenfrohe Palette, die an Disney-Charaktere erinnert. Auch die farbigen Oberflächen der Skulpturen waren nach Brinkmanns Vermutung hochglanzpoliert, so dass sie beinahe wie eine Porzellanpuppe in der prallen Luft glänzten. Anscheinend hatten die alten Steinbildhauer sehr bewußt mit Hinblick auf die späteren Färbungen gewirkt, so daß ihren heutigen Gestalten ohne Farben etwas merklich mangelt.

Es stellt sich die Frage, wie immer die Idee entstehen konnte, dass die griechische und römische Skulptur zunächst in unschuldig weiss aufbewahrt wurde. Nicht wenige von ihnen wiesen noch immer auffällige Farbspuren auf, und selbst die geschichtlichen Quellen lassen keinen Zweifel daran, wie farbenfroh die antiken Bilder der Götter waren. Doch scheinbar wurde die Altertümlichkeit von der Wiedergeburt bis zum Altertum nicht um ihrer selbst Willen zelebriert, sondern oft als propagandistisches Kontrabild zur jeweils als karg geltenden zeitgenössischen Kultur verwendet, in der die Kirchenskulpturen natürlich koloriert waren.

Jahrhundert gab es in ganz Europa wenigstens vereinzelte Diskussionen über "den Brauch der Antiker, die Skulpturen zu malen". Die moderne Auffassung von Kunst, die sich auf die Sauberkeit der Formen konzentrierte und mit dem bekannten Namen des Österreichers Adolf Loos jedes Schmuckstück mit einem Ästhetikverbrechen gleichsetzt, verabscheut die Idee von bunt bemalten Skulpturen auf der Akademie oder dem Romanum so sehr, dass sie, entgegen ihrer besseren Kenntnis, jedes Zeichen davon abstreichen.

Aber natürlich wäre auch eine absolute zuverlässige farbliche Rekonstruktion von antiken Skulpturen eine Selbstverständlichkeit, sollte es einmal möglich sein, nicht ohne Probleme. Vor allem in diesem Land, wo man durch viele Diskussionen zur Erinnerungspolitik für solche Fragen sensibilisiert ist, kennt man jetzt rasch die Gründe, warum es ein Irrtum sein kann, die Geschichte eines Kunstwerks sozusagen auszulöschen.

Das ist ein Aspekt, den Winzenz Brinkmann nicht aus den Augen verloren hat. Er verweist darauf, dass die alten Skulpturen in ihrer weissen Form - wenn man bedenkt, dass sie am Anfang farbenfroh waren - den Vorzug haben, dem Zuschauer gleichzeitig die zweieinhalbtausend Jahre zu präsentieren, die ihn von der Schöpfung dieser Skulpturen abgrenzen.

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