David Skulptur

Skulptur David

Aber David war nicht so makellos, wie Michelangelos Skulptur es vortäuscht. Der erste große Auftritt von Michelangelo: Davids "Giant". Raphael beschäftigte sich auch mit der Davidstatue durch Zeichnen. Wunderschöne Skulptur von David nach Michelangelo auf einem Sockel aus schneeweißem Marmor. Mit der Skulptur beschäftigte sich nun ein Kunstdienst.

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Der biblische David in dem Moment, in dem er bereits die Zwille auf die Schultern wirft und den Krieg gegen den Giganten Goliath (1 Sam 17 EU) antritt. David's Body taucht in einer entspannten Kontrapostposition auf und führt die Zwille fahrlässig über seine linke Schultern. David blickt auf einen entfernten Ort.

Michelangelo's Porträt weicht von älteren Fassungen der florentinischen Rennaissance dadurch ab, dass es David vor dem Krieg gegen den Giganten aufzeigt. Doch Michelangelo macht nicht mehr auf den zu Ende gehenden Krieg aufmerksam, sondern auf den drohenden Siegeszug. Im Jahre 1501 wurde Michelangelo von der bedeutenden Arte Della Lana, der Wollweberei, in Florenz beauftragt, eine riesige Statue von David zu schaffen.

3 ] Bereits 1464 hatte der Künstler den Auftrag erhalten, aus dem Gebäude eine Davidfigur zu erschaffen, ebenso wie Antonio Rossellino 1476; beide hatten ihr Werk abgegeben und den massiven Baukörper roh gehauen. Nun sollte Michelangelo den beinahe vierzig Jahre vorher von Dominique gezeichneten Entwurf vervollständigen, einen David in das Programm der Figuren auf den Strebepfeilern von Santa Maria del Fiore aufzunehmen.

Das auf den ersten Blick unangemessen erscheinende Verhältnis der Figuren wurde dem kräftigen Ausblick von unten auf den geplanten Standort in großer Höhe auf der Außenseite des Domchores nachempfunden. In der Kunstgeschichte gibt es die Behauptung, dass die Körperhaltung der von Michelangelo mit nach oben geneigtem linkem Ärmel, der die Schleuder trägt, durch die von den Vorläufern nur annähernd ausgearbeiteten Verhältnisse konditioniert wird.

Der Mangel an Marmor für den rechten Vorderarm an dieser Position hätte die Steinbildhauer dazu veranlasst, aufzugeben, während Michelangelo die formelle Auflösung durch die Winkelung des Armes erkannte und realisierte, die diesen Mengenanteil nicht erforderte. Eine von der Signoria der Gemeinde eingerichtete Untersuchungskommission mit den Künstlern Piero di Cosimo, Sandro Botticelli und Leonardo da Vinci beschloss im Frühling 1504 einen anderen Ort für den beinahe fertig gestellten David.

Obgleich sich die Ansichten über seine Positionierung unterschieden, entschied sich die Mehrheit der Kommissare für den Palazzo Vecchio, den Hauptsitz der Signoria. Die Skulptur wurde dort am Montag, den 9. August, eingeweiht. Von der Kathedrale zur Piazza della Signoria wird erzählt, dass das Gestell der Gestalt von Jugendlichen mit Steinchen umwickelt wurde.

Für einige Zeit wurde David zum Symbol der freiheitlichen Florenz. Im Jahre 1512 zwangen die 1494 aus der Hauptstadt vertriebenen Medicis ihre Heimkehr nach Florenz, in deren Verlauf es zu spürbaren Zusammenstößen kam. Die Sitzbank ist aus dem Palazzo Vecchio geflogen und hat den rechten Flügel der Skulptur zertrümmert.

Nach der endgültigen Sicherung der Medici-Herrschaft übergibt er sie 1543 an Kosimo I., der die Gestalt wiederherzustellen hat. Jh. wurde die Marmorplastik durch das Wetter und den Jahrhunderte währenden Vogelkotbefall so stark beschädigt, dass sie einen abgeschlossenen Standort erhalten sollte.

Im Jahre 1910 wurde eine Kopie aus Marmor an ihrem Originalplatz vor dem Palazzo Vecchio aufgesetzt. Der Bronzeguss ist das Zentrum eines um 1900 erbauten Ensemble auf dem Piazza Michelangelo, das von anderen florentinischen Plastiken von Michelangelo gesäumt wird, die ebenso in Bronzeguss gegossen sind. Exemplare von "David" sind jetzt überall auf der Welt erhältlich. Seit 2010 findet der "David" von Hans-Peter Feldmann seinen letzten festen Stand im Kant-Park vor dem Lehmbruck-Museum in Duisburg nach Stationen in Köln und Düsseldorf.

Florence. Frankfurt/Main 1982; S. 236-256 Mein Heilmann: Florenz und die Medici. HoIlaria Ferraris, Christopher McDowall (Hrsg.): Michelangelos David.

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