Definition Kunst

Begriffsbestimmung Kunst

Art: Ein Versuch der Definition. Die Kunst ist eine wesentliche Ausdrucksform für Gefühle und Gedanken, die Menschen bewegen. Die Kunst existiert einerseits in der Definition der Kunstexperten: "Ein Kunstwerk ist ein Artefakt eines Genres, das geschaffen wurde, um einem Publikum in der Kunstwelt präsentiert zu werden". Der kürzeste mir bekannte Begriff von Kunst ist: "Kunst kommt von Können! Eine allgemeingültige Definition von Kunst gibt es nicht.

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Es gibt keine einheitlichen Definitionen für Kunst". Erkenntnis und sprachliche Ausdrucksfähigkeit sind neuralgisch verknüpft. Diejenigen, die anerkennen (kognitives Wiedererkennen versus intuitive Erkenntnis), können auch Formulierungen machen. In steigender Bedeutung: Kunst versus Natur: Kunst ist Design, ist immer artifiziell. Naturgegenstände werden nicht als Kunstgegenstände betrachtet.

Ausnahmen: Ein beliebiges Natur- oder Herstellungsobjekt wird mit kleinen Ergänzungen (Halter, Gestell etc.) ausgestattet und vom bekannten Maler als Kunstobjekt (objet trouvé) inszeniert. Die Kunstwerke haben keinen Nutzwert (Oscar Wilde 1890). Kunst und Handwerk sind keine Ausnahmen. Kunst und Handwerk sollten funktionieren. Industrielles Design ist kunstbezogen, formt aber eine eigene Rubrik.

Annahme: Der/die KünstlerIn macht mit seinen Arbeiten/Produktionen ein entsprechendes Preisangebot. Der Empfänger entscheidet über Kunst oder Nicht-Kunst, auch wenn diese Bestätigungen Zeit in Anspruch nehmen. Breites Wirkungsspektrum: Große Kunst erfüllt sowohl einfache Anforderungen als auch Anspruch. Die Kunst, die nur von Initiatoren als solche anerkannt wird, wird dem Kern der Kunst nicht gerecht. 2. Jedes Zeitalter hat seine eigenen Vorstellungen von Kunst und seinen Abgrenzungen.

Im christlichen Hochmittelalter wurde beispielsweise nicht klar zwischen Kunst und Kunstchiedenchieden. Konsequenz: Das Werk überlebt Tendenzen und Mode und behält seinen Wert als schönes oder ansprechendes Design. Das Ästhetische Gebot: Kunst soll nicht nur erlaubt sein, sie soll verschönern (ästhetisieren), sie soll das Natürliche in Perfektion übersteigen. Oscar Wilde 1890: "Der Maler ist der Erschaffer der schönen Dinge".

Auch das Häßliche wird im Werk ästhetisch gestaltet und erscheint nicht mehr häßlich, sondern weckt Sympathie oder Mitleid bzw. Ausgelassenheit. Diesem Prinzip der Schönheit ist auch die Abstraktion ( "ungegenständliche") Kunst unterworfen. Aufrichtigkeit und Moral: Kunst ist nicht der Wirklichkeit verschrieben (Nietzsche: "Die Schönheit der Erscheinung"), nicht einmal der Sittenlehre.

Die Kunst ist ein unsicherer Berater. Das Bedürfnis der Kunst nach Innovation: Der Maler muss einen originellen Style suchen, seine eigene Formsprache ausbilden. Formen und Inhalte: Formen und Design machen ein Thema zum Gesamtkunstwerk. Das Vermitteln der Inhalte ist noch kein Kunstereignis, sondern eine Frage von Wissen, Berichterstattung, Informationen, Nachweisen. Gegenstand und Inhalte des Anstoßes, ein Werk zu erschaffen, wenn es sich um eine literarische und figurative Malerei/Plastik handeln soll, sind jedoch die Bereiche Baukunst oder Handwerk.

Mehrdeutigkeit: Die Kunst der Gegenwart betont Gegensätze, die mit der Rhetorik des Oxymorons mithalten. "Ambivalenz als System" (Thomas Mann 1947) ist die Essenz großer Kunst. Auffällige Äußerungen in der bildenden Kunst oder Poesie (Literatur) sind ohne künstlerischen Reiz. Anders ausgedrückt: Ohne ambivalente Gefühle gibt es keinen Kunst-Effekt. Das Gegenstück zur Kunst, der kitschige, ist immer klar, unbestreitbar.

Die Kunst verschönert die Widersprüche des Alltags, ohne sie zu lösen. Die ist genial objektiv. Die Kunst macht die Antinomien[= unversöhnliche Gegensätze] des Alltags durch ansprechendes Design[schön bis perfekt] akzeptabel, ohne sie zu lösen. Die Essenz des Malers ist gewagt. Und Nietzsche sagte: "Was ist der Maler? In seinem Buch "Doktor Faustus" läßt Thomas Mann den Satan sagen: "Der Maler ist der Brüder des Kriminellen und des Verrückten" (Kapitel XXV).

Die Künstlerin kann den Scharlatanismus mit der Kunst vereinen (Thomas Mann: Das Wunderkind. Novelle.1903). 50 Jahre später bestätigt Thomas Mann diese Position: "Denn man weiss sehr wohl, dass der Maler kein moralischer Mensch ist, dass sein Urinstinkt das Spielerische und nicht einmal das dialektische Herumspielen mit den Fragen und Antinomen der Sittlichkeit ist.

"Die Künstlerin und Gesellschaft" 1953). Das schmälert den Zeichner nicht. Es hebt den Interpreten und den Begriff der Kunst hervor und rechtfertigt die Kunstfreiheit. In der bildenden Kunst kommt man nicht umhin, sich zu hinterfragen, ob sie, wenn sie auf Inhalte verzichten, wie etwa die mit dem Namen "Ohne Titel", nicht im Deko hängen bleibt - auch wenn sie von den Kunstsammlern, darunter dem Autor dieses Artikels[1], den Kuratoren und der Kritik, als Kunst angesehen werden.

Kunst will wirken, emotional wirken. In der Kunst sind Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit untergeordnet. Naturwissenschaft verlangt nach höchster Sachlichkeit, Kunst hingegen bedeutet größte Individualität, verlangt einen individuellen, eigenen Stile. Die Kunst ist ein Spiel mit Form und Motiv, ernst, sublim, witzig oder unheimlich. Kunst zum Beispiel kann subtile Ernsthaftigkeit oder gar Horror in Gelassenheit und Komödie durchscheinenlassen und bei ernsten Themen berechnet werden.

Solche emotionalen Unstimmigkeiten verstärken die Wirkung der Kunst, wenn dieser Konflikt nicht - wie es wahrscheinlich sein wird - für die Kunst unverzichtbar ist. Auffallend und klar ist kitschig - Non-Art par excellence. Die Kunst wurde zum ersten Mal in der menschlichen Entwicklung in Aurignacia vor etwa vierzigtausend Jahren deutlich. Die Abstraktionsfähigkeit des Menschen hat aus dem bestehenden Wortschatz und der Kunst eine neue Ausdrucksweise geschaffen.

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