Druckgrafik

Grafikdruck

in der Kunst und Druckgrafik; für weitere Verwendungen siehe Grafik (Begriffserklärung). Unter dem Begriff Grafik werden in der Regel alle künstlerischen oder technischen Zeichnungen und deren manuelle Druckwiedergabe verstanden. Graphik gehört zur bildenden Kunst. Es umfasst die künstlerischen Darstellungen, die durch die verschiedenen Drucktechniken reproduziert werden.

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Ursprung und Werdegang der Druckgrafik in Deutschland im XV. Jh.

Jahrhunderts begann die europäische Druckgrafikgeschichte nahezu gleichzeitig in unterschiedlichen Staaten, und die Entstehungsgründe waren in jedem einzelnen Staat nahezu gleich, jedoch war ihre weitere Verbreitung anders. Auch in diesem oder jenem Staat spielt die Druckgrafik eine andere Rollen. Im Gegensatz zu Italien nahm sie in Deutschland einen bedeutenden Platz im Werk jedes einzelnen Künstler (mit Ausnahmen von Grünewald ) ein, manchmal der Hauptort, dank dem sie einen ungeahnten technischen und künstlerischen Höhepunkt erlangte.

Die Druckgrafik prägte neben der Kunst vor allem den Stile der Zeitgenossenschaft. Jahrhunderts waren die Ursachen für die rasante Herausbildung und Weiterentwicklung der Druckgrafik in Deutschland auf den Wandel im gesellschaftlichen, geistlichen und geistlichen Bereich des Lebens zurückzuführen. Bald erkannte die Gemeinde die Möglichkeiten der Druckgrafik.

Zugleich betrachteten die Kirchenreformer Drucke als Mittel, um mit der Gemeinde selbst zu kämpfen, indem sie die satirischen Bilder ihrer Diener ordneten und unter den Menschen ausbreiteten. Die Druckgrafik war auch unter den damaligen Gelehrten weit verbreitet, vor allem unter den Humanoide. Die Kupferstiche erfüllten ihre Ästhetik, der Farbholzschnitt wurde zu einem unverzichtbaren Teil des Buchs, dessen Auflagenzahl im Laufe des fünfzehnten Jahrhunderts deutlich zunahm, und die druckgraphische Ausführung der Editionen gab ihnen ein dekoratives und attraktives Erscheinungsbild.

Am Rande des XVI. und XVI. Jahrhunderts hat sich der Holzschnittdruck - die Holzschnitttechnik - in Europa entwickelt. Es wurde in den Ateliers der Holzfäller und Druckmeister geschaffen. Holzschnitte gehören zur Hochdrucktechnik, einer der drei Druckarten. Da die Holzfasern zur Plattenoberfläche hin laufen, wurde jede aufgetragene Zeichnungslinie von zwei Kanten mit scharfen Messerspitzen abgeschnitten und der Hintergrund ausgeschnitten.

In der Folgezeit wurden Druckmaschinen für den Grafikdruck eingesetzt. In Anbetracht der Tatsache, dass der frühere Farbholzschnitt stark mit dem Bücherdruck verknüpft war, führte diese Methode rasch zu einer arbeitsteiligen Arbeitsweise. Die Künstlerin erstellte die Designzeichnung, der Holzfäller schneidet die Grafiken und der Printer druckt von den Platten in der Druckwerkstatt.

Die erfahrenen Holzschnittdrucker kennen die besonderen Eigenschaften des Farbholzschnitts gut und berücksichtigen sie bei der Erstellung der Zeichnungen für den Farbholzschnitt. Das Arbeiten mit dem Farbholzschnitt verursachte gewisse Probleme, da der Faserstoff gegen das Skalpell in den unterschiedlichen Faserrichtungen ungleichmäßig ist. Da die Illustration leicht auf einer Seite eines Buches neben dem eigentlichen Buch platziert werden konnte, wurde sie oft in Buchillustrationen wiedergegeben.

Sie sollten Karten spielen. Der früheste erhaltene Druck (es gibt nicht viele, wörtlich einzelne) gehört zum Anfang des XV. jahrhundert. Der Farbholzschnitt, der für weite Teile der Bevölkerung gedacht war, sollte das Werk für die Analphabeten der Bevölkerung abwechseln. Daraus resultierte die Größe der abgebildeten Gestalten, die einfache Darstellung, die Einbindung von Farben, die das kleine Bild dem wirklichen Bild nahe brachte, übersichtlich und leicht verständlich.

Holzschnitte waren Teil des Lebens der Menschen. Es könnte als Papierikone, als Schmuckstück, als Anhängsel ( "Amulett", z.B. gegen die Seuche ), als Dekoration für den Innenraum und für diverse Gebrauchsgegenstände verwendet werden. Der Dom mit all seinem Kunstreichtum war ein kultureller und künstlerischer Träger der Vergangenheit; er wurde zur Musterquelle für viele Druckgrafiker.

Der malerische und skulpturale Schatz der Kathedrale wurde für die grafische Gestaltung verwendet, die farbigen Glasscheiben dienen als Beispiel für die Farbgebung der Druckbogen. Unter den früh konservierten Graphiken ist die "St. Dorothea", die 1410-1420 entstanden ist. Gegenwärtig ist nur eine schwarz-weiße Version des Drucks bekannt, die es erlaubt, die Beherrschung des Holzfällers zu beurteilen.

Das Malen der Grafiken war auch für die Buchmalerei kennzeichnend, da diese Form der populären Illustration zur Grundlage der Buchgrafik des XV. Jh. wurde. Zunächst wurde das Foto mit dem Schriftzug verbunden, indem der Schriftzug und die Präsentation in eine Wandtafel zerschnitten wurden. Das erste " Blockbuch " oder " Klischeebuch " kam aus den Ateliers der Bildhauer, die zugleich die Aufgaben des Bildhauers, des Buchdruckers und des Verlegers ausführten.

Der von Gutenberg in der Hälfte des fünfzehnten Jahrhundert entwickelte Drucksaal und die bewegbaren Buchstaben aus Metall waren der Anfang des heutigen Buchdruckes. Das entspricht dem Zeitgeist, weshalb innerhalb kürzester Zeit Druckereien in allen großen deutschen Metropolen erbaut wurden. Man ermutigte die Kunstschaffenden, Illustrationen des Textes zu erstellen, die Holzschnitzer schneiden die Holzschnitte nach diesen Vorlagen, und Fachverlage verbinden die Sticks mit den Buchstaben und drucken die Seiten.

Eine vergleichbare arbeitsteilige Ordnung gab es für die Schnittholzschnitte von Druckmaschinen, die bis in die Hälfte des XVI Jahrhundert hinein beibehalten wurde. Obwohl der Schöpfer der Grafik derjenige war, der die Zeichnungen ausgeführt hat, hängt ihre Güte in hohem Maße von der Beherrschung und dem Professionalismus des Schneiders ab. Durch die Auseinandersetzung der beiden Autoren mit dem Werk wurden sowohl die Entstehung der Buchillustrationen als auch die Arbeiten der einzelnen Künstlerinnen und Autoren fruchtbar beeinflusst und mit neuen Motiven bereichert.

Anders als die Meister, die im Bereich des Holzschnitts tätig waren und ihre Monografien druckten, haben die Maler des fünfzehnten Jh., die die Entwürfe für die Farbholzschnitte angefertigt hatten, ihre Bezeichnungen nie erwähnt. Jahrhundert waren nicht nur "Blockbücher" vorausgegangen, sondern auch prächtige handgeschriebene Werke, in denen die Gesetzmäßigkeiten der Buchkunst bereits im frühen Mittelalter erarbeitet worden waren.

Dies fing mit dem Buchumschlag an, ein Deckblatt war obligatorisch, gefolgt von den Textseiten und Abbildungen (auf der ersten war ein Abschnitt, mit dem der eigentliche Wortlaut begann); die Blätter waren mit Überschriften und Endvignetten verziert. Auf die Wahl des Buchformates und der Grösse der Abbildungen, das Einfügen der Abbildungen in den Schriftzug und deren Zusammenhang mit der Schreibweise wurde grosser Wert gelegt - all dies hat wirklich zur Entstehung eines wunderschönen und fertiggestellten Werks beigetragen.

Jahrhundert - ein Beispiel für polygraphische Beherrschung - bezeugen, dass diese Problematik mit Erfolg und Vielseitigkeit bewältigt wurde. Die Anzahl der Frühveröffentlichungen umfasst die in den Ulmer Druckhäusern erschienenen Bände. Genau dort entwickelte sich die Abbildung über den Bereich eines Druckbildes hinaus und der Maler wurde zum Buchdesigner.

In konturierten Abbildungen mit etwas groben Volksfiguren sind die Werke aus Ulm schön in den Schriftzug eingebettet. Man vermutet, dass E. Reywich, der mit dem Buchautor durch unterschiedliche Staaten gereist war, dessen Redakteur und Interpret war. Die Künstlerin hat in jeder dargestellten Kulturlandschaft aus der Luft die Baudenkmäler, die landschaftlichen Eigenheiten und die Charakteristika der Dorfbewohner eingefangen.

Das sorgfältige, beinahe skrupellose Arbeiten am Klischee suggeriert den Einfluß von Kupfer auf den Holzstich. Unübersehbar ist, dass in der zweiten Jahreshälfte des fünfzehnten Jahrhundert die Holzschnittmeister die Werke der Graveure kannte. Es gab in Nürnberg einen großen humanistischen Zirkel und die gelobte Druckgraphik von Anton Koberger - dem Pate A. Dürers.

Dieses merkwürdige Lexikon des fünfzehnten Jahrhundert zierte mehr als 1800 Abbildungen, die sowohl auf Einzel- und Doppelblättern als auch im Originaltext arrangiert waren. Die Edition vereinte unterschiedliche Schriften und Bräuche, reiche Vorstellungskraft und offensichtliche Anleihen, lebhafte, naturgetreue Gestaltungen und verfestigte alte ikonografische Schemen, die für die deutschen Künste des fünfzehnten Jahrhundert auszeichnen.

Eine Gegenüberstellung der Editionen der verschiedenen Jahre zeigt, wie sich die Fähigkeiten der Maler und mit ihnen auch die Beherrschung der Schneider, die sich die Freiheit des Zeichnens in der Druckgrafik bewahrt hatten, erhöht haben. Dies ist eine der schönsten, feinsten und stimmigsten Veröffentlichungen des fünfzehnten Jahrtausends.

In der Mitte der Seite befinden sich die Abbildungen, oben und unten die Texte. Damit wird nicht nur eine neue Stufe in der Buchgrafik, sondern auch in der Grafik selbst eröffnet. Das Werk Dürers ist eine Sonderstellung in der Kunstgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, reicht aber bis ins sechzehnte Jahrhund.

Aus den Ateliers der Gold- und Silberschmiedemeister. Die Kupfergravur ist eine der drei Drucktechniken des Tiefdruckes. Die Zeichnungslinien wurden im Gegensatz zum Reliefdruck mit einem Bohrer auf die geschliffene Oberfläche der Druckplatte geschnitzt und die Bilder wirken wie ausgegraben.

Die nassen Papiere wurden auf die von Druckfarbe gereinigte Druckplatte gelegt und unter Hochdruck durch Drehen des Drucktisches zwischen den Rollen gedruckt. Dieser Grafiktyp ist eine absolute arbeitsintensive Methode, die eine hohe Fachkompetenz erfordert. Mit ihren Druckgrafiken erregten sie die Blicke professioneller Künstler, Kenner, Liebhaber und auch der Diener der Gemeinde.

Ende des 19. Jh. existierte die Religion immer neben dem Säkularen. Man kann davon ausgehen, dass die ersten grafischen Drucke, wie im Farbholzschnitt, Kartenspiele waren. Die " Love Gardens " werden neben den Exemplaren von Verzierungen, Buchstaben, Schmuck und Gebrauchsgegenständen der Pfarrkirche mit kleinen Abweichungen im Werk nahezu aller Herren des XV. Jh. wiederholt. Das Ornament- und Alphabetbeispiele wurden als Album veröffentlicht und dienen als Lehrbücher in der Künstlerausbildung, aber auch als Vorlagen in der Malerei, Bildhauerei, Juwelierei, Grafik und Kalligraphie des Klosters.

Der frühe deutsche Kupferstich ist in zwei Kategorien unterteilt, was von der Entstehung von zwei Waldorfschulen oder zwei Grafikzentren in Deutschland zeugt. Eine davon ist der Süd, die Stadt am Ober- und Mittelrhein, wo zum Beispiel in den 30er Jahren des fünfzehnten Jahrhundert die Druckerei entstand und wo sehr wichtige Druckgraphiker dieses Jahrtausends aktiv waren: der Spielkartenmeister, Herr ES und Martin Schongauer.

Die andere Mitte ist der Nord, wo die Schaffung und Weiterentwicklung der Druckgrafik ein unabhängiges Spiegelbild dessen war, was im Südlichen und in den Niederlanden geschah. Werke von Meisterschülern im hohen Norden waren meist Kupferstiche der Meister ES und Martin Schongauer. Gerade diese beiden hatten einen maßgeblichen Einfluß auf die Ausbreitung der Grafik in Deutschland.

Die Arbeiten des Spielkartenmeisters und der Herren ES und Martin Schongauer stellten die drei Entwicklungsstufen des Kupferstiches im XVII. Unglücklicherweise enthält die Kollektion des Moscow State Puschkin Museum of Fine Arts (GMII) nicht die Grafiken des Master of Playing Cards und Master ES. Es waren Goldschmiede, Silberschmiedemeister, die nach dem Vorbild der Ritterkultur des Mittelalters ausgebildet wurden.

Die Blütezeit des Spielkartenmeisters geht also auf die 40-50er Jahre des fünfzehnten Jh. zurück; in seinen Werken dominieren Spielkartensequenzen mit herausragenden Tier-, Vogel-, Blüten-, Frauen- und Kavalierdarstellungen. Schon die Grafiken des Masters ES verblüffen durch ihre Thematik. Ihm ist es zu verdanken, dass sich die Grafik anderen künstlerischen Genres annähert: Er schafft Sequenzen von Heiligtümern und Gesandten als Beispiel für die Bildhauerei, Alphabetserien für Kalligrafen.

Master ES war der Hauptrepräsentant der Gravuren im XV Jh. In der gleichen Zeit, in der Martin Schongauer nicht mehr als 117 Blatt zugeordnet werden, entstanden 317 Drucke. Master ES entdeckte immer wieder neue Motive, oft mit Werken von zeitgenössischen Künstlern und teilweise mit ganzen Teilen von Bildern der niederländischen Künstler Dierick Bouts und Roger van der Weyden. Der Künstler hat in seinen Druckgrafiken immer wieder neue Motive gefunden.

Das hat ihn jedoch nicht daran gehindert, seinen eigenen grafischen Ausdruck zu schaffen. Die statische einstellige Komposition seiner Vorgängerin wurde durch komplexere Raumkonstruktionen ersetzt: Master ES stellte die Landschaften oder das bauliche Umfeld vor, vor dessen Kulissen die Menschen wirkten.

Bei den Arbeiten der früheren Herren war der Startpunkt die flächige Erweiterung der Metalltafel, deren Fläche mit Silber- und Goldschmuck verziert war. Durch die Verrippung erreicht der Maler eine bestimmte Abrundung der Körper. Bei Master ES war die Anlage gut überlegt und das wichtigste Element seiner Konstruktion. Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger nimmt Master ES jedoch keine Verrippung vor und bringt verschiedene Linien in den Kupferstich ein, die er sehr sensibel einsetzt, indem er mit hellen Füßen den Übergang in den dunklen Bereich vorschlägt.

Die Komposition der grafischen Arbeiten von Master ES ist trotz aller technischer Innovationen immer noch eng an die Tradition des Mittelalters angelehnt. Martin Schongauer, ein Maler, der zur dritten Grafikergeneration des fünfzehnten Jahrhundert gehörte, versuchte eine gewisse Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umgebung herzustellen.

Der Grafiker hat sich im vergangenen Jahrhundert der Grafik zugewandt, als er bereits ein ausgereifter und professioneller Kunstmaler war. Die Kupferstiche sind seit den 1470er Jahren das Schaffen von Malern in Deutschland, nicht von Gold- und Kupferschmieden. Beispiele sind Martin Martin und Albrecht Dürer.

Im Zusammenhang mit den reifenden Geschehnissen der Reformationszeit und des Bauernkrieges wurden die religiösen Themen zum beherrschenden Thema in der Arbeit vieler Druckgrafiker in Deutschland am Ende des fünfzehnten Jhd. Die Struktur der Grafik verändert sich. Der Klarheit und Leichtigkeit der Komposition von Master ES folgen die Komplexität und Ausdruckskraft der Arbeiten von Martin Schongauer.

Sie ist die grösste, komplexeste und einzigste Grafik des fünfzehnten Jahrhundert mit einer solchen Vielfalt an Arten und Figuren, mit einer solchen Handlungsintensität und Emotionen. Bei der Arbeit an grafischen Arbeiten strebte er nach Einheit und Perfektion der Kompositionen; sie sind immer gut und selbstständig.

Hier verwendete er Parallellinien, die sich kreuzen; indem er sie zusammenlaufen und sich voneinander wegbewegen lässt, sie vertieft oder an die Plattenoberfläche angliert, erreicht der Master beim Drucken eine andere Durchdringung. Die Künstlerin bemühte sich, die Tribünen so zu gestalten, dass die Gestaltung den Anschein eines räumlichen Raums erweckte.

Jahrhundert erschienen neben kirchlichen Themen zum ersten Mal auch Genre-Motive in Druckgrafiken und Figuren von Einfältigen. Zum ersten Mal in der Druckgrafikgeschichte waren die Figuren dieser Szenerie schlichte Kleinbauern mit allen besonderen Merkmalen ihrer Art, Bekleidung und Körperhaltung. Mit ihrer Hilfe vermittelte sie dem Herrn die Ursprünglichkeit der Aufführung.

Schongauers größter Verdienst war, dass er als erster versucht hat, seine Betrachtungen von Mensch und Umwelt in die Grafik einfließen zu lassen und skulpturale Aufgabenstellungen zu setzen; nur Albrecht Dürer konnte sie in seinen Gravuren auflösen. Der Grafiker schätzt den Künstler sehr und ist geprägt von seiner Arbeit.

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