Foto Skulptur

Foto-Skulptur

Unabhängige Kunstwerke - die perfekt geformten Fotostudien wichtiger Skulpturen Die. Der Unterschied zwischen der zweidimensionalen Fotografie und der raumbildenden Skulptur ist der Auslöser für eine konstruktive Beziehungsdynamik. (photoplastisch, Foto-Relief) Fotoskulpturen sind skulpturale oder reliefartige Objekte, deren wesentliche Gestaltungselemente Fotografien sind. Das Foto einer Skulptur oder ein Foto eines Gebäudes ist eine Kopie der Skulptur oder des Gebäudes. Viele Beispielsätze mit "fotoskulptur" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen.

Skulptur Die Photographie der Bildhauerei 1839 bis heute

Das Jahr 2010. 256 S., 366 Abbildungen. Seit den ersten Jahren des neunzehnten Jahrhundert eröffnet die Photographie neue Wege der Deutung. Durch die Auswahl von Bilddetails, Schärfentiefe, Bildwinkel, Motiventfernung und Belichtung sowie durch Nachbearbeitungen in der Fotolabor, Bildmontagen, Collagen oder Montagetechniken haben sie nicht nur Werke der Kunst erfasst, sondern auch selbst eindrucksvolle Bilder geschaffen.

In der vorliegenden Veröffentlichung wird die Überschneidung der beiden Kunstgattungen Photographie und Skulptur thematisiert und inwiefern Illustrationen für unser Bildhauereiverständnis unentbehrlich geworden sind. Mit über 300 hervorragenden Fotografien von über 100 Künstlerinnen und Künstler von den Anfängen der Modernität bis zur Gegenwart beleuchten sie die Formen der Photographie und hinterfragen zugleich unsere Auffassung von Skulptur.

Akademie-Ausstellung: Wie die Skulpturenfotografie ihre Füße machte - Culture

Der große Künstlerdichter Marcel Broodthaers hatte immer einen gewissen Elan. Im Jahr 1975, dem Jahr vor seinem Tode, entstand das Werk "Daguerres Soup", das aus zwölf Fotos besteht. Die Broodthaers stellten lediglich die Bestandteile einer Brühe für seine Ehrung vor: "Das ist die Wahrheit: Die Ingredienzien sind in der Photographie zwar unverfälscht frischer, doch ihre Flüchtigkeit wird deutlich.

Die " Brütersuppe " ist ein sehr reizvolles Kochrezept, um Bildhaftigkeit und Zeit auf verdauliche und intelligente Weise zu verbinden. Diesen Anweisungen folgten die beiden Plastiker Bogomir Ecker, Raimund Kummer und die beiden Historiker Herbert Molderings und Friedemann Malsch und kochten ihre eigene Suppe: die in der Kunstakademie vorbereitete Schau "Lens-based Sculpture".

Das bezaubernde Foto-Tableau von Broodthaers steht am Ende des Kurses, als letztes Bisschen eines Festes für die Sinne und zur Befriedigung des Geistes. Dieses Mal steht die Verflechtung von Skulptur und Photographie auf der Speisekarte und wie die Kunst der Photographie die Skulptur im zwanzigsten Jh. umwälzte. Den Auftakt bildete die eigene Kunstpraxis der beiden Akademiemitglieder Dr. med. Ecker und Dr. med. Kummer, in deren Arbeit die Photographie eine große Bedeutung hat.

Kaum jemand hat die schweren Hallen der Academy so großartig gespielt. Das aus dem Museum Essen Folkwang stammende Ausstellungskonzept, mit dem die beiden seit langem arbeiten, wurde gestaffelt umgesetzt und prägt nun die Filmmusik, die sie mit unterschiedlichen Schauspielern aufführen: ein waghalsiges, erfolgreiches Stück. Das Wiedersehen mit so vielen Altbekannten der jüngsten Kunstepoche - Gordon Matta-Clark, Bruce Nauman, Giovanni Anselmo, Alan Kaprow, Joan Jonas, Hans Bellmer, Valerie Export, Joseph Beuys - unter diesem speziellen Themenaspekt macht so viel Spaß, dass die Selbstreflexionen der beiden Schöpfer sich entschuldigen.

"Doch " Lens-based Sculpture bietet mehr als eine Ästhetik des Jonglierens mit großen Persönlichkeiten und speziellen Anleihen. Während sich die bisherigen Arbeiten zu diesem Sujet auf die Reproduktionsfunktion des fotografischen Mittels für die Skulptur beschränkten, liegt der Fokus nun auf seiner konstitutiven Wirkung. Dass Marcel Duchamp auch hier der Gynäkologe war, beweist Herbert Molderings im Urknalljahr 1913 Sein auf einem Stuhl befestigtes Rad bringt das Bewegungselement zum ersten Mal in die Skulptur.

Während die futuristisch anmutenden Bildhauer es noch in dynamischen Scherenschnitten, zum Beispiel in einer Lauffigur oder einer Spinnflasche von Umberto Boccioni, verfestigten, wendet sich bei Duchamp der Rand sehr realistisch. Sowohl die Zukunftsforscher als auch Duchamp erhielten den Anstoß durch die Chronophotographie, die zum ersten Mal die aufeinanderfolgenden Bewegungsabläufe aufzeichnete.

Der Türöffner ist die Silhouette eines Paares, ein symbolhafter Übergang von der Dunkelheit zum Lichte, von der Geschichte in die Zukunft und in die Gegenwärtigkeit. Lichtstücke von Martin Honert und Hermann Pitz, realistische Abbildungen der Menschenfigur von Ron Mueck und Duane Hanson, plastische Falten des von Klingelhöller geworfenen Schattens, Aufführungen von Nauman und Rebecca Horn sowie Impressionen und Motivationen von Sabine Groß und Giovanni Anselmo kehren zur Räumlichkeit der Fotografien zurück.

Außerdem bildhauerische Arbeiten von Römer Signer, dessen Werke im Augenblick der Detonation existieren, oder von Gilbert & George, die als vergoldetes Duell auftauchen. Kunstakademie, Hansestadt weg 10, bis einschließlich 19 Uhr; Di bis So 11-19 Uhr.

Auch interessant

Mehr zum Thema