Fotorealismus

Photorealismus

Der Fotorealismus ist schon aus dem Wort selbst ersichtlich: Picturing America" ist die erste Ausstellung in Deutschland seit dreißig Jahren, die den Malern des Fotorealismus gewidmet ist. Fotorealismus wurde in den USA entwickelt. Fakultät für Geschichts- und Kulturwissenschaften Wann entstand der Fotorealismus? - Welche Vertreter des Fotorealismus gibt es neben Franz.

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Der Fotorealismus ist ein äußerst naturgetreuer Malstil, der sich nach der Pop Art vor allem in den USA entwickelt hat. Die Stilrichtung des Fotorealismus stammt aus den ausgehenden 1960er und beginnenden 1970er Jahren. Mit den Gemälden und Skulpturen des "American Photorealism" wurden alte Traditionen gebrochen, die vor allem in Deutschland gegen den bildnerischen Realitätismus bestanden und in der Zeit des Nazionalsozialismus und des Sozialismus in Demarkation gegen die Künste geschaffen worden waren.

Das Missverständnis der fotorealistischen Absicht, deren Maler sich weniger für bestimmte Ausschnitte aus der Wirklichkeit als für die präziseste Darstellung der Photographie in der Kunst und die daraus resultierenden Effekte und Chancen interessierten, führte zu dieser Irritation. Die Photorealisten verwendeten in der Regel ein oder mehrere Dias mit Alltagsmotiven aus ihrer Umgebung als Vorbild.

Unter den Photorealisten entsteht eine Spezialisierung, in der jeder einzelne nach technischer Beherrschung und virtuoser Arbeit in einem verhältnismäßig beschränkten Themenfeld strebt. Richard McLean zeigte vor allem Pferde und ihre glücklichen Eigentümer, Chuck Close übergroße Kopfportraits, Richard Estes verspiegelte Ladenfenster, Robert Cottingham Neonwerbung, Ralph Goings Wagen und Fast Food Restaurants, Don Eddy intakt und John Salt beschädigte und rostige Wagen, David Parrish Motorräder, John Clem Clark und John Kirschner Mädchenakten und Ben Schonzeitverpackungen.

Vor allem der schweizerische Maler Franz Gertsch hat in Europa photorealistische Ziele verfolgt. Der Fotorealismus überlagert sich weitgehend mit der 2D- und 3D-Computergrafik, um immer realitätsnähere Darstellungen zu schaffen, beschränkt sich aber auf die Zeichnung. Andere Repräsentanten des Fotorealismus sind Robert Bechtle, Roberto Bernardi, Robert Cottingham, Helmut Ditsch, Richard McLean, Raimond Staprans, Howard Kanovitz, Chuck Monroe, Stephen Posen, John Salt, Paul Sarkisian, Ben Schonzeit, Raphaella Spence, Paul Staiger, Gottfried Helnwein (und andere).

Fotorealismus ist mit Hyperealismus verbunden (Unterschiede werden im Hyperealismus erklärt). Auf: Werner Broer, Walter Etschmann, Robert Hahne (Hrsg.): Die Epoche der Künste. Schulbuchverlag Oldenbourg, München 2009, ISBN 978-3-637-87525-8 Otto Letze (Hrsg.): Fotorealismus. 50 Jahre hyperrealistischer Malkunst.

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