Fotos ohne Copyright

Bilder ohne Copyright

Apfel: MacBook bald ohne mechanische Tastatur? Die Bilder sind urheberrechtsfrei und frei von jeglichen Urheberrechtsbeschränkungen. Selbst wenn sie keinen Copyright-Vermerk haben. Es ist daher zulässig, die Fotos ohne deren Zustimmung zu fotografieren, zu verbreiten und zu veröffentlichen.

Copyright vs. Persönlichkeitsrechte

Was für Rechte hat der Photograph? Wie kann die gezeigte Personen auf dem Photo vorgehen? Häufig sind einem Motiv mehrere rechtliche Positionen beigefügt. In der Regel sind die Urheber- und Personenrechte des Photographen denen der dargestellten Person(en) entgegengesetzt. Die anderen Rechte müssen vom jeweiligen Photographen und der gezeigten Personen respektiert werden, wenn sie das Motiv verwenden wollen.

Die Fotografin als Autorin oder "Fotografin" Die Fotografin oder der Fotograf eines so genannten "fotografischen Werks" ist urheberrechtlich als Urheberin oder Autor urheberrechtlich abgesichert, wenn es sich - wie bei den anderen Werktypen - um eine eigene intellektuelle Kreation handele (vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 2 UrhG). Das ist aber nur bei solchen Fotos der Fall, die sich durch ihre Einzigartigkeit vom Alltag abheben, wie etwa eine Kunstaussage (Schulze in: Dr. Schultze, 2 Rn. 192 UrhG).

Fotografien " sind Fotografien jeder Form, die die Qualität der Arbeit nicht erfüllen (im Sinne des 2 Abs. 2 UrhG), z.B. Alltagsfotos von Familien, Ferienfotos und andere Fotos, die wiederholt von verschiedenen Orten oder bei Alltagsanlässen aufgenommen wurden (Schulze in: Dreier/Schulze, UrhG § 72 Rn. 3).

Auf die Rechte des Urhebers kann der Photograph in jedem Falle gemäß §§ 11 ff. Das heißt, das Foto muss immer so beschrieben werden, dass es dem entsprechenden Photographen zuordenbar ist. Die Fotografin kann auch jede Verzerrung oder sonstige Schädigung ihres Werks untersagen, die ihre legitimen Arbeitsinteressen gefährdet.

Der Photograph hat das alleinige Recht, seine Fotos zu verwenden. Änderungen oder Ergänzungen seiner Fotos dürfen nur mit Zustimmung des Photographen vorgenommen werden. Alle Rechte an den eigenen Fotos liegen beim Photographen. Die KUG regelt das Recht auf ein eigenes Image. Das Reglement betrifft nur die Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten.

Die Rechte am eigenen Bildnis gehören nicht dem Autor, sondern nur der dargestellten Person. Letzterer ist ausschliesslich berechtigt zu entscheiden, ob und in welcher Form er im Bilde der Allgemeinheit präsentiert wird (vgl. BGH NJW 2007, 1977). Die Porträtrechte beschränken den urheberrechtlich schutzbedürftigen Fotograf bei der Herstellung und Nutzung seiner Fotos.

Nach § 22 KUG dürfen Fotos nur mit Zustimmung der dargestellten Persönlichkeit verteilt oder veröffentlicht werden. Ausnahmeregelungen sind in § 23 Abs. 1 KUG zu sehen, z.B. in zeitgeschichtlichen Porträts oder Fotos, in denen die Menschen nur als Zubehör auftreten. Im Zweifelsfall ist die Zustimmung gegeben, wenn die abgebildete Person für ihre Darstellung eine Vergütung erhält (vgl. § 22 Satz 1).

Im Gegensatz zum Photographen hat die abgebildete Persönlichkeit keine mit dem Autor vergleichbare Rechte. Sie darf zum Beispiel keine Fotos publizieren, die sie ohne die Erlaubnis des Photographen gemacht hat. Sonst würde es das ausschließliche Recht des Photographen mißachten. Der abgebildete Mensch ist durch das generelle Recht auf Persönlichkeit nach Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes geschützt.

1 Abs. 1 Satz 1 des Grundgesetzes ist geschÃ?tzt, wenn das benutzte Bildmaterial einen "anstöÃ?igen" oder fÃ?r die abgebildete Persönlichkeit negative Auswirkungen hat (Damm/Rehbock, Rn. 374, Verzicht, LÃ?cken und SchÃ?den in den Medien). Die Unzulässigkeit der Publikation eines Fotos aufgrund einer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist durch eine Interessenabwägung zwischen dem Photographen und der dargestellten Persönlichkeit zu bewerten.

Ergibt dieser Interessenausgleich, dass durch das Foto das generelle Recht der dargestellten Persönlichkeit beeinträchtigt wird, ist seine Publikation inakzeptabel.

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