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Die Motive (französisches Motif "Motivation, Antrieb"; mittelateinisches Motif aus dem Lateinischen moveere "move", motorische "Bewegung") in der Fachliteratur sind der Malerei entnommen, ein narrativer Baukasten, "eine kleine materielle Gesamtheit, die noch nicht eine ganze Geschichte, eine Legende, aber bereits ein inhaltsbezogenes, situatives Gestaltungselement darstellt"[1]. Die Motive sind von einer inneren (strukturellen) Geschlossenheit, ohne jedoch eine Aktion oder einen Gehalt zu verdeutlichen.

Zum Beispiel kann man das Thema der Feindliebe von der Gestalt des Jesus der Bibel bis zu Werfels Verdi, dem des ans Tageslicht kommenden Vergehens, von Sophokles' Ödipus Tyrannen bis zu Hartmanns von Aue Gregorius bis zu Dostojewskis Verschulden und Buße finden, der Mann zwischen zwei Frauengestalten von der Gestalt Abrahams bis zu Martin Walsers Gestalt des Göttlichen Zürn in Der Moment der Verliebtheit oder das Sujet der gegnerischen Geschwister von den Bibelgestalten Kain und Abel über Römulus und Remus bis zu Schillers Die Einbrecher.

Das Begriffsmotiv stammt aus der Wissenschaftssprache des Mittelalters, in der das Thema einen geistigen Antrieb oder eine Vorstellung beschreibt oder eine Vorstellung, die die Charakteristika oder Merkmale einer Sprache ausmacht. Am Ende des achtzehnten Jahrhundert wurde der Begriff Motive auch in der technischen Sprache der Malerei -Schulen Italiens benutzt, um ein ornamentales oder figuratives Element in einem Gemälde oder Kunstwerk zu beschreiben.

Der Begriff des Motives als kunstkritischer Begriff wird von Johann Wolfgang Goethe in die Fachliteratur eingeführt, der sowohl die strukturellen Augenblicke, wie die Funktionen des Motives für die Konstruktion eines Literaturwerkes oder Texts, als auch ein grundsätzliches antropologisches Anliegen im Zusammenhang mit dem "Phänomen des menschlichen Geistes" aufgreift. Wenn sich das Bildmotiv nach oben von dem Material trennt, in dessen Betonung es nur einen einzigen Block darstellt, so trennt es sich nach oben vom allgemeinen und willkürlicheren Sujet oder, wenn es sich auf Zahlen bezieht, von der Art, aber auch vom lebendig geführten Sinnbild oder Gemälde.

Es gibt kaum eine Grenze zwischen dem Motto der Neid und der Art des neidischen Ehemanns und dem Bild des gehörnten oder getäuschten Ehemanns. Sollte jedoch die einem Sujet innewohnende aktionsauslösende Dynamik versagen, könnte andererseits auch ein Sujet wie z. B. Neid zu einem einfachen (Charakter-)Merkmal verschmelzen.

Auch wenn Hoffmanns Katze Murr reich an Stolz ist, wird dieser Stolz im Kontrast zu Fausts I. hier nicht zum Bild. Gerade in der Poesie kann das Thema dann aber auf den Bildrand gekürzt werden, da die komprimierte Gedichtform besser zur Fokussierung und Intermodalität an sich ausreicht.

Damit wird der Kopf des Springbrunnens der Väter, der das Wasserloch, vergleichbar einem Ortsteil amoenos, zu einem Platz der Liebesgeschichte macht, aber dann mit Josefs Versteigerung auch die Nuance der Bedeutung des Gefängnis, in dem sowohl Celans Dichtung als auch die noch als Bildnis zu verstehende Rose von Rilke zum Leitmotiv wird.

In Theodor Fontanes Der Steinlin zum Beispiel sind die Gestalten von Melusine und Armgard das Thema der ungleich artigen Mitgeschwister. Der geringe Platz, der den Seitenmotiven für ihre Entwicklung gegeben werden kann, macht die Nutzung eines bereits vererbten Motivpools in kultureller oder intertextueller Hinsicht notwendig.

Damit es in seiner Allgemeingültigkeit nachvollziehbar ist, muss sich das Sujet daher auf eine Art kollektives Gedächtnis berufen, in dem es zum allgemeinen Verständnis gespeichert ist. In der Geschichte der Motive geht es um die Untersuchung der Herkunft und Weiterentwicklung einer solchen Motivtradition. Wenn die Einstellung eines (Teil-)Motivs scheitert und den Text- oder Handlungsverlauf erschwert oder ein dem anderen widersprechendes Bildmotiv eingestellt wird, spricht man auch von einem Blindmotiv.

Das blinde Bild ist also ein"[....] störendes und für die Handlung bedeutungsloses Motiv"[9]. Die psychoanalytischen Interpretationen der Motive (und nicht das umgangssprachliche "Motiv" im Sinn einer psychologischen Motivation) werden von Sperrer und Spritzer sowie dem Künstler durchgeführt. Beeinflusst das Thema den Inhalt dringend, sei es durch einen geordneten Einsatz oder allein durch systematisches Wiederholen, wird es auch als Leitfaden bezeichnet.

Zwar gelten "formelhaft sich wiederholende Wortfolgen "[11] als nicht geeignet, um von einem Leitfaden zu sprechen, doch die Aufforderung, ein "dichtes Symbolgewebe aus Motiven als Prinzip, das Einigkeit schafft"[10], erscheint ebenso überwältigend wie ungenau in Bezug auf die Menge. ? von Frau Dr. med. Heike Glereis (Hrsg.): Bildmotiv. Zu: Hrsg. von Heike Gfrereis: Grundlagen der Literaturen. Motive, literarisch.

Zu: Ansgar Nünning (Hrsg.): Literaturtheoretische Grundkonzepte.

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