Jugendstil Malerei Künstler

Art Nouveau Malerei Künstler

Art Nouveau in der Kunst, Stilmerkmale: Architektur, Design (Möbel, Schmuck, Vasen), Malerei (Bilder), Ornamente, bedeutende Künstler, Wiener Jugendstil. Phase namens Art Nouveu beeinflusst die Kunstrichtungen Skulptur, Architektur, Grafik, Buchkunst und Malerei. Architekten und Maler setzen ihr Talent immer wieder auch als Designer unterschiedlichster Objekte ein. Im Bereich der Malerei gelang es einigen russischen Künstlern, sich von westlichen Einflüssen zu befreien. Art Nouveau & Art Nouveau Bilder als hochwertige Kunstdrucke oder Gemälde.

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Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der kunsthistorischen Ära des Jugendstils. Zum gleichnamigen Werk von 6er Gascho vgl. Jugendstil (Album). Jugendstil [1] ist eine kunsthistorische Zeit um die Jahrhundertwende. Jugendstiltrends sind der Reform-Stil (nach der Reformbewegung), der Sezessionsstil (nach der Wien-Sezession ), die Moderne (in Bezug auf Katalonien), in Russland die Moderne, die Tschechische Sezese, die Slowakische Secesia, die Polnische Secesja, die Ungarische Szecesszió.

Der Jugendstil ist Teil des Fin de siècle. Die Bezeichnung Jugendstil geht auf die von Georg Hirth Ende 1895 in München begründete Bildkulturzeitschrift Jugendstil zurück und ist als Gegensteuerung von jungen KünstlerInnen und HandwerkerInnen zum rückwärts gewandten Geschichtsschreibung, aber auch zur als gefühllos begriffenen Industriealisierung zu deuten. Zunächst waren die Begriffe Jugendstil und Sezessionsstil in den relevanten Fachzeitschriften (Dekorative Art, Autoren: Hermann Muthesius, Julius Meier-Graefe) ein entscheidendes Label für die Modepopularisierung der neuen Formate durch die Wirtschaft, die mit ihrer " preiswerten " Massenkunstproduktion Einzelwerke von Künstlerinnen und Künstler wie Henry van de Velde imitierte.

Äußere charakteristische Bestandteile oder Bestandteile des Art Nouveau sind sowohl schmückend gewölbte Formen als auch flächige Blumenornamente und die Symmetrie. In solchen formellen Klassifikationen darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Jugendstil keinesfalls eine abgeschlossene Strömung war. Das sind eine Serie von teils unterschiedlichen Strömungen in Europa, die sich bestenfalls in ihrer Ablehnung des Geschichtswesens einig waren, d.h. die die gemeinsame Imitation historischer Formmodelle abwiesen.

Unzählige Kunstprogramme und Veranstaltungen werden mit dem Jugendstil kombiniert. Dies war auch verbunden mit der Nachfrage nach der großen Fusion von "Kunst und Leben", der Wiedereingliederung der Künste in den Alltag im Sinn einer ganzheitlichen gestalterischen Umgestaltung aller Alltagsgegenstände unter besonderer Berücksichtigung des Kunstgewerbes. Der Jugendstil knüpft an den Geschichtsschreibung an, die das "Gesamtkunstwerk" bereits zu einem festen Bestandteil des Programms gemacht hatte.

Das Jugendstilprogramm beinhaltete auch die Anforderung an die Funktion, dass zum Beispiel die Funktion eines Bauwerks seine Form erkennbar mitbestimmt. Viele Jugendstilkünstler innen und -künstler haben den Verzicht auf historische Gebäudeformen und die Suche nach neuen gestalterischen Möglichkeiten in den Bereichen Kunst handwerk und Baukunst als Teil ihres Programms erklärt.

Ein zentrales Thema des Art Nouveau war der so genannte "moderne" Zeitstil. Der Jugendstil hat seinen Ursprung im deutschsprachigen Raum vor allem in drei Städten: in Wien als architektonischer Antwort auf den Geschichtsschreibung der Ringstraße, in München vor allem im Innenausbau und Kunsthandwerk und in Darmstadt durch die von Großbritannien inspirierte Künstler-Kolonie.

Historisch gesehen steht der Jugendstil zwischen Geschichtsschreibung und Gegenwartskunst. Jahrhundert zu verstehen: die Industrialisierung und damit die Entstehung überlasteter, industriell gefertigter Massenprodukte im victorianischen Großbritannien der Belle Epoque, die in Frankreich im Zusammenhang mit den Erfordernissen des Großbürgertums zur "Extravaganz" eskalierte.

Etwas einfacher ausgedrückt beherrschte der Geschichtsschreiber auch Süddeutschland. Der österreichische Geschichtsschreibung war im vergangenen Jahrhundert im dritten Jahrhundert hegemonial, so wurde die Ringstrasse gebaut. Auch die bürgerliche Malerei beherrschte München, geprägt und dominiert vom Lenbacher Kreis um den Künstler Franz von Lenbach. Der Jugendstil muss trotz der Unterschiede in den einzelnen Staaten als ein international ausgerichtetes Erscheinungsbild der gesamten westlichen Kultur begriffen werden.

Pioniere waren der Werkskünstler William Morris, aber auch der Baumeister Philip Webb, der Kulturkritiker und Gesellschaftsphilosoph John Ruskin und die präraphaelitische Brüderschaft um die Künstler Gabriel Rossetti und Edward Burne-Jones. Im Jahre 1861 gründet er, der davon ausgegangen ist, dass "alles Kunsthandwerk in völligem Verfall ist", mit Freunde die Faulkner&Co.

Über Großbritannien gelangten auch die japanischen Stil-Elemente in die europäischen Kunstwerke und sollten zu formgebenden Elementen der Art Nouveau-Kunst werden. Weitere Hauptdarsteller sind die beiden Künstler Ernest Gimson und Charles Voyeysey, sowie der Entrepreneur Arthur Liberty und der Künstler Charles Robert Voyeur. Die berühmteste Künstlerin der englischsprachigen Moderne ist die Illustratorin Aubrey Beardsley.

Jugendstil in Deutschland entstand aus ortsansässigen Strömungen und Avantgarde-Künstlern, die erst im Lauf der Jahre und durch die vielen Neugründungen von Kunstmagazinen einen länderübergreifenden Gedankenaustausch erreichten. Die in Deutschland als Jugendstil oder Yachting Style bekannte Strömung wurde nach der wöchentlichen Kunstzeitschrift Junge, die zum ersten Mal im Jahre 1896 in München veröffentlicht wurde, benannt.

Zu den aktivsten Mitarbeitern von Jugend & Pan gehörte der Künstler und Designer Otto Eckmann. Der Schwan, sein liebstes Tier, wurde zu einem der Leitbilder des Art Nouveau. Andere Künstler, die dazu beigetragen haben, dass München zu einem der Jugendstilzentren wurde: Bereits 1937 wurde auf Betreiben der Nazis der Jugendstil-Drache an der Außenfassade abgeschossen.

Bernhard Pankok, Innenarchitekt, Plastiker, Maler und Designer. Ebenso wichtig wie München hat sich Darmstadt zum Jugendstilzentrum in Deutschland entwickelt. Im Jahre 1899 ernannte er sieben Nachwuchskünstler in die Darmstädter Künstler-Kolonie. Großfürst Joseph Maria Olbrich liess auf der Höhe der Malerkolonie ein Ateliergebäude erbauen.

Die Künstler hatten auch die Gelegenheit, ihre eigenen Häuser zu errichten. Das Mathilden- und die benachbarte Rosshöhe gelten als das kunstgeschichtlich wichtigste und kostbarste Jugendstil-Ensemble in Deutschland. Der Jugendstil breitete sich von Darmstadt aus über die Meisterklassen aus, Darmstadt war auch das intellektuelle Herzstück der Theoriediskussion über den neuen Stils.

Zu den bedeutendsten Künstlern der sieben Städte gehörten neben Peter Behrens, Hans Christiansen, Ludwig Habich und Patriz Huber. Künstler aus der Künstler-Kolonie Darmstadt schufen auf Initiative von Großfürst Ernst Ludwig von Hessen und am Rhein ein einmaliges Kurhausensemble in Bad Nauheim: Whirlpoolhof, Trinkkurhaus, Bäder, Parkanlagen und das Maschinenzentrum mit Saline und Wascherei.

Weil dieses Gebäude heute noch weitestgehend in seinen Einzelheiten bewahrt ist, ist Bad Nauheim neben Darmstadt die einzig vertretene Hauptstadt im Réseau Art Nouveau Network, das heute 20 weitere europäischen Metropolen und Gegenden wie Barcelona, Budapest, Brüssel, Glasgow, Helsinki oder Wien sowie Havanna als einzigen Repräsentanten aus dem Ausland vereint.

Karlsruher war - geprägt von Darmstadt, gleichzeitig aber auch ein weiteres Jugendstilzentrum im Südwesten Deutschlands. Im Gegensatz zu Darmstadt war der Jugendstil in Karlsruhe ungleichmäßig; Billing repräsentierte einen ausdrucksstarken, farbenfrohen und floralen Ornamentstil, der auch frei von Elementen anderer Architekturstile, wie dem neugotischen war. Andere bedeutende Beispiele des Karlsruher Art Nouveau sind die Villen-Kolonie Baischstraße um den Kaisersplatz (Hermann Billing), die Gebäude an der Wendtstraße in der Westernstadt und um die Ostkirche (Curjel & Moser).

Das 1913 von August Stürzenacker entworfene Rezeptionsgebäude des Hauptbahnhofes ist eine eigenartige Mixtur aus Klassizismus und Jugendstil. Auch um 1900 war die Stadt ein Mittelpunkt der deutschsprachigen Landschaft mit der Grotzinger Malerei der Malerei und Gustav Kampmann als stilisierender, abstrakter Linien- und Oberflächenkünstler. Schliesslich haben die Schule für Kunsthandwerk (Max Laeuger), die Majolika-Manufaktur (Alfred Kusche, Architekturkeramik) und das Studio von Emmy Schoch (Reformkleider) wichtige Zeugnisse des Jugendstilhandwerks hervorgebracht.

Im Badischen Landesmuseum befindet sich heute eine der besten Jugendstilsammlungen Deutschlands. Das Pforzheimer Juwelenmuseum zeigt auch viele Jugendstile. Die " Künstler-Manufaktur " Theodor Fahrner war einer der Pioniere des Modeschmuckes, gestaltet von Künstler wie Max J. Gradl und produziert von der Firma Fahrner in Pforzheim. Nürnberg: Die Ateliers Johann von Schwarz, Gustav Frey und die Metall-Warenfabrik für Kunsthandwerk Walter Scherf & Co. produzieren seit 1898 Jugendstilobjekte in Nürnberg.

Der Jugendstil kam schnell in Schwung mit den Meisterkursen von Peter Behrens und Richard Riemerschmid im Bayrischen Handwerksmuseum von 1901 bzw. 1903. Carl Sigmund Luber war der künstlerische Leiter von Johann von Schwarz. Andere wichtige Künstler des Jugendstils waren Friedrich Müller, Valentin Oeckler, Christian Schönamsgruber und Ferdinand Semmelroth.

Das Warteraum im Jugendstil im Bahnhof (1905 von Bruno Paul) ist intakt. Der Jugendstil konnte sich bei privaten Gebäuden erst zu einem späten Zeitpunkt gegen den um 1900 noch in Nürnberg herrschenden Jugendstil behaupten. In der Jugendstilstadt im Gärtenviertel hinter der Westseite befinden sich mehrere wichtige Jugendstilhäuser, die im Rahmen des Ensembles intakt sind. In den Bezirken St. Johannis, St. Leonhard, St. Johannis, St. Gallenhof und am Prínzregentenufer befinden sich weitere wichtige Jugendstilbauten.

Das Präsidialgebäude der oberfränkischen Landesregierung beherbergt in Bayreuth eines der wichtigsten Jugendstilraumensembles. Unter den vielen Orten in Deutschland, in denen der Jugendstil seine Handschrift hinterließ, ist Leipzig besonders hervorzuheben. Leipzig beispielsweise verfügt über den wohl grössten erhalten gebliebenen Gebäudebestand mit Jugendstilarchitektur. Viele Jugendstilbauten befinden sich im Stadtzentrum sowie in den Ortsteilen Gohlis, Platgwitz, Leutsch, Waldstraßenviertel/Stötteritz.

Der Jugendstil hat neben Wohnhäusern, vielen Wohnhäusern, Bürgerhäusern und Gewerbebauten auch Einzug in die industrielle Architektur Leipzigs gehalten. Auch im Innern vieler Häuser gibt es klare Jugendstilelemente wie das Neue Stadthaus im Neorenaissancestil und die Schaltersäle des Leipzig HB. Wahrscheinlich der wichtigste Jugendstil-Architekt Leipzigs war Paul Möbius (1866-1907), der zwischen 1893 und 1907 rund 40 Wohnhäuser, Landhäuser und Gewerbebauten baute.

Andere renommierte Jugendstil-Architekten in Leipzig waren Fritz Drechsler, Max Pommer, Paul Lange und Emil Franz Hänsel. Der Jugendstil in Halle präsentiert sich provinziell, aber auch komplex und originell. Unter den wenigen Gebäuden im Jugendstil sind vor allem der Volksspark, das Haupthaus des Gertraudener Friedhofs, das Bürogebäude am Universitätsring, mehrere Warenhäuser und zum Teil das Stadtteilbad.

Die Brauerei ist ein bedeutender Industriebau im Jugendstil, die Brauerei ist in der Nähe der Stadt. Die Architektur der Gründerzeitviertel wie das Paulusquartier oder die südliche Stadtmitte ist stark vom Geschichtswissenschaft beeinflusst, aber auch die Jugendstil-Fassadenornamentik kommt hier in Einzelfällen vor. Ein Skandal wurde durch eine Austellung des norwegischen Künstlers Edvard Munch im Jahre 1892 ausgelöst, der jedoch den Widerwillen einiger Künstler gegen die amtliche Malerei deutlich machte.

Elf Künstler, darunter Walter Leistikow, Max Liebermann und Max Klinger, protestierten gegen die Ausstellungsabschluß. Doch in den fünf Jahren, die das Magazin erhalten hatte, erschien ein großer Teil der deutschen Künstlerelite darin. Der Jugendstilkünstler von Pans ist der Schrift- und Zierkünstler Otto Eckmann, der die phantastischen Anfangsbuchstaben für Pans Werk entworfen hat.

Die Stadt Berlin hat sich zum Mittelpunkt der Jugendstil-Schmuckkunst entwickelt. Von 1900 bis zum Ersten Weltkrieg wollte er in Hohehagen eine Künstler-Kolonie gründen. Nur wenige der vorgesehenen Gebäude wurden von renommierten Künstlerinnen und Künstler realisiert, die er mitbrachte. Auf Anregung des niederländischen Künstlers Jan Thorn Prikker entwarf er für den Hagener Bahnhof das 1910 eingeweihte Fenster "Der Künstler als Lehrer für Händel und Gewerbe".

Jahrhunderts entwickelte Kurarchitektur in den Badeorten Deutschlands zeigt eine Vielzahl von Jugendstileinflüssen, wie zum Beispiel die Lietzenburg auf der Hiddensee. Unter den Künstlerinnen und Künstler der Künstler-Kolonie Welpswede war Heinrich Vogeler derjenige, der sich in seinem Werk am stärksten vom Jugendstil und seinen Wertvorstellungen geleitet fühlte.

Besonders bekannt ist das 1905 entstandene Bild von Vogeler über den Barkenhof, das ihn und seine Freunde aus Worpswede darstellt - darunter Paula Modersohn-Becker, ihr Mann Otto Modersohn und die Plastikerin Clara Westhoff. In Magdeburg und ab 1908 in Darmstadt arbeitete der Baumeister Albin Müller; daneben errichtete er 1911-1913 in Braunlage im Harzer Land das Dr. Barner-Krankenhaus.

Einen weiteren wichtigen Repräsentanten stellte der gläserne Maler und Künstler Josef Goller dar. Die von Engelbert Kayser in Köln hergestellten Blechprodukte bedeuten eine außergewöhnliche deutsche Jugendstildose. Hier wurden Bilder und Grafiken von in Frankreich ansässigen Künstlerinnen und Malern aller Genres verkauft, darunter Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, aber auch Impressionistinnen, Symbolistinnen und viele mehr.

Kunsthandwerk von dem Amerikaner Louis Comfort Tiffany, dem Germanen Karl Koepping oder Emile Gallé, einem der besten Lehrer der Stadt Nancy. In vielerlei Hinsichten wurde Paris zum Jugendstilzentrum: Ab 1885 entwickelt der Schmuckmaler René Lalique eine neue Welt der Schmuckformen und -farben: er lässt sich von der Welt der Symbolik und der Naturformen, von Blumen, Bäumen, Ungeziefer und Fisch anleiten.

Statt des materiellen Wertes des Schmuckstücks sei der Kunstwert in den Mittelpunkt gerückt. Die berühmteste Bezeichnung unter den Künstlern des Jugendstils ist wohl Henri de Toulouse-Lautrec. Jules Chéret, Eugène Grasset, Alfons Mucha, Thomas Mucha, Thomas K rüger und Thomas K. L. Steinlen haben mit neuen Verfahren wie Lithographie und anspruchsvollem Kunstdesign dazu beigetragen, die Plakatmalerei zu einer bekannten und begehrten Form der Kunst für Kunstinteressierte zu machen.

Die Bezeichnung Style Métro wurde zum zweiten Begriff für den Jugendstil in Frankreich. Typisch Jugendstil-Fassade: Nach Paris war die Stadt Nancy das zweite Jugendstilzentrum. Gallé hatte sich in den Jahren davor, ab 1894, zunächst als Künstler und Entrepreneur mit einer Glasbläserwerkstatt, später auch mit einer Möbelwerkstatt profiliert. Ab 1897 wurde die österreichische Geschichte vor allem in Wien von der Fachzeitschrift Ver sacrum und der Gruppe von Künstlern der Sezession, unter anderem von Gustav Klimt, Joseph Maria Olbrich und dem Lyriker Hermann Bahr, vorantreiben.

Zu den bekannten Künstlern der Sezession gehörten neben Klimt Otto Wagner, Josef Hoffmann und Josef R. Meier. Andere Jugendstilbauten sind die Vila Primavesi in Olomouc, das Osterböhmische Freilichtmuseum Hradec Králové, das Friedensgrab bei Brno. Einer der herausragendsten Vertreter der Jugendstil-Malerei ist der Künstler selbst. Ein tschechischer Graphiker, Kunstmaler und Kunsthandwerker ist bekannt für seine Poster.

Wie der Jugendstil in Belgien wirkt, lässt sich auch heute noch in der belgischen Metropole Brüssel beobachten. Das Stadtzentrum der Gemeinde Sint-Gillis (oder Saint Gilles) ist durch den Jugendstil gekennzeichnet. Die Gemeinden Kaerbeek, Étterbeek und Ixelles haben auch viele Jugendstilbauten. Aber auch in der Region um Zurenborg, Ghent, Liège, Charleroi, Vietnam und anderen Großstädten gibt es eine große Anzahl von Jugendstilbauten.

Neben Victor Horta sind weitere bedeutende Künstler des belgischen Jugendstils: Mit Paul Hankar, Gustave Serrurier-Bovy, Philippe Wolfer und Henry van de Velde, der bereits mehrmals erwähnt wurde und auch die Jugendstilentwicklung in Deutschland mitbestimmt hat. Kaum ein anderes europäisches Land ist nicht vom Jugendstil geprägt. Italienischer Jugendstil war vor allem in Mailand, Turin und dem restlichen Oberitalien zu finden.

15] Auch der Stil coppedè (hauptsächlich in Rom) zählt zu dieser Form des Art Nouveau. Insbesondere in Finnland und Skandinavien ist die nationale Romantik mit dem Jugendstil verbunden, greift aber zugleich Teile des weckenden nationalen Bewusstseins auf. Dänemark ist auch bekannt für seinen Skønvirkstil, eine Kombination aus Jugendstil, Hausstil und Volksromantik.

Die Graphikerin und Schriftdesignerin William H. Bradley wurde von William Morris, Aubrey Beardsley und anderen Engländern beeinflusst und brachte so europäische Einflüsse nach Amerika zurück. Der Beginn des schrittweisen Ausstiegs aus dem Jugendstil in Deutschland kann auf die III. Kunstgewerbeschau in Dresden 1906 datiert werden.

Der Lehrstuhl war Hermann Muthesius; namhafte Jugendstilkünstler wie van de Velde, Behrens, Niemeyer, Endell und Obrist waren an der Stiftung beteiligt oder traten ihr später bei. Etwa 1905 beginnt der deutsche Ausdruck mit der Entstehung des Brücke-Künstlervereins, der in einer vereinfachten historischen Repräsentation als Ersatz für den Jugendstil auftritt.

Schon um 1900 zeigte eine stärkere Jugendstilfärbung eine Preform des Ausdrucks. Jugendstil setzte sich bis Mitte der 1920er Jahre in der Innenmalerei, bei Möbel stücken, anderen Alltagsgegenständen und Kunsthandwerksprodukten fort, indem er z.B. die Formsprache beibehielt, aber auf den Ausdruck der Malerei in ihrer Farbgestaltung reagierte.

Die folgenden Häuser zeigen Arbeiten aus der Zeit des Jugendstils: Das Berlin Bröhan-Museum stellt Mobiliar, Porzelan, Gläser, Keramik und Metallwerke aus den Epochen des Jugendstils und des Kunstdéco aus. Im Musée Horta in Brüssel ist das Jugendstilhaus des Architekten Victor Horta zu sehen. Die Jugendstilabteilung des Museums für Bildende Künste Hamburg geht auf den Gründer des Museums, Justus Brinckmann, zurück, der die Ausstellung 1900 in Paris vor allem zum Aufbau einer großen Kollektion aktueller Gebrauchskunst diente.

Später kamen zahlreiche weitere Gegenstände hinzu, darunter Möbelensembles der Berliner Werkstätten und der Künstler-Kolonie Darmstadt. Im Lörracher Dreiländer-Museum wird die Kunstkeramik von Max Laeuger aus der Zeit des Art Nouveau gezeigt. Schleswig-Holstein Schloß Gottorf, das zwei staatliche Museen besitzt, verfügt über eine eigene Jugendstilabteilung. Einige Zimmer sind mit Mobiliar und anderen Kunstgegenständen aus dieser Zeit eingerichtet, der Betrachter geht auch über Originalteppiche.

Im MAK, Kunstgewerbemuseum Wien shows handicrafts from the Jugendstil and Jugendstil Epochen. Im Jahre 1900 Ullstein, Frankfurt/M. 1981, ISBN 3-548-36063-7 (reprint of the Berlin 1956 issue; Zur Geschichte Der Bewegung). Klaudia Banz, Léonie Beiersdorf, Sabine Schulze (Hrsg.): Jugendstil. Jugendstil, Sezession, Jugendstil.

Art Nouveau und Theatermusik. Herausgeber Arnold, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-270-1. Dewiel: Jugendstil-Schnellkurs. DuMont, Köln 2007, ISBN 3-8321-5384-5 Giovanni Fanelli: Jugendstil in Wien. 1872-1958 Ausgabe Massachusetts, Paris 2005, ISBN 2-7072-0512-5 Peter Guth, Bernd Sikora: Jugendstil & Werkkunst. Ausgabe Leipzig, Leipzig 2005, ISBN 3-361-00590-6 Géza Hajos: Gartenkunst des Art Nouveau und der Zwischenkriegszeit.

Vgl. Die Gartenkunst 7 (2/1995), pp. 177-181 Richard Hamann, Bd. 4 of the series F isher Taschenbuch Verlags 1977, ISBN 3-436-02510-0 Sara Hamm, Sabine Kübler (ed.): "Bauen für ein neues Leben". 2 /1995, volume 4 of the series Fissler. Der Ursprung der Bad Nauheimer Jugendstilpflanzen, aufgenommen von Albert Schmidt, 1905-1911 Theiss-Verlag Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2161-9 Hiltrud A. Hölzinger, Christina Uslular-Thiele (Hg.): Art Nouveau in Bad Nauheim.

Langewiesche Verlagshaus, Königstein/T. 2005, ISBN 3-7845-7100-X (Mit 17 Künstlerbiographien; Alle Texten deutsch/englisch). Dr. Dieter Klein: Martin Dülfer - Pionier der Baukunst des Jugendstils. Der Jugendstil in Leipzig. Dt. Publishing House, Munich 2007, ISBN 978-3-421-03438-0. xxx: What is Art Nouveau? Jugendstil-Architekturanalyse 1890-1910, Prime us-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14910-6, Hermann Muthesius: Kunstgewerbe u. Architektur. 1890-1910.

Kraus-Thomson, Nordrhein-Westfalen, Nendeln 1976 (Nachdruck der Essays "Neues Ornament und neue Kunst" und "Kultur und Kunst"; Quellen für die Herausbildung des Begriffes Art Nouveau, Gegenwartskritik). Die Sehnsucht Münchens nach dem Jugendstil: Edda Neumann-Adrian, Michael Neumann-Adrian. Haus und Leute um 1900 München-Verlag, München 2006, ISBN 3-934036-93-7 Frank Russell: Jugendstilarchitektur. Das Überwinden des Geschichtswesens in Europa und Nordamerika.

Stuttgart 1982 Angela Sanna, Violetta Farina: Jugendstil, Secessionsstil, Moderne, Stile Liberty, Nieuwes Art, Modern Style. Skala Group S.p. A. Florenz 2011, ISBN 978-88-6637-005-5 Friedemann Schäfer: Stadtrundgänge in Karlsruhe. Jugendstil. Verlagshaus Braun, Karlsruhe 2007, ISBN 978-3-7650-8360-0 (Taschenbuch mit umfangreicher, aber dennoch kompakten und leicht verständlichen Einleitung in den Kunsthandwerker.

Claus-Jürgen Sembach: Jugendstil. Taschen Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8228-2971-4 Christopher Vernon: Frank Lloyd Wright, Walter Burley Griffin, Jens Jens Jensen und der Jugendstilgarten in Amerika. Zu finden in: Die Gardenkunst 7 (2/1995), S. 232-246. In Deutsch ist "der, die, die, das Jugendstil" ebenso verbreitet; siehe Jugendstil bei Duden in Deutschland.

Im: Internet-Archiv: Hans W. Singer (Hrsg.): Allgemeine Künstlerwörterbücher. Lebenslauf und Werk der bekanntesten Künstler, Jahrgang 6 der Künstler, Frankfurt am Main 1922, erschienen am 18. November 2010. Arnold Lyongrün: A Collection of Naturalistic Motifs, Verlagshaus Bernhard Friedrich Voigt, Leipzig 1898. Arnold Lyongrün: Neue Ornamente, Verlagshaus Ernst Wasmuth, Berlin, 1899-1902.

Arnold Lyongrün: role models for art glazing in modernem Stil, Hessling Publishing House, Berlin and New York 1900. Arnold Lyongrün: Neue Ideen für dekorative Kunst u. das Kunstgewerbe, Kanter und Mohr Publishing House, Berlin 1903. Arnold Lyongrün: Masterpieces of Art Nouveau, Stained Glass Design, 91 Motive in Vollfarbe, Dover Pubn Inc.

Von der Natur to Schmuck, Organic Forms in the Art Nouveau Style, Dover Bildarchiv Series 2010. Ines Wagemann: Jugendstil in Traben-Trarbach (Rheinische Kunststätten, Ausgabe 331). Pfarrgemeinderat der Evangelischen Kirche Marienfelde (Hrsg.), Hans-Werner Fabarius: Bruno Möhring. Jugendstil.

Der Madris Verlag, Riga, ISBN 978-9984-31-541-6. Nach Liechtenstein und Cadatz deckt der Jugendstil den Zeitraum von 1890 bis 1910 ab (siehe dazu Stephanie Lieb: Was ist Jugendstil, Darmstadt 2000, S. 14, und Hans-Joachim Kadatz: Seemanns Lexikon, Leipzig 200, S. 129), während das Kunst-Brockhaus das Ende des Art Nouveau mit dem Jahr 1914 anzeigt (Kunst-Brockhaus in 10 Jahrgängen, Mannheim 1987, S. 77).

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