Kunst am Bau

Vor-Ort-Kunst

die Bedeutung der Kunst im Bauwesen in Bundesgebäuden. Ein gewisser Prozentsatz wird für Kunst in Neubauten, Erweiterungen und Renovationen in der Stadt Zürich verwendet. Die Kunst in der Architektur und die Kunst im öffentlichen Raum sind kein überflüssiger Luxus. Kunstförderung in der Architektur und herausragende Architektur ist eine der wichtigsten kulturpolitischen Errungenschaften des Landes. Der Staat finanziert Kunst im Rahmen von Bauprojekten.

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Bei Kunst am Bau versteht der Staat als Bauherr die Pflicht, aufgrund seines architektonisch-kulturellen Anspruchs einen bestimmten Teil - in der Regel rund 1% - der Kosten für den Bau von öffentlichen Gebäuden für Kunstgegenstände zu nutzen. Dies wird von der Bundesregierung und den Bundesländern in geeigneten Vorschriften festgelegt. Manche Großstädte wie München (Quivid-Programm) oder Dresden haben diese Pflicht auf Gemeindeebene erfüllt.

Ungeachtet dieser staatlichen Aufgabe engagieren sich auch viele Privatkunden für Kunst im Bauen und Umsetzen entsprechender Objekte in und auf ihren Verwaltungs- oder Geschäftsgebäuden; so zum Beispiel die Nord/LB mit ihrem Verwaltungsgebäude in Hannover, die Allianz AG mit Molekülmann bei den Treptowern in Berlin oder die mfi-Management für Immobilien AG in Essen mit ihren vielen Shoppingcentern.

Der Bau ist entweder im Inneren oder im Freien permanent mit dem Gebäude verknüpft oder steht im Freien auf dem entsprechenden Gelände. In Ausnahmefällen kann sich die Kunst im Gebäude auch im Bereich des Gebäudes aufhalten. In dieser Hinsicht gibt es eine bestimmte Schnittstelle zur Kunst im Öffentlichen Bereich. Diese beiden Typen öffentlicher Kunst können an sich sehr präzise unterschieden werden, aber zum Teil sind die Transitionen fliessend, da der Zuschauer kaum eine Aufgabe erfüllen kann.

In der DDR wurde 1952 mit der "Anordnung über die künstlerische Gestaltung von Verwaltungsbauten" vom 21. Juli 1952 ein entscheidendes formales Verhältnis zwischen Kunst und Baukunst hergestellt. Das Reglement sah die Vergabe von Aufträgen in der Größenordnung von 1 bis 2% der geplanten Baukosten an visuelle und handwerkliche Gestalter vor.

Man verlangte von den Kunstwerken eine korrespondierende Handschrift, die als sozialistische Realität in die Geschichtsbücher eintrat. Ab 1959 wird ein Teil der geplanten Baukosten für Kunstgegenstände in Höhe von 0,2 Prozentpunkten (später 0,5 Prozent) auch dem Wohnbau zugerechnet. Dies war eine ganz entscheidende Erweiterung des Feldes der Kunst in der Architektur.

Die Auftragsvergabe für Baukunst wurde ab der Hälfte der 1960er Jahre um die so genannten komplexen Umweltgestaltungen ergänzt. Dass sich die Werke nicht nur auf ein mit dem Gebäude in tektonischer Verbindung stehendes Werk beziehen, war eine Besonderheit der Kunst in der DDR. Vor diesem Hintergrund entstand in der DDR eine große Anzahl von Baukunst oder angewandte Kunst, die heute in diesem Zusammenhang nicht mehr wahrnehmbar ist.

Der in sechs Abschnitten kurz gefasste "Leitfaden für die Umsetzung der Aufgaben des Bundesbaus im Zuständigkeitsbereich der Finanzbaubehörde (RBBau), Teil K 7", bildet heute den formalen Gestaltungsrahmen für die meisten Bundesgebäude. Es gibt aber auch bestimmte Typen von Bundesgebäuden, die nicht unter diese Verordnung fallen, wie zum Beispiel Gebäude der Deutsche Bank oder des VBS.

Gemäß K 7 sind für bauliche Maßnahmen des Staates Dienstleistungen zur Gestaltung von Kunstwerken an Künstlerinnen und Künstlern zu vergüten, soweit der Sinn und die Tragweite der baulichen Maßnahme dies rechtfertigt. Die Bundesregierung hat sich vor dem hintergrund einer umfassenden Untersuchung der Baukunst in Bundesgebäuden im Jahr 2006 eine neue Richtlinie zur Umsetzung gesetzt und erneut einen fixen Kostenanteil von 0,5 bis 1,5 Prozent der Errichtungskosten ( "Kostengruppe 300/400") in Abhängigkeit von der Baupreisklasse festgelegt.

Die Kunst am Bau steht mit ihrer Verbindung zum Gebäude und zum Bauplatz in einem speziellen Spannungsfeld: Die bauliche Verengung macht die freiheitliche Kunstdiskussion schwieriger, ist aber auch eine spezielle Herausforderungd. In der gegenwärtigen Debatte um Architektur und Baukultur wächst das Kunstinteresse von KünstlerInnen und Publikum wieder.

Es stellt sich die Fragestellung, wie eine solche Weiterentwicklung gefördert und die Kunst des Bauens stärker mit der allgemeinen Diskussion und Weiterentwicklung der Kunst verknüpft werden kann. Aktuell herrschen den Fallstudien zufolge Kunstgattungen wie Skulptur und Gemälde in großen Bildformaten und formalen Ansätzen vor, die in der Kunst längst etabliert sind. Es können nur sehr wenige Exemplare von Medienwerken, von zeitabhängigen oder prozessualen Werken oder von Werken, die ihre Wesentlichkeit in Zweifel ziehen, wie etwa Lichtwerke oder Akustikbeiträge, gezeigt werden.

Werden solche Werke jedoch von den Künstlerinnen und Künstler in einem Wettbewerb ausgeschrieben, werden sie auch von der Jury vergleichsweise oft zur Umsetzung vorgeschlagen. Kunst in der Architektur soll einen kulturellen Zusatznutzen schaffen, weshalb ein bestimmter Teil der Baukosten in ein oder mehrere Werke zur Förderung der Kunst fließen kann, soll oder muss.

Gleichzeitig soll mit dieser Massnahme Kunst und Kunst sowie Künstlern finanzielle Hilfe geleistet werden. Die Kunst der Verkehrsstrukturen, wie man sie zum Beispiel von französischen Schnellstraßen kennt, wird schon lange nicht mehr beleuchtet. Gefordert ist, diese überwiegend staatseigenen Gebäude in das Programm aufzunehmen. Eva Dagmar Schmidt: Kunst in der Architektur wird oft nicht wahrgenommen und bekommt manchmal nicht die Wichtigkeit, die sie haben könnte.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass es einen Kunstpreis für Architektur gab: Der mfi-Preis für Kunst in der Architektur wurde von 2002 bis 2013 ausgelobt. Die geschichtliche Grundlage der Kunst-am-Bau-Regel", in: Volker Plagemann (Hrsg.): Kunst im Öffentlichen Raum. Impressionen. Impulse der achtziger Jahre", Cologne 1989, pp. 21-44 BMVBS (ed.): Die Geschichte der Kunst am Bau in Deutschland, BMVBS special edition 05/2011 Paolo Bianchi & Martin Seidel (ed.): Prozent Kunst - Kunst am Bau in Bewegung. in Deutschland.

Kulturforum weltweit, vol. 214 / 2012 Ute Cibidziura: Kunst am Bau beim Bund -Schriftstück. Kunst im Bauen und / oder im Öffentlichen Bereich als Mittel der ökonomischen Kunstförderung in der Bundesregierung, in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen? München 1933-1945. Munich, Architektenmuseum der Technischen Universität 1993. Angelika Schyma: Kunst am Bau an den Bauten von der Bonner Rep ublic - Erfassung and Denkmalrechtliche Einschätzung.

Im: Federal Ministry of Transport, Building and Urban Affairs (ed.): Art value, asset, monument value. Was ist der Nutzen von Kunst in der Architektur?

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