Kunst Katalog

Künstlerkatalog

Olbrich (Ltg.) et al. : Lexikon der Kunst. Der Kunstkatalog ist eine wichtige Grundlage für den kommerziellen Erfolg als Künstler. Der Text erschien zum ersten Mal im Gateways-Katalog.

Vernetzte Kunst und Kultur, erhältlich im Hatje-Cantz-Verlag. Reduziert und schlicht präsentiert sich der Katalog der Index Kunstausstellung mit schwarzer Heißfolie auf grauem Umschlag.

Der Katalog muss sein - aber wie?

Derjenige, der einen Katalog oder eine umfassendere Image-Broschüre entwirft, sollte unabhängig handeln, anstatt auf Werbe- und Publikationsangebote zu verzichten. Um so besser, wenn sich ein Galeriebesitzer, ein Verein, eine Firma oder ein Kunstmuseum anschließt und ein umfassenderes und weiter verbreitetes Werk vorlegt. Der Katalog ist aus mehreren Gesichtspunkten attraktiv: Er wirkt "wertvoll", hält länger als das Tagesgeschehen, vermittelt ein komprimiertes Gesamtbild des Künstlers und seiner Arbeit und bildet so eine ideale Grundlage für die Präsentation vor allen Interessierten und Ansprechpartnern.

Aber wer ist denn nun für eine Inszenierung zuständig? Für Gerd Schütte (Galerie Schütte, Essen) ist es "selbstverständlich, dass für ein Museum, einen Kunstverein oder eine Kunstgalerie ein Katalog für einen Maler entsteht". Schütte erkennt die Bedeutung der Autorenschaft noch deutlicher: "Es nützt nichts", sagt der Galeriebesitzer, "wenn ein Kunstschaffender einen Katalog unter seinem eigenen Titel veröffentlicht", muss eine dahinterstecken.

Er gibt zu, dass ein Katalog "unverzichtbar" ist mit dem sich die Katz in den Hintern beißt: Was war zuerst: Maler, Aussteller, Galerist und/oder Katalog? Andererseits kann sich die Bereitschaft der Galeristen, das Projekt zu unterstützen, als Lackmus-Test erweisen. Hier wird ein Teil der Herstellungskosten durch Arbeiten kompensiert so lernt der betroffene Maler, ob der Galeriebesitzer ihn ernst nimmt und auf eine gemeinschaftliche Perspektive achtet.

Das Beispiel von Gerd Schütte verdeutlicht, dass der Galerist bei der Beschaffung von Mitteln sehr einfallsreich ist. Die Eitelkeiten der Kunstsammler, der Veranstalter, die im Katalog um finanzielle Unterstützung gebeten werden, und mit einem Preisnachlass auf die Werke kommt verhältnismäßig rasch eine beträchtliche Summe zusammen: Ich habe dies mehrmals mit großem Erfolg durchgeführt".

Gerd Harry Lybke (EIGEN + ART, Berlin/Leipzig) sieht auch in der Veröffentlichung von Katalogveröffentlichungen ein wesentliches Instrument für die Kunst. Für die jungen und bereits erfolgreichen Künstlerinnen und Künstler sind sie eine unverzichtbare Basis für die Zusammenarbeit mit Sammlerinnen und Sammlern, aber auch mit Museums- und Kunstgalerien".

Deshalb veröffentlicht seine Gallerie regelmässig Künstlerkataloge. Nach der Eigenfinanzierung der ersten Veröffentlichungen macht es der weltweite Durchbruch der von der Gallerie repräsentierten Kunstschaffenden möglich, dass sie nun in finanzieller und inhaltlicher Hinsicht von einem Museum mitfinanziert werden.

Manchmal trägt die Gallerie einen finanziellen Beitrag zu den Herstellungskosten bei, aber der beste Weg ist die Zusammenarbeit mit Verlegern wie Hatje Cantz. Vor allem aber sind es Museen, die den Wert eines Kunstschaffenden aufwerten. Eine relevante und vor allem aktuelle Internetpräsenz und größtmögliche Anzahl von Katalogen sind für den Unternehmenserfolg vonnöten. Präsentieren Sie die Webseite und den Katalog - der sie übrigens komplettiert und keinesfalls austauscht!

  • und Selbstverständnis: "Man spürt nur, ob jemand beruflich tätig ist und seinen eigenen Style hat. Ein Katalog, der sich nicht an ungeschriebene Regeln halten kann, kann in dieser Hinsicht eine negative selektive Wirkung haben er kann Galeristinnen und -besitzern frühzeitig zeigen, ob eine Kooperation Sinn macht.

Oder umgekehrt: Was macht einen gelungenen, vielversprechenden Katalog aus? Der Katalog sollte auf das Wichtigste beschränkt werden: einleitender Text eines (anerkannten) Kritikers, Kunsthistorikers oder Professors, eine übersichtliche und strenge Auswahl der Werke in klaren Bildern und eine richtige Lebenslauf. Daraus ergibt sich das VerhÃ?ltnis des KÃ?nstlers zu den kunstweltrelevanten Angaben seines Lebenslaufs wie Studien, Studien, Studien, Studienstipendien, Austellungen.

Ohne das große persönliche Engagement des Galeristen kann ein Galeriebesitzer nichts erreichen: "Ein Galeriebesitzer kann den Maler zwar unterstützen und die Tür aufmachen, aber er muss selbst gehen". Unter dem Gesichtspunkt des gnadenlosen Kunstmarkts ist die Vermittlung finanzieller Mittel für einen Katalog auch ein Test für den Maler, in dem er aufzeigen kann, ob er sich für und mit seiner Arbeit im öffentlichen Raum gut einordnen kann.

Weil der Katalog viel kostet. Ob ein Kunstschaffender, eine Kunstgalerie oder ein Kunstmuseum ein Katalog-Projekt in Angriff nimmt, man sollte in der Regel nach Drittmitteln suchen. Das macht aus Künstlern manchmal geschickte Grant-Jongleure. Die wichtigste Fördermaßnahme ist sicher die Materialbereitstellung und Unterstützung der Druckkosten, beispielsweise durch Einrichtungen, Kulturbüros und Firmen, aber auch Künstlervereinigungen oder Werkbeiträge wie das "Künstlerhaus Lukas" in Ahrenshoop unterstützen die Katalogproduktion.

Wie auch immer die Unterstützung aussehen mag: In den meisten FÃ?llen sind die KÃ?nstler allein in der Kunst. Kunstmanager wie Kirsten Freundl (www.artetfact-consulting. de) sind sich der Bedeutung von Veröffentlichungen bewusst. Dabei werden die leicht zwischen EUR 1. und EUR 3. 000 pro Inszenierung liegenden Ausgaben zum Teil durch Förderer auffangen.

Andernfalls sind die Artisten gewillt, in ihr eigenes Marketing zu stecken. Für sie erledigt Freundl die wesentlichen Arbeiten: Sie kümmert sich um die Organisation der Texterstellung, die Bild- und Druckqualitätskontrolle, die Einholung von Preisangeboten und das Projekt-Management. Sie stellt sicher, dass die Prospekte künftig im Zuge ihrer Vermarktung zielgerichtet genutzt werden. Hohe Qualität in Druck-, Text- und Abbildungsqualität macht diese "Visitenkarte für den Künstler" so wertvoll.

Manchmal sollte auch ein Graphiker hinzugezogen werden. Wie Kristin Friedrichs (www.design-brigade. de) sind sie oft zu besonderen Konditionen vorbereitet (Künstlerpublikationen sprechen wahrscheinlich auch ihr eigenes Künstlerpotential an, das manchmal im Agenturalltag vergraben ist). Indem er Standards entwickelt, "profitiert der Kunstschaffende in Gestalt von niedrigeren Preisen und schnellerer Umsetzung" seiner Druckerzeugnisse.

Dafür braucht man gute Text- und Bildmaterial - vor allem durch eine Katalogerstellung. Der Katalog sollte dabei zum künstlerischen Ausdruck kommen; er muss den Kernpunkt seiner Arbeiten, seine Orientierung und Absicht widerspiegeln. Nicht ausschlaggebend ist der Anwendungsbereich der Kamera der Gesamteindruck inklusive der Haptik und die Bildaufnahme.

Wenn der Katalog jedoch als verbindliches Signal für die Beschäftigung des Malers mit dem Markt gesehen wird, ist er vielleicht die bedeutendste Botschaft: Hinter der Realisierung stehen viel Aufwand und viel konzeptionelles Werk, das immer auch den Empfänger erreicht potentielle Kunstsammler, Reporter, Galeriebesitzer, Museumsbesucher usw.? Anschriften "Katalogproduktion" (eine Selektion ohne Gewähr): Was macht einen gelungenen Katalog aus:

Foto: Die Abbildungsqualität sollte hervorragend sein, denn sie ist die visuelle Karte des Künstler. Das Portrait des Malers ist eine Selbstverständlichkeit. - Die Bildqualität sollte immer eine Nuancierung unter der Wirklichkeit sein, um das eigentliche Gesamtkunstwerk voranzubringen. Design: Das Design sollte in Absprache mit der Arbeit des Malers (oder der Galerie) und dem Erscheinungsbild sein.

Zu den Autorinnen und Autoren gehören Akademieprofessoren, Kritikerinnen und Kritiker (siehe Abdruck der entsprechenden Tageszeitungen, www.aica. de oder www.flashartonline.com/pg_ArtDiary. htm), Galeristinnen und -besitzer, renommierte Künstlerkollegen oder prominente Publikumsmanager.

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