Kunst Romantik

Die Kunstromantik

((Freie Universität Berlin): Hegels Konstruktion von Musik als Inbegriff romantischer Kunst und Aktion war in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst in den Vordergrund gerückt. Der renommierte Kunsthistoriker Peter Betthausen widmet sich in seiner Studie den wichtigsten Typen romantischer Künstlergemeinschaften in Deutschland. Gegenwärtig ist das Thema "Romantik" allgegenwärtig. Sie beeindruckte vor allem in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik.

Französische Romantik - Enzyklopädie und Angebot

Später als in Deutschland können in der französischen Kunst die romantischen Strömungen spürbar gemacht werden. Auch in klassischen Stücken, zum Beispiel von Pierre-Paul Prud'hon, lassen sich atmosphärische, melancholische und romanische Akzente erkennen. Zu den Hauptmeistern der französischen Romantik gehören neben Antoine-Jean Gros und Théodore Chassériau Théodore Géricault (1791-1824) und EugÃ?ne Delacroix (1798-1863). Die Arbeit beider Künstler stellt zugleich die Präferenz der Historienmalerei dar, wobei sich die französische Romantik fundamental von den anderen europäischen Ländern und dem dort herrschenden Primat der Landschaften abhebt.

Géricaults und Delacroix' Malereien sind gleichermaßen durch einen Ã?berbordenden Reichtum an Malerei, einen lebensvollen Stil, leuchtende Farben, heftige Hell-Dunkel-Kontraste und ihre auf den ersten Blick schwer zu Ã?berblickenden Raum- und Bildkonstellationen gekennzeichnet. Géricaults "Floà der Medusa" von 1818-19 war das erste Werk fÃ?r den jungen Delfin. Sein Werk enthält mythologisches Material wie die "Dantebarke" (1822), mit der er seine ersten großen Errungenschaften feiert, oder aktuelle Ereignisse wie das Gemälde "Freedom Leads the People" (1830), inspiriert von den Barrikadenschlachten der Juli-Revolution 1830.

Die Orientalisierung von Themen, die er 1832 auf einer Marokkoreise kennen lernte, war eine weitere bedeutende Quelle der Inspiration für Delacroix, dessen exotischen Reiz er unter anderem in "Tod von Sardanapal" (1827-28) oder in Haremszenen nutzte. Delacroix â?"s meisterhafte, Rubens geschulte Farbgebung verdient besondere ErwÃ?hnung, der er durch farbenfrohe Töne und mutige KomplementÃ?ren besondere Aufmerksamkeit schenkte.

WÃ?hrend Géricault und Delacroix die Höhepunkte der französischen Romantik waren, enthalten die grafischen und bildnerischen Arbeiten zum Beispiel von GÃ?stave Dorà (1832-83) oder den ReprÃ?sentanten der Barbizon School noch einige krönende Zitate.

Kunstwörterbuch

Romantik kann als eine intellektuelle Haltung begriffen werden, die die Fantasie und das individuelle Erleben der Natur als künstlerisches Statement in den Mittelpunkt stellt. Im Volksmund wird die Tendenz zur Sehnsucht als "romantisch" bezeichne. Der Begriff "Epoche" bezieht sich auf eine ästhetische literarische Strömung um 1800, die sich in Deutschland, Frankreich und England gleichzeitig mit dem klassischen Europa verbreitete und sich nach und nach auf alle Gebiete des Kultur- und Geisteslebens ausweitete.

Das romantische Gedankengut drückt sich vor allem in den Bereichen Malen, Schreiben und Malen aus. Sie wendeten sich gegen den rationalistischen Geist der Klassiker und erkannten den Weg zum Verstehen einer sich stetig wandelnden Umwelt in der Sensibilität und Emotionalität des Menschen und in seiner Verbindung zur Umwelt, in der sich die Allgegenwärtigkeit von Gott manifestiert.

Ein klarer Unterschied zum Klassischen ist nicht möglich, da die Romantik keine Stilbeschreibung ist und keine bindende, kennzeichnende Formsprache hervorgebracht hat. Romantik kann als ein Verlangen nach einer verlorenen Harmonie der Weltstruktur begriffen werden und ist stark mit den damaligen Literaturvorstellungen verknüpft. Ein Grund für dieses Gefühl ist die veränderte Bedeutung der Religionen, die bisher den Trend zu Kunst und Lifestyle bestimmten.

Die Romantik ist also eine Fortführung der Religiosität mit Hilfe ästhetischer Mittel. Mit dem Versuch, eine "neue Mythologie" im Geiste von Friedrich Schlegel zu erschaffen, gingen Philipp Otto und Caspar David Friedrich als erste neue Wege. 2. In einem Schreiben an seinen Mitbruder Daniel im Feber 1802 wendet sich der Künstler gegen das ästhetische Vorbild des Altertums.

WÃ?hrend er die vergeistigte und vergeistigte Art der Darstellung als Sinnbild formuliert, setzt Friedrich diese neue Auffassung in seinen Landschaftsaufnahmen um. "Das zeigt, wie sehr ihm seine Persönlichkeit als Maler am Herzen lag. Das Umsetzen der natürlichen Offenbarung in eine neue Bildsprache erforderte, dass der Zuschauer bei der Deutung ebenso subtil vorgehen konnte wie der Zeichner.

Friedrich steht damit dem Denker Johann Gottlieb Friedrich nahe, der in seiner "Wissenschaftstheorie" von 1794 die Ansicht vertrat, die Erde sei das Ergebnis unserer eigenen Phantasie. So wird das Ego zum bestimmenden Faktor, die Erkenntnis zum kreativen Akteur, sowohl für den Maler als auch für den Zuschauer.

Frederick bricht mit seinem Altargemälde "Kreuz in den Bergen" (1807/08) mit der bis dahin geltenden kirchlichen Begriffswelt und löst eine leidenschaftliche Erörterung aus. Auch wenn der Anschein einer natürlichen Verbindung existiert, verzichtet er auf konventionelle Spielregeln der Raumdarstellung und der natürlichen Lichtverteilung: Der Zuschauer steht außerhalb eines festlegbaren Blickwinkels, der bildliche Raum wirkt suggerativ und endlos, er weicht der rationellen und praktikablen Wahrnehmung aus und erschließt sich der kreativen Vorstellungskraft des Zuschauers.

Gehörten für Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge oder Karl Friedrich Schinkel die traditionellen Ideen des Christentums der Geschichte an, so wollten die Nationalsozialisten an den mythischen Glauben knüpfen und ihn in inhaltlicher und formaler Hinsicht für die heutige Zeit auffrischen. Um Friedrich Overbeck und Franz Pforr schlossen sie sich 1809 aus Einspruch gegen die klassizistische Kunst an der Wienischen Kunstakademie als "Lukasbund" zusammen und setzten sich für eine kunstvolle Wiederbelebung deutscher Kunst auf religiösem Fundament ein.

Nach dem Vergessen der romantischen Gemälde wurde sie nach der Wende wiederentdeckt. Als " Neo-Romantiker " wurden die surrealistischen und lyrisch abstrakten Malern wie Klee, Miró und Massachusetts beschrieben, die Ereignisse aus den Reichen des Traums und des Unbewußten in die Kunst einbrachten. Der konzeptuelle Zugang von Caspar David Friedrich zur Vorstellung als kreativer Vorgang war wegweisend für Kunst und Kunstschaffende wie René Magritte, Max Ernst und Mark Rothko.

Auch wenn die NS sie für ihre Ideologien instrumentalisiert haben, sind die kreativen Anregungen und Vorstellungen der Romantik in der Kunst nach 1945 bis heute klar, zum Beispiel bei Beuys, Baselitz, Polen und Richters.

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