Kunsthaus Ketterer

Ketterer Kunstmuseum

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Ketterer Kunstmuseum

Bei uns findet man nicht nur erstklassige Künste, sondern auch viel Platz für Ihre hochkarätigen Anlässe. Der Standort ist der ideale Ort für Ihre Vorträge, Konferenzen, Kongresse und klassischen Firmenveranstaltungen fernab vom Arbeitsalltag. Die spezielle Gestaltung und die Möglichkeiten der Einzelraumgestaltung machen Ihre Feier zu einem einmaligen Erlebniss.

Zwei eindrucksvolle Veranstaltungsbereiche für 20 bis 200 Gäste und die flexible Ausstattung geben jeder Veranstaltung einen ganz eigenen Charakter. Zugleich sind die Räumlichkeiten für Gala-Dinners, Filmaufnahmen sowie PR- und Marketing-Events geeignet. Alle Zimmer sind behindertengerecht ausgestattet. Der Kunststandort verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung: Das Kunsthaus Ketterer ist über die Autobahnausfahrt "Ausfahrt Messe" sowie die U-Bahn U2 ( "Messestadt West") gut zu erreichen.

Die Entfernung zum Bahnhof beträgt 20 Min., zum Flugplatz 45 Min.

Ketterer feierte 10 Jahre in Berlin

Gibt es ein Kunsthändler-Gen? Ist es eher eine Einprägung, verbunden mit Begabungen, die Grundlage für eine gelungene Weiterführung des vom Familienvater begründeten Unternehmens mit Hilfe der bildenden Künste? In der Familienhistorie der Ketterer zeigt sich nicht nur die Tätigkeit einer talentierten Kunsthändlerfamilie, sondern auch ein rasanter Entwicklungsbogen auf dem Markt von den ersten Jahren der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Der Umgang mit Kunstkäufen war schon immer sehr unauffällig, dies ist ein wichtiger Teil des Geschäftes. Außerdem kommt der Kunsthandel mit nur wenigen oder den notwendigsten Vorschriften aus. Dementsprechend kann die Erfolgsstory der Gebrüder Norbert und Ketterer - und die ihrer Nachkommen - erst nach sechzig Jahren umrissen werden.

Der 1911 im Schwarzwald geborene Norbert Ketterer war bereits geschäftsführender Gesellschafter einer Altölaufbereitungsfirma, hat sich aber schon immer (begeistert, aber ungeschult) für das Thema Bildende Künste interessiert. In der Nachkriegszeit - im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder Wolfgang war er nicht als Angestellter einer so genannten kriegstragenden Gesellschaft einberufen worden - bewarb er sich bei der US-Militärverwaltung um eine Konzession für "Wholesale in all Art of Works".

Kluge Erwägungen, der Wunsch nach Neuem und eine nervenaufreibende Risikobereitschaft veranlassten den Kunstliebhaber, das "Stuttgarter Kunstkabinett" zu eröffnen; die erste Versteigerung mit expressionistischen Drucken fand 1947 statt Das Debut war vielversprechend, die geschätzten Preise wurden verdoppelt und mehr, Maximalpreise von bis zu 500 DM wurden erreicht, der Raum war ausgelastet.

Dort versteigert jemand die vom NS-Regime verbotene Kunst: Arbeiten der dt. Avangarde, die bis in die 1930er Jahre in einem Museum hängen, aber auch in den weltoffenen gehobenen Bürgertum. Jeder, natürlich auch die wenigen Händler, war anfangs recht desorientiert. Max Beckmanns Kupferstich "Selbstbildnis mit stiffem Hut" wurde im Kabinett Stuttgart bei 20 D-Mark sorgfältig abgerufen und bei 18 DEM weitergegeben.

Vieles von dem, was bisher gehamstert und verborgen war, erschien nun bei Ketterer, der nun vom Kunstexperten Friedrich Wilhelm Arntz betreut wurde. Bald darauf zog Arntz ins Kunsthaus Lempertz nach Köln, wo das florierende Geschäft in Stuttgart mitverfolgt wurde.

Er hatte die besten Beziehungen, war ein charismatisches Auktionshaus (noch keine Selbstverständlichkeit), das ein international besetztes Fachpublikum anlockte und für die damaligen Zeiten überragende Verkaufspreise errang. 1949 ging Emil Noldes "Mulattin" - von Nazi-Kunstkommissaren aus der Halle in den USA konfisziert und 1937 in der Schau "Entartete Kunst" ausgestellt - für 1800 DM in die USA.

Der 88-jährige Norbert Ketterer beschreibt in seinen Erinnerungen "Legenden am Auktionspult" (erschienen 1999) eindringlich, wie er Ferdinand Möller, Händler von beschlagnahmten und gestohlenen Werken, in seiner 1949 in Köln geöffneten Gemäldegalerie aufsuchte. Das Protokoll der Auktionen wird in der Galerie Henze-Ketterer in Wichtrach, Schweiz, von Frau Ingeborg Henze-Ketterer, und ihrem Mann Wolfgang Henze geleitet.

Die Eheleute beschäftigen sich mit Wünschen von Museumsbesitzern, Hinterbliebenen und verärgerten Eigentümern von vererbten Kunstwerken. 1960 widmet der "Spiegel" dem "Großen Auktionator", wie sich Norbert Ketterer in seinen Erinnerungen nennt, das Titelfoto und eine detaillierte Aufführung. In der Zwischenzeit musste Ketterer für seine Auktionen den Großen Rundfunksaal des Süddeutschen Rundfunks mieteten.

Gegen Ende 1962, nach seiner erneut besten Versteigerung, zog sich Norbert Ketterer aus dem Auktionsgeschäft zurück - auch aus Deutschland. Plötzlich hängt ein Hinweisschild an der Türe seines Ladens: "Kunstschrank für immer geschlossen". Ketterer war mit seiner Bücherei, seinen Gemälden aus dem Lager, nach Campione d'Italia aufgebrochen, einer italienischen Enklave im schweizerischen Kanton Bern, die sich nicht nur durch ihre wunderbare geographische Nähe, sondern auch durch einen außergewöhnlich günstigen Steuerstatus auszeichnete.

Von da an veröffentlichte Ketterer Kataloge, der Versteigerer war inzwischen Händler. Bereits seit 1955 war er als Verwalter des Nachlasses mit grosszügigen Vollmachten bestellt und die Arbeiten, die die Schweiz zuvor als feindliches Eigentum unter Zwangsverwaltung stellte, auf ein Depositar in Stuttgart übertragen worden. Ketterer hat von Campione aus die Arbeiten des Expressionismus mit viel Fingerspitzengefühl und bewussten Vermarktungsstrategien verwaltet und verkauft und in die von ihm betreuten Häuser und Kollektionen gebracht.

Ingeborg, Sohn von Ingeborg, studierte in Berlin und München und traf dort ihren zukünftigen Ehemann Wolfgang Henz und gründete mit ihm 1970 in Campione eine Kunstgalerie für Gegenwartskunst. Unter anderem hat er das maßgebende Wissenschaftsarchiv der Firma Kirche aufgebaut. Wie seine Ehefrau und sein Schwäger Günther ist er Mitglied des Vorstandes der Ernst Ludwig Kirche in Davos, die 1982 auf Veranlassung von Norbert Ketterer und dem Bernischen Versteigerer Eberhard Kornfeld ins Leben gerufen wurde.

Natürlich wurde dies noch mehr durch das unermüdliche und durchaus profitable Engagement der Unternehmerfamilie Ketterer erreicht. Diese Aufgabenstellung, die er sich sowohl für Kirchners als auch für andere Kunstschaffende gestellt hat, hat Wolfgang Henze einmal prägnant und zutreffend beschrieben: "Die Gallerie unternimmt langfristige und nachhaltige Anstrengungen. "Klingt simpel, erfordert aber viel Geschick, ein gutes Netzwerk, nicht zu vergessen eine anerkannte und überdurchschnittliche Wissensposition im Kunstgeschäft.

Zum Beispiel, wenn es um Diskussionen geht, die für eine mögliche Rückgabe von Bedeutung sind, um heikle Fragestellungen und Deutungen, wie die Entstehung eines Kirchner-Gemäldes ("Dünen und Meer" von 1913), das heute ( "noch") im Museum Bern liegt. Mit etwas Zeitverzögerung, aber gleichzeitig mit seinem jüngeren Mitbruder Roman Norbert, hat sich Wolfgang Ketterer (geb. 1920) auch im Kunst- und Auktionsgeschäft schnell einen festen Platz erobert.

Es waren zwei ungeheuer kräftige Personen, die zu wenig erbaulicher Spannung und zu Wolfgang's Rücktritt aus dem Kabinett führten. Trotzdem verstanden sich die Gebrüder bis zum Tode von Norbert im Jahr 2002 sehr gut. 1966 zog Wolfgang Ketterer nach München und gründete eine eigene Werkstatt im Studio der damals noch in privater Hand befindlichen Villette.

Bereits die erste Auktion 1968 war ein Erfolg, nicht zuletzt, weil der Ketterer in der Kunstszene bekannt war und Wolfgang bereits gute Beziehungen und ein länderübergreifendes Netz hatte. Obwohl die präkolumbianische und südafrikanische Malerei kein enormes Umsatzwachstum verzeichnete, zog sie spezialisierte Kunstsammler aus aller Herren Länder an und steigerte das Ansehen des Auktionshauses erheblich.

Daß Wolfgang auch seinen großen Presse-Auftritt - 1971 auf dem Titelbild des ZEITmagazin - bekommen hat, ist einleuchtend. Im Jahr 1989 hat er mit der Uebernahme des Buch- und Kunstauktionshauses Dörling in Hamburg Fuss gefasst. Heutzutage werden dort von seinem Vater Robert die alten Hefte, Karten und Drucke ersteigert. Der begnadete Autor Wolfgang Ketterer war ein begabter Autor mit viel Augenmaß und Wissen.

Der Unerschrockene unter den Angestellten profitierte von seinem Wissen, seiner Kunst und der internationalen Ausrichtung des Museums, vor allem vom direkten Austausch mit den Kunstsammlern, den Kuratoren großer Kollektionen und den Pilgern. Es war etwas ganz Spezielles, und die Zahl der Ketterer-Absolventen, die sich mit Erfolg selbständig gemacht haben, ist lang.

Aus aller Herren Länder kamen Akteure des Kunstgeschäfts zur Auktion. Bereits 1959 hatte übrigens Norbert Ketterer einen Anschlag unternommen und ein Handy auf den Auktionstisch gelegt. Wolfgang Ketterer wurde mit ungläubigem Staunen und sogar Verspottung empfangen, als er seine Auktionen weit früher als alle seine Mitarbeiter per PC veranstaltete und zum ersten Mal mit einem digitalen Protokol auftrat.

Er wußte es besser und liess sich nicht abschrecken. Wolfgang's Soehne Roman, Philipp und Robert hatten bereits in jungen Jahren im vaeterlichen Betrieb gearbeitet und waren mit allen Aspekten eines Auktionshauses bestens bekannt. Im Jahr 1991 gründet Wolfgang mit ihnen eine Kommanditgesellschaft. Seit 1997 ist sein Vater Robert, der das Unternehmen allein leitet - Teamplay, auch mit Geschwistern, paßt nicht in das Muster eines Ketterer Sprosses -, Wolfgang Ketterer war bis zu seinem Tode im Jahr 2009 ein versierter Ansprechpartner, der es anscheinend recht einfach fand (was man nie gedacht hätte), die Sache aus der Distanz zu sehen und ohne jegliche Vorrechte zu erörtern.

Die Versteigerungslandschaft in Deutschland hatte sich mittlerweile stark gewandelt. Die Lempertz in Köln, Hauswedell & Nolte in Hamburg hatten sich nach'45 zunehmend der Modernität und den Künsten zuwendet. Die weniger profitablen Bereiche Afrikas, präkolumbianische Art, Jugendstil und Gestaltung wurden geschlossen. In der Filiale Hamburg fand die Versteigerung statt, für die großen Münchner Versteigerung wurden Bankfoyers anmiete.

Robert Ketterer spürte wie alle anderen die Auswirkungen der Finanzkrise - aber auch, nach einem überraschend kurzen Schock, ihre spektakuläre treibende Kraft auf den Kunstmarkt: Die Bereitschaft zu investieren und die Kurse stiegen in einer Zeit restriktiver Banken- und Zinssatzpolitik rapide an, und das Angebot an aussichtsreichen Anlagen hat sich verringert. Heute ist die Künste ein anerkanntes Element eines klugen Portefeuilles.

Zusammen mit seiner Ehefrau Gudrun hat er die Firma an die Spitze der Rangliste der Auktionshäuser für Altmeister, Modern und Contemporary Art gebracht. Die von Ketterer verfolgte Strategie, das eine oder andere Werk zu kaufen und auf eigenes Risiko zu ersteigern, macht sich im Akquisitionswettbewerb, der Achillessehne des Auktionshauses, bezahlt. Ketterer ist "zuversichtlich" für die weltweite Marktentwicklung.

Die " professionelle und ehrliche Behandlung dessen, was uns allen am Herzen liegt, die zukünftige Kunst", ist für ihn besonders wichtig. Natürlich nicht nur für die zweite Ketterergeneration. Aprils 2017, Ausstellung mit rund 40 Werken von Künstlern wie Norbert Bisky, Willi Baumeister, MAx Beckmann, Katharina Grosse, Gustav Klimt, Heinz Mack, Otto Müller, Gabriele Münter, Emil Nolde, Wassily Kandinsky, Max Liebermann, Anselm Reyle, Pierre Soulages, Andy Warhol und Zao Wou-Ki.

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