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Der NS-Staat diffamierte mit dem Begriff "entartete Kunst" unangenehme Künstler. Viele Beispielsätze mit "kunstverzeichnis" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen. Das Haus - Zentrum für zeitgenössische Kunst - Kontakt. Kunstverzeichnisse im öffentlichen Raum Weitere Informationen. von Giacometti, Erich Heckel, Max Pechstein und Andy Warhol, die nicht auf der Website der VG Bild-Kunst aufgeführt sind.

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Aufgeteilt ist die Auflistung der deutschen Museen in die einzelnen Länder. Damit Sie sich rasch und gezielt zurechtfinden, sind für jedes Land die Museen der grössten Metropolen aufgelistet. Im Kunstmuseumsverzeichnis sind derzeit nur die deutschen Museen verzeichnet, in der Folge werden auch schweizerische und österr. Museen aufgenommen. Sollte ein Museum in der Auflistung fehlen, wenden Sie sich bitte an uns oder nutzen Sie das Anmeldeformular für Museen.

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Nun online: Die Datenbank "Entartete Künste

Die vollständige Werkliste der 1937 in Deutschland konfiszierten "Entarteten Kunst".

Homepage der Degenerate Art Database Seit dem 22. September steht die Degenerate Art Database allen Nutzern im Netz kostenlos zur Verfuegung. Es ist das Resultat jahrelanger Forschung des Forschungszentrums "Entartete Kunst" am Kunstgeschichtlichen Seminar der FU Berlin. Ein Wissenschaftlerteam um den Kulturhistoriker Andreas Hüneke rekonstruierte unter der Regie von Prof. Dr. Klaus Krüger die Beschlagnahmungsaktion bis ins kleinste Detail.

Die nationalsozialistische Kampagne "Entartete Kunst" begleitet die Künstlerin seit 40 Jahren. Seit 2005 führt eine multirelationale Datenbasis (MuseumPlus) eine vollständige Liste aller beteiligten Arbeiten. Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf das Schicksal der konfiszierten Arbeiten bis zu ihrem jetzigen Ort - eine komplexe und politische Suche nach der verlorenen Kultur.

Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott (Dekanin des Fachbereiches Geschichts- und Kulturwissenschaft der FU Berlin) und Prof. Dr. Klaus Krüger (Leiter der Forschergruppe "Entartete Kunst" an der FU Berlin) bei der Feierstunde anläßlich der Aktivierung der Datenbasis im Netz am Freitag, 24. Mai 2010 Die Datenbasis wird von Experten seit längerem mit Spannung erwartet. n. Chr.

Für das Museumspersonal wird die Datenbasis ein unverzichtbares Instrument sein, insbesondere im Zusammenhang mit der von Kultusminister Bernd Neumann geforderten Verstärkung der Herkunft. Mit der Publikation der Datenbasis soll auch die Öffentlichkeit wieder über die bis heute verlorenen Werke und über unbekannte Künstler informiert werden.

Andrzej Hüneke (links) und seine Besucher am Samstag, den 22. Mai 2010. Mit der Beschlagnahme der "entarteten Kunst" erhielt Joseph Goebbels, von ihm gegründeter Minister für Volkspropaganda und Vorsitzender der von ihm errichteten Kulturkammer des Reiches, im Frühsommer 1937 eine Anweisung zur ersten Beschlagnahmung: "Auf ausdrückliche Ermächtigung des Führer bevollmächtige ich den Vorsitzenden der Reichskunstkammer, Prof. Ziegler, München, seit 1910 im Besitz des Reiches, der Länder und der Gemeinden befindliche deutsche Verfallskunstwerke für die Durchführung einer Werkschau auszusuchen.

"Wie das Dekret besagt, wurde der Künstler und Akademieprofessor Adolf Ziegler, der seit 1936 Vorsitzender der Reichskunstkammer war, mit der ersten Beschlagnahmung beauftrag. Er besuchte mit einem Fünf-Personen-Auftrag 32 Kollektionen in 23 Großstädten und beschlagnahmte fast 700 Arbeiten für eine große Frauenausstellung, die mittlerweile legendäre Schau "Entartete Kunst" in München.

Bereits kurz nach der Ausstellungseröffnung in München am 19. Juni 1937 unterzeichnete Hitler das zweite Dekret zur endg. Diesmal bereiste er mit seinem Auftrag im Sommer 1937 74 Orte und konfiszierte mehr als zwanzigtausend Werke in 101 verschiedenen Kunstmuseen.

Es waren 1400 Teilnehmer von der Handlung berührt. Dann war die Avantgardekunst in Deutschland nahezu aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden. Das beschlagnahmte Werk wurde in einem Sammellager in der Berliner Köpenicker Strasse aufbewahrt. Die Reichskunstkammer beauftragte im Aug. 1937 den kunsthistorischen Mitarbeiter Rolf Hetsch mit der Erschließung und Bestandsaufnahme der konfiszierten Arbeiten.

Zuerst erstellte er eine Auflistung in der Rangfolge, in der die Pflanzen in Berlin ankamen und die Bestandsnummern - jetzt EK-Nummern genannt - wurden. Dies führte zur Schaffung des zentralen Verzeichnisses "Beschlagnahmte Arbeiten - nach Museum geordnet". Es wurde im Frühling 1938 beschlossen, die "entartete" Künste gegen Geld ins Ausland zu veräußern.

Hitler verordnete im Jahre 1938 als Vorbedingung für die rechtmäßige Ausbeutung das Recht, die konfiszierten Arbeiten entschädigungslos zu beschlagnahmen. Während die Kampagne "Entartete Kunst" zunächst in die Zuständigkeit der Reichskunstkammer fielen, war das Volksaufklärungs- und Propagandaministerium und in diesem Fall die Hauptabteilung für "Ausbeutung" verantwortlich.

Diese NS-Inventarisierung ist der Startpunkt der Recherche von Andreas Hüneke für das vorliegende vollständige Nachschlagewerk. Im Vicoria & Albert Museum (London) erschien erst 1997 ein Adressbuch, das Andreas Hüneke ab 1941/42 als Gesamtinventar ausweisen konnte. Sie entstammt dem Besitz des Künstlers Harry Fischer und ist daher nach seinem Nachnamen " Harry Fischer List " benannt.

Die Bestandsaufnahme von 16.558 konfiszierten Werken - damals ein logistisches Meisterwerk. Ungeachtet des offensichtlichen Ziels der Vollzähligkeit fehlt der Eintrag von nachgewiesenen konfiszierten Werken; Grafikmappen und Werkbände werden in der Regel nur unter einer EG-Nummer aufgeführt, so dass nicht alle Gegenstände individuell erfaßt werden. Teilweise sind nur die Gewichte der konfiszierten Arbeiten aufgeführt, z.B. für die Hanse-Universität Hamburg unter der EG-Nummer 13893: "7 kg Zeichnung und Klebearbeiten".

Darunter sind fotografische Bilder, Verweise auf Depotlager, eine mögliche Aufnahme in eine der Frauenausstellungen von 1933 sowie ausführliche Verweise auf die "Ausbeutung" durch die Händler und deren weiteren Einsatz. Für die sachgerechte Verarbeitung dieser Datenmenge wird das komplette Verzeichnis in einer multi-relationalen Datenbasis (MuseumPlus) gespeichert. Neben dem Zweck, Werke zu dokumentieren, bietet die Sammlung somit auch lebendige Informationen über die Sammlungshistorie der einzelnen Sammlungen, die Herkunft der Werke, die Kunsthandelsgeschichte und das Schaffen der beteiligten Kunstschaffen.

Ausschnitt aus der Harry-Fischer-Liste, 1941/42 mit Informationen zur Beschlagnahmung von Ernst Barlach Holzs "Das Wiedersehen": Für die kommenden Jahre ist eine Ausweitung auf die Künstler, die Vergeltungsmaßnahmen gegen sie, den Weltkunsthandel und die involvierten Akteure vorgesehen, so dass die Datenbasis auch eine umfangreiche und differenzierte Quelle für Informationen über die organisationalen und weltanschaulichen Zusammenhänge der Kampagne "Entartete Kunst" und über die Aufnahme der Kunstmoderne in die politische Unruhe des zwanzigsten Jahrtausends sein wird.

Blick in die Datenbasis in ihrer Arbeitsfassung mit Informationen zur Beschlagnahmung von Ernst Barlachs Wald "Das Wiedersehen" Forschungszentrum "Entartete Kunst" Das Forschungszentrum "Entartete Kunst" wurde Ende 2002 auf Veranlassung der Ferdinand Möller Stiftung an der FU Berlin unter der Federführung von Prof. Dr. Uwe Fleckner ins Leben gerufen.

Im Rahmen seiner Berufung an die Uni Hamburg im April 2004 gründete er dort eine Niederlassung mit einem eigenen Schwerpunkt. Prof. Dr. Klaus Krüger ist seit 2007 Leiter der Forschungseinheit in Berlin. Zusätzlich zur Vermittlung und Veröffentlichung eigener Publikationsreihen widmet sich das wissenschaftliche Personal einzelnen Projekten aus dem Themenfeld seiner Forschung. 2009 nahmen sie auf Vorschlag von Gerda Henkel und in Kooperation mit den Regisseuren Gisela Graichen und Peter Prestel an dem Videofilmprojekt L.I.S.A. teil und verfolgten in ihrem Vortrag das Schicksal eines geächteten Kunstwerkes.

Der Forschungsbereich "Entartete Kunst" ist ein langfristiges Drittmittel-Projekt und wurde bzw. wird von folgenden Institutionen gefördert:

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