Landschaftsmalerei

Landschaftsbild

Neben Historienmalerei, Porträtmalerei, Genremalerei und Stillleben ist die Landschaftsmalerei ein Genre der figurativen Malerei. Auch der Begriff "Landschaft" stammt aus dieser Zeit. Viele Jahrhunderte lang war die Landschaftsmalerei eine der wichtigsten Gattungen der Kunst. Es ist schwierig, den Beginn der Landschaftsmalerei zu definieren. Die Landschaftsmalerei ist in der europäischen Kunst erst seit der Renaissance als eigenständiges Genre nachweisbar.

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Neben Historienmalerei, Porträtmalerei, Genremalerei und Stilleben ist die Landschaftsmalerei ein Genre der figurativen Kunst. Landschaftsmalerei beinhaltet die Abbildung von Auszügen aus dem von der Umwelt und von menschlichen Händen bestimmt werden. Gegenstand des Bildes können konkretisierte und ideale Naturlandschaften von den Hügeln bis zum hohen Gebirge sein, zum Beispiel Meeresstücke, Bäche, Gebirgsseen und Gipfelgebilde oder die Meeresküsten.

Zeugen der Landschaftsdarstellung in der Gemäldekunst finden sich bereits im antiken Ägypten, in Mesopotamien und in Europa seit der antiken Zeit. Landschaftsmalerei ist ein wichtiger Bereich der schönen Künste Chinas und Japans, während die präkolumbischen Kulturkreise Südamerikas mit der Landschaftsmalerei nicht vertraut sind. Die islamische Kultur ist die Landschaftsmalerei im Kontext der hoch entwickelten Buchillumination von Persien und Indien (siehe Mogulkunst).

Der Name Landschaften hat seine Wurzeln im Althochdeutsch. Jahrhunderts war es der Ausdruck für alle Einwohner eines Staates, der später auf die Ständeversammlung eines Staates ausgeweitet wurde (vgl. Landschaftsverband). Im Renaissancestil wurde der Ausdruck Landschaften verwendet, um die Repräsentation eines Teils eines Naturraums zu beschreiben.

Jahrhundert wurde es im selben Kontext wie eine englische und niederländische Landschaftsmalerei genutzt. In romanischer Sprache entstanden die französischen und spanischen Paisajes gleichzeitig und mit der selben Aussage, während im Italienisch das englische pässe sowohl für eine echte als auch für eine im Bilde abgebildete Kulturlandschaft verwendet wurde.

Der Begriff Päsaggio, der heute im Deutschen eine Landschaft bedeutet, hat sich erst nach und nach etabliert. Erste Hinweise auf eine landschaftliche Darstellung kommen aus dem Gebiet der kretisch-mykenischen Kulturen. Es wurde auf Landschaftsbilder im Kontext mythologischer und historischer Motive hingewiesen. Die Pausanias berichten über Tafel- und Wandmalereien, in denen die Künstlerinnen und Künstler Landschaftsbilder mit linearer Perspektive und Schattenbildern bildeten.

Wandmalereien aus dem Grabmal des Taucher bei Poseidonia (Paestum) in Süd-Italien aus dem fünften Jh. v. Chr. zeigen Baum-, Bau- und Geländeform. Der Apollodor von Athen-Schüler von Herakleia erzählt uns, dass er sich mit der Repräsentation von Bild und Ton als Mittel zur Schaffung der räumlichen Tiefenillusion beschäftigt hat und dass er Idylle malt.

Im antiken Stadttheater wurden austauschbare Leinwände für das Bühnengebäude und das Proszenarium verwendet. In Griechenland setzte sich jedoch der Trend zur flächendeckenden Landschaftsgestaltung fort. Die Landschaftsmalerei im engen Sinne kann man erst zu Anfang des späten Mittelalters anführen. Hinweise auf Geländeformen oder Architekten im Bilde dient der Verortung der dargestellten Szene oder sind Träger von Bedeutung innerhalb des Gesamtkonzeptes eines Bilds und nicht der Repräsentation eines ideellen oder realen geografischen Raumes.

Ende des Mittelalters veränderte sich der Blick des Menschen auf die Umwelt. Das Bestreben, die Eigenart der Sachen der Natur so präzise wie möglich zu begreifen und in Bildern abzubilden, hat in der Kunst den Platz einer auf das Normale gerichteten Darstellung durch ihre Verkürzung eingenommen. Sie orientieren sich nicht mehr an den überlieferten Beispielbüchern, sondern versuchen durch präzise Betrachtung die Realität ihrer Zeit und ihrer Lebenswelt wiederzugeben.

Dies gilt nicht nur für die neue Sichtweise der Menschen, sondern auch für eine neue - ästhetische - Ansicht der Landschaften. Der Wunsch nach einem "systematischen" und rationellen Verständnis der Landschaften in einem Gemälde geht einher mit der simultanen Katastereinführung in den Gemeinden Italiens. Seit dem Ende des Mittelalters mit dem Wechsel zur niederländischen Rennaissance hat sich die Landschaftsdarstellung als Kulisse für eine malerische Erzählung herauskristallisiert.

Bei Kalendern und Stundenbüchern gibt es eine große Auswahl an landschaftlichen Darstellungen, sei es auf den Monatsfotos der Kalendern oder als Hintergrund von biblischen oder historischen Scenen. Die ersten Versuche, in der Raum- und Landschaftsgestaltung die Atmosphäre oder das spezielle Erscheinungsbild von Zeiten im Bilde abzubilden, sind der Zeit weit voraus.

In Italien wurden die Leistungen der holländischen Ölgemälde in ihren differenzierten Darstellungsmöglichkeiten von Lichteffekten und Stimmung durch die enge Handelsbeziehung zwischen Italien und den Niederlanden rasch bekannt und erprobt. Léonardo da Vinci:: Mit dem Anfang der italienischen Wiedergeburt und der von Vasari als Renascita gesetzten Restaurierung der Künste bereits in Zimabue ( ( nach 1302) und Giote (nach 1337), kam es zur bedeutsamen Wendung in der intellektuellen Geschichte, die mit der Entstehung des Individuums, einer neuen Vereinnahmung des Altertums und einer Wendung zur wissenschaftlichen Forschung in der ganzen Menschheit zusammenhängt.

Mit der von Brunelleschi und anderen gefundenen und geschilderten linearen Perspektive wurden auch für die Landschaftsmalerei neue Bedingungen für die Abbildung des räumlichen Raumes einer Landschaften auf einer Bildfläche erschaffen. Dabei kamen die technischen Mittel wie die Kamera oscura oder das Werkzeug zur perspektivischen Repräsentation zum Einsatz. Das bereits in der antiken Kunst beobachtete Luftbild wurde von den Künstlern, vor allem von Leonardo da Vincis, gezielt durchleuchtet.

In den Niederlanden entstandene Ölgemälde eröffneten neue Wege, die Wirkung von Raum, Stimmung und Luft- und Lichtphänomenen in der Landschaftsmalerei durch die brillante Farbbrillanz, die feinsten Farbverläufe, transluzente Glasuren und eine neue und grundlegende Auseinandersetzung mit dem Lichtschattenspiel im Malerei.

Die goldenen Böden der mittelalterlichen Heiligtümer wurden mit der frühen Renaissance schließlich durch Landschaftsbilder abgelöst, zunächst wie bei Giottos, als szenische Komposition von Einzelmotiven, später als einheitliche Kulisse. Jahrhundert entwickelte sich ein neuer, bisher unbekannter Natursinn im Norden der Alpen. In den Aufnahmen der Danube School bekam die Umwelt einen eigenen Status; Studien der Umwelt ohne menschliche Darstellungen sind keine Ausnahme.

Die erste rein rassige Landschaftsmalerei ohne Figur ist das Gemälde von Albrecht Altdorfer, einem Donauschüler um 1522. Aus Nordeuropa stammen die frühen Exemplare der Reproduktion einer Betonlandschaft - des Genfersees - Der wunderschöne Fishzug von Conrad Wagner - oder eine realistische Repräsentation von sich bewegendem Gewässer auf den Christushoros desselben Künstlers, die um 1435 entstand.

Bei Piero della Francescas Montefeltro-Diptychon blickt der Beobachter aus der Luft auf eine weitläufige, helle Umgebung, in der sich Portrait und Landschaften auf verschiedenen und unzusammenhängenden Ebenen wiederfinden. Auch Leonardo da Vincis ( " 1519"), der auch die erste rein landschaftliche Zeichnung anfertigte, zeigte nicht die wahre Beschaffenheit als Hintergrund für einige seiner Bilder, wie die Madonna des Felsens, die Mona Lisa oder die Anna Selbdritt, alle im Pariser Louvre. 2.

Es handelt sich hierbei um eine Übersicht über die elementare Erscheinung der Natur: Boden, Gewässer, Felsen und Lüfte, nah und fern, Hitze und Kälter. Antonello da Messina ( 1479), der um 1475 in Venedig war, wird als Mittler der niederländischen Malerei in Venedig angesehen. Dürers Holzschnitte waren auch für die Landschaftsdarstellung der venezianischen Künstler von Bedeutung, während seine Landschafts-Aquarelle von seiner Italien-Reise nicht veröffentlicht wurden und allein wegen ihrer Arbeit szeichnung keine Öffentlichkeitswirkung hatten.

Für die Venezianer Bellini, Giorgione und Tizian entwickelte sich die für die venetische Kunst typische Verbindung von Figur und Land, Helligkeit und Farben zu einer atmosphärischen Einheit von Poesie und Lyrik. Um 1515 schuf Giorgione das erste Gemälde mit einem Unwetter, in dem die Gestalten an den Bildrand geschoben werden und die Landschaften zum Gegenstand des Bildes werden.

Jahrhundert blühte in den Niederlanden erstmals die Landschaftsmalerei auf, die mit den Bezeichnungen Joachim Patinir, Gerard David, Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel verbunden ist. In Breughels Gemälde Fall des lkarus 1558 ist auch das aktuelle - sagenumwobene - Thema an den äußeren Rande geraten, zugunsten der Repräsentation einer breiten Kulturlandschaft im Lichte der morgendlichen Sonne, zu deren harmonischer Harmonie auch der aktive Mensch zählt.

Am Ende des XVI. Jh. führten die Carracci unter dem Einfluß venezianischer Gemälde zu einer Neugründung der Landschaftsrepräsentation in Bologna. Sein Malstil hatte großen Einfluß auf seine römische Kollegen und, was die Landschaftsmalerei betrifft, besonders auf Nicolas Poussin und Claude Lorrain.

Jahrhunderts beschränken sich die Landschaftsbilder in der Wandmalerei und den Fresken auf den Untergrund. In Rom entwickelte eine Malergruppe um Adam Elsheimer aus Frankfurt die Landschaftsmalerei. Seine Spezialität waren die idealisierten Landschaftsbilder, in denen ausgesuchte Teile der realen Landschaft zu einer idealen Landschaft zusammengesetzt werden.

Auf einem kupfernen Grund voller kleiner Einzelheiten gemalt, bereichert mit mythischen oder Bibelszenen, die durch eine Metallfarbe gekennzeichnet sind, entstehen bei ihm kleinteilige Landschaftsaufnahmen. Die Verwendung verschiedener Leuchtmittel im Bilde, zum Beispiel in seinem bekannten Nachtwerk The Flight to Egypt von 1609, ist ein unverzichtbares Mittel für die Wirkungsweise seiner Natur.

Von grundlegender Wichtigkeit für die Landschaftsmalerei von Nicolas Poussin und Claude Lorrain waren die Werke von Anibale Carracci, Adam Elsheimer und Paul Brils. Als Heldenlandschaften werden Malereien bezeichnen, die nach strikt rationalem Prinzip gebaut sind, deren idealistische Szenerie in ein sanftes Tageslicht gehüllt ist, deren Architektur aus der Klassik stammt und deren Gestalten bevorzugt aus der alten Sagenwelt oder der Bibelwelt kommen.

Hauptrepräsentant dieser Landschaftsmalerei war der seit 1624 in Rom ansässige Franzoeser Nicolas Poussin. 2. Zweiter herausragender Maler in Rom war Claude Lorrain, der auch aus Frankreich stammt und dort seit 1613 lebt. Auch Lorrains Gemälde, die auf rationellen Gestaltungsprinzipien beruhen, mit ländlichen oder biblischen Mitarbeitern als Staffage-Figuren, dem charakteristischen Holzrepoussoir oder der alten Architektur, die oft den Anblick eines im Schein der Abend- oder Vormittagssonne schimmernden Meeres eröffnen, werden wegen ihrer fröhlichen Grundhaltung als idyllische, arkadische Landschaft bezeichnet.

Die beiden Künstler gelten als Modelle für die klassische Landschaftsmalerei und für die Landschaftsmaler des neunzehnten Jahrhunderts. Jahrhunderts wurde dieser Ausdruck für dramatische Landschaftsbilder und Hochgebirgsbilder verwendet. Dagegen widmete sich Poussins Schwäger Gaspard Dughet der Reproduktion von realen Landschaftsbildern aus der Campagna und der Umgebung von Campagna, während der neapolitanische Schriftsteller Rosa eine Präferenz für malerische und fantasievolle Landschaftsbilder ausübte.

Jahrhunderts wurde die bis dahin nur mythologische oder historische Szene zum Thema. Begleitet wurde das Landschaftsinteresse von einer grundlegenden Neigung zur Beobachtung und Erforschung der Umwelt, dem Aufschwung der Kartographie, der durch das Wachstum des niederländischen Außenhandels, der gesicherten Bewältigung der perspektivischen Repräsentation und dem Fortschritt in Naturwissenschaft und Technologie, durch den neue Hilfen zur Verfügung standen, stark nachgefragt wurde.

Auf dem Gebiet der Kartographie und Volksvermessung arbeiten Mathematik ern und Geodäsie (Landvermesser), Kartographen, Kunstmaler und Graveure mit. Karten der Zeit werden oft von Veden begrenzt, einem berühmten Beispiel für Jan Vermeers Malallegorie. Die Land- und Seekarte wurde von den selben Druckereien herausgegeben wie die Reproduktion von Landschaftsbildern in Kupferstich oder Radierung.

Für die schnelle Ausbreitung der niederländischen Landschaftsmalerei in Europa war der Reproduktionshandel ausschlaggebend. In Flandern lassen sich die Ursprünge der Landschaftsmalerei als eigenständige Gattung mit den Landschaften der Welt von Patinier verknüpfen, in denen die Landschaftsmalerei das Hauptmotiv und nicht die Figur ist. Neben Bildern wie den Jahren oder dem Sturz des Karus schuf Pieter Brueghel auch naturgetreue Zeichnungsarbeiten.

Jacob van Ruisdael und Aelbert Cuyp, die großen Maler des ausgehenden XVII. Jh., zeigen sowohl in der Bildkomposition als auch in der Beleuchtung der Gemälde die italienischen Vorbilder. Ruisdels oft triste und melancholische Landschaft mit ihren drastischen Wolkengebilden, sterbenden Wäldern und fallenden Stürzen wird zum Ausdruck subjektiven Empfindens, ein Anlass für die große Anerkennung seiner Gemälde durch die Romantik.

Die idealisierten Motive von Cuyp hingegen sind von einer fröhlichen, seelsorgerischen Atmosphäre, einem Reichtum an Wärme durchdrungen. Eines der bekanntesten und meist wiedergegebenen Gemälde der niederländischen Landschaftsmalerei ist seine Avenue of Middleharnis von 1689 - Gemälde in den Süd-Niederlanden, wie Rubens in seinen Vorjahren.

Seit 1640 widmet sich Rembrandt in seinen Kupferstichen verstärkt der Landschaftsmalerei. Obwohl das Sammler- und Liebhaberinteresse an der Landschaftsmalerei im Laufe des achtzehnten Jahrhunderts nachließ, stieg die Forderung nach topographisch präzisen Abbildungen einiger Ortschaften. Als Landschaftsmalerin kultivierte Guardi das Gattungsgebiet des Capriccio, eine Landschaft aus erfundenem und realem Teil zu einer idealen Komposition.

Kennzeichnend für die damalige französiche Gemäldekunst sind die filigranen und leichten landschaftlichen Hintergründe in den Gemälden von Watteau und Fragonard. Die Landschaftsmalerei basierte im England des achtzehnten Jahrhundert oft auf italienischen Vorbildern, insbesondere auf Claude Lorrain. Nach seinem Romaufenthalt malt Richard Wilson atmosphärisch anmutende, wehmütige Landschaftsbilder, ebenso wie John Robert Cozens, der eine Neigung zum idyllischen Arcadian hatte.

Gegen Ende des achtzehnten Jh. entwickelten die Maler ein großes Interesse für das Erhabene in der freien Wildbahn. In bewusster Abgrenzung zum französischen Architekturgarten entstand in England eine neue Kunst, deren Baumeister sich an den Landschaftsbildern von Lorrain und Poussin orientieren und die Grenzen zwischen Gärten und offener Umgebung verwischen.

Adrian von Buttlar sagt: "Gartenszenen werden nach den Spielregeln der Landschaftsmalerei mit Masse, Raum, Farben, Glanz und Dunkelheit sowie Repoussoiren umrahmt. Die Hauptrepräsentanten dieser Gartenart waren William Kent (1664-1748), Lancelot Brown (1715-1783) und William Chambers (1723-1796). Die Paradigmenwende der Modernität wird nicht zuletzt in der Abbildung der Landschaften ersichtlich.

Kunstschaffende wie Gustave Courbet lehnten die traditionellen Grundsätze und Regeln der Kunst ab, wie sie seit der Rennaissance an Kunsthochschulen entwickelt worden waren, und wandten sich neuen Motiven aus dem Bürgermilieu und der Welt der Arbeit zu. Aus der braunen "Akademie" der Bilder ist nichts mehr geworden, sowohl die Perspektivdarstellung als auch eine mimische Imitation der natürlichen Gegebenheiten wurden abgetan.

In Cézannes Sinn wird das Gemälde nicht mehr als Weltfenster wahrgenommen, kein plastischer Platz wird auf der flachen Oberfläche gefälscht, sondern das Gemälde ist ein flächiges Spielfeld, in dem die Reihenfolge der Form und Farbe von Bedeutung ist. Die Bildwelt selbst ist eine Parallelwirklichkeit zur Realität der Erde und nicht ihre Darstellung.

Zum Ende des letzten Jahrtausends sind die Tendenz zu einer objektiven Interpretation der Umwelt und die Beherrschung der eigenen Schrift, wie sie sich in den Ausdruckslandschaften eines van Gogh ebenso widerspiegelt, wie die zunehmende Vielfältigkeit der künstlerischen Sichtweisen, die für die modernistische Kunst charakteristisch ist. Anfang des neunzehnten Jahrhundert interessierte sich die Öffentlichkeit zunehmend für die Landschaftsmalerei.

Inspiriert von Jean-Jacques Rousseaus Texten, in denen eine neue Empfindsamkeit für die Umwelt und ihre Auswirkung auf den emotionalen Zustand des Menschen zu sehen ist, betrachteten Poeten und Romantiker die Umwelt als eine Quelle leidenschaftlicher Gefühle und einer metaphysischen Ausdehnung. Nachdem traditionelle Gewissheiten des Glaubens im Zeichen der Erleuchtung in Frage gestellt wurden, suchte ein Gemälde wie Caspar David Friedrich eine transzendentale Beziehung in Form von Beziehung zu den Landschaften.

Sein Tetschenaltar von 1808, der in der Literatur und Philosophie eine intensive Grunddebatte über eine eventuelle kirchliche Aufgabe der Landschaftsmalerei ausgelöst hat, wird hier als exemplarisch angesehen. Die romantischen Landschaftsmotive sollen emotionale Vorgänge auslösen, eine visuelle Magie, die einen innerlichen Austausch zwischen Zuschauer und Abbild herbeiführen soll. Diese basierten auf den Modellen der beiden älteren Modelle Claude Lorrain und Point of Sale, da selbst keine Landschaftsaufnahmen aus der Vorzeit bekannt waren.

In ihren Gemälden sehen diese Künstler die Aufgabenstellung, ein ideales Weltdesign im Sinn einer Erweckung des alten Geists sichtbarmachen. Romantische Malerei wirkte sich auf die Landschaftsmalerei in England und den USA aus. Gemälde wie William Blake und Turner teilen Friedrichs Interessen an einer symbolträchtigen Ladung von Land.

In seinen zahllosen Landschaftszeichnungen und seinen ausdrucksstarken und farbenfrohen Bildern erforscht Turner die Wirkungen von Beleuchtung und Räumlichkeit. Auch in den USA verwiesen die Künstler der Schule auf die deutschsprachige Romantik. Anfang der 1930er Jahre zeigten Künstler in England, Deutschland und Frankreich ein wachsendes Interesse an realistischer Darstellung der Landschaft.

Beispielhaft für England sind Richard Parkes Bonington und John Constable mit seinen Landschaftsmotiven und Wolkengemälden, für die Schweiz Johann Gottfried Steffan und für Deutschland der als eine der ersten industriellen Landschaften gemalte Künstler Adolf Menzel oder Karl Blechen mit seiner Abneigung gegen romantisch-emotionalen Luxus und seiner Bevorzugung für großzügige Licht- und Farbwirkungen in der freien Natur. Aber auch für die Schweiz gibt es einiges zu entdecken.

Unter dem Einfluss der französichen Freiluftmalerei entstanden gegen Ende des 20. Jh. Biedermeier-Künstler wie Karl Spitzweg oder Gemälde wie Hans Thoma, Wilhelm Leibl oder Fritz von Uhde. Als einer der ersten Pleinair-Maler verfeinert Camille Corot die Wiedergabe von Helligkeit und Stimmung in seinen Gemälden, bleibt aber bei der Gestaltung der idealen Landschaft, während der realistische Charakter eines Gustav Courbet das Abstoßende und Hässliche in seinen Gemälden nicht auslässt.

Nach holländischer Überlieferung steht der Düsseldorfaner Künstler J. Metzler, der fast alle wichtigen niederrheinischen Landschaftsbilder malt. Das Barbizon-Gymnasium, dessen Angehörige ins Grüne zogen und dort ihre Gemälde bemalten, anstatt - wie bis dahin gewohnt - Zeichnungen aus der freien Wildbahn im Studio anzufertigen, hatte einen außergewöhnlich großen Einfluß auf die Gemälde der nächsten Generationen, vor allem auf die im Impressionismus.

Es war das Anliegen der Künstler von Barbizon, die natürliche oder betonierte Umgebung mit all ihren verschiedenen Lichtsituationen realitätsnah und sachlich darzustellen. In der impressionistischen Kunst wurde die Farbe leicht und leicht, geprägt durch das Spiel des Lichtes mit der Materie. Der berühmteste Repräsentant dieser Gemälde ist Claude Monet. Das Spektrum der Untersuchung des Phänomens Landschaften erstreckt sich von den späten impressionistischen Aufnahmen eines Liebermanns oder Slevogts, den französischen Fischern, der Suche nach unberührter Landschaft in Exotenländern bei Gauguin, Pechstein, Nolde oder Kirchner,

von Gerhard Richter oder Helmut Ditsch, die melancholische Ölgemälde von Fritz Lattke und Werke von Anselm Kiefer, der in seinem Gemälde das Märkische Reich - in der mit Brandenburger Sandfarbe bestreuten Ölgemälde, Ortsbezeichnungen von Fontanes Streifzügen durch die Brandenburger Marsch. Genauso vielfältig ist die Palette der Landschaft im weitesten Sinne in den USA.

Abstrakte Expressionisten wie Clyfford Still oder Jackson Pollock lassen in ihren Gemälden mindestens die Grösse und das Charisma einer sublimen Natur erkennen. Das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei und Photographie ist mannigfach. Andere, wie Ansel Adams ( 1984) in seinen Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Rocky Mountains, verwendeten eine bildhafte Ästhetik der romantischen Gemälde, während Jeff Wall von Zeit zu Zeit von Modellen und Bildnarrativen aus der Geschichte der Kunst inspiriert wurde.

Weitere mischten sich in bestehende natürliche oder kulturelle Landschaften ein, wie Beuys, von denen es auch einige Landschaftsaquarelle gibt, mit seinem Vorhaben 7000 Oaks in Kassel im Rahmen der Dokumenta 7, oder Christo und Jeanne-Claude, die im Berower Parc in der Schweiz Baumstämme packten, hat dem Central-Park in New York eine seltsame Poesie gegeben, indem er ihn mit orangenen Stoffen und dem amerikanischen Landkünstler Robert Smithson ( 1973) markiert hat, der seinen Spiral Jetty in den Great Salt Lake in Útah investierte und ihn anschliessend der Arbeit der Natur vermachte.

Die Landschaftsmalerei nimmt in der ostasiatischen Region einen sehr hohen Stellenwert ein. Jh. wurde sie in den einfarbigen Kunstwerken des elften und zwölften Jh. weiter entwickelt (Fan Kuan, Gu? X?, Xu Daoning). Die literarische Malerei florierte ab dem dreizehnten Jh. und sah die Landschaftsmalerei als eine Art des Ausdrucks der Selbstdarstellung.

Die Landschaftsmalerei hat sich in Japan zwischen dem achten und elften Jh. aus der Buddhismusmalerei entwickelt; die Tuschelandschaften der Mönche ( "Minsho", "Shiubun", "Sesshu Toyo") aus dem vierzehnten bis sechzehnten Jh. können noch als Zeichen des Zens gesehen werden. Jh. wurde die Landschaftsmalerei zu einer eigenständigen Kunstform in einem nachdrücklich dekorativen Stile.

Eine bekannte Künstlerin war Utagawa HIROSHIGH, die am Ende der Edo-Periode mehrere Farbholzschnitte mit Japanern anfertigte. 5] Die Japaner kennen verschiedene Worte, die die visuelle Repräsentation von Landschaftsbildern beschreiben. Zunächst einmal Japaner ??? Fukeiga (Landschaftsmalerei[6]) versus Japaner ??? ??? (Blumen- und Vogelmalerei[7]) und Japaner ??? Sansui-ga (Landschaftsmalerei).

Fuji, Farb-Holzschnitt, Japan China 19th century, Korea 13th century, Nils Büttner 16th century: History of landscape painting. Hirmer, München 2006, ISBN 3-7774-2925-2. land. Mit der ISBN 3-476-01657-9, S. 617-695 Norbert Schneider: Landschaftsmalereigeschichte - vom späten Mittelalter bis zur Romantis. Wissenschaftsbuchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-89678-672-2 Erich Steingräber: Zweitausendjährige Landschaftsmalerei in Europa.

Hirmer, München 1985, ISBN 3-7774-3570-8 Wolfgang Klien: Der Triumph der Landschaftsmalerei eine Geschichte der Landschaftsmalerei in Europa. Norbert Wolf: Landschaftsmalerei. Niederländische Gemälde des XVII. Jh. In Dumont, Köln 1998, ISBN 3-7701-4445-7 Oskar Bätschmann: Distanz der Dinge. Landschaftsgemälde 1750-1920 DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2193-7 Nils Büttner: Die Invention der Landschaften.

Kosmografie und Landschaftsmalerei im Alter von Bruegel. Adler von Buttlar: Der Garten, Kunst des Gartens der Klassik und des Romantizismus. Landschaftsgemälde von Brueghel bis Korinth. Barka Eschenburg: Landschaften in der deutschsprachigen Kunst - vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München, 1987, ISBN 3-406-32044-9 Uta Feldges: Querformat als Topographie. Die Wiederaufnahme der Landschaftsmalerei in Siena.

Das Landschaftsbild der frühneuzeitlichen Niederlande im geografischen und malerischen Diskutiert. Fink, München 2011, ISBN 978-3-7705-5043-2 Götz Pochat: Abbildung und Motiv. Geschichtliche Auslegung der Landschaftsmalerei von der Altertumsmalerei bis zur Wiedergeburt. Die Gruyter, Berlin 1973, ISBN 3-11-004104-9 Martin Warnke: Politik. Über die kunsthistorische Entwicklung der Kunst der Naturgeschichte. Lt./Dt. Stuttgart 1999, S. 22 und 22 Hans-Joachim Raupp: Zur Wichtigkeit von Motiv und Zeichen für die Landschaftsmalerei der Niederlande im siebzehnten Jahrhundert.

Parkstein International, New York 2011, ISBN 978-1-78042-243-5 (Japanische Landschaftsmalerei von Utagawa Hiroshige). abc Wichtigkeit der Landschaftsmalerei.

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