Lempertz

Lass mich mal sehen. Lempertz.

Ausschlaggebend war nur, was "objektiv notwendig" war, um den Kunden zu schützen, und Lempertz hat gegen diese Anforderungen verstoßen. Autor / Herausgeber: Lempertz, Matthias; Lempertz, Matthias. Beginn - Grosso & Verlage - Grossohaus Gleumes - Anaconda Verlag - Brandenburgisches Verlagshaus - Edition Lempertz - Emons Verlag - Regionalia Verlag. Die Lempertz ist eines der führenden europäischen Auktionshäuser und das älteste Familienunternehmen.

Der in Pforzheim geborene Thomas Lempertz absolvierte seine Tanzausbildung an der John-Cranko-Schule in Stuttgart.

Gérrit van Honthorst1590 Utrecht - 1656 UtrechtDie unerschütterliche...., Sammlung Hofstätter im Kunsthaus Lempertz

Das firmeneigene Philosophenöl auf Tuch (verdoppelt). J. Richard Judson: Gerrit van Honthorst. Der Den Haag 1959, S. 194 - H. Braun: Gerard und Wilhelm van Honthorst. Torino 1989, Bd. 1, S. 122 - J. Richard Judson und Rudolf E.O. Gerrit van Honthorst 1592 - 1656 Doornspijk 1999, S. 138, Abb. 74 Ein Mann setzt sich an einen Schreibtisch, man kann ihn schreiben sehen, er hat einen Stift in seiner rechten Hand, neben sich hat er unzählige Bände gestapelt.

Das Gemälde von Gerrit van Honthorst "The Steadfast Philosopher" ist nicht direkt zugänglich. Nachvollziehbar wird es, wenn man weiss, dass es sich um eine Repetition der linke Bildhälfte mit dem Namen "The Steadfast Philosopher" in der HOHENBUCHAU COLLECTION handelte (vgl. J. Richard Judson: Gerrit van Honthorst, mit Werkverzeichnis, Doornspijk 1999, WVZ Nr. 157, S. 137/38, Abb. IX und 73).

Es wurde die beliebte Bibelgeschichte von Joseph und Potiphars Frau erwähnt (und abgelehnt, da der Mann für den unterdrückten Joseph zu alt wäre ), Xenokrates und Phryne wurden ebenfalls angeregt (was angemessener wäre), und am Ende wurde der neutrale Name "Der unerschütterliche Philosoph" vereinbart. Diesen Namen hat Judson auch in den Werkkatalog dieses einstelligen Gemäldes aufgenommen (Judson/Ekkart, op. cit., S. 138).

Unser Bild des Denkers veranschaulicht die malerische Qualität von Gerrit van Honthorst, für die er von seinen Altersgenossen gelobt wurde - diese Eigenschaften lernte er während seines Aufenthalts in Rom zwischen 1612 und 1620 in seiner Beschäftigung mit der Caravaggio- und Caravaggio-Kunst kennen: das lebendige und gewaltige Konzept der Figuren und die Erschaffung einer lebensechten Leiblichkeit durch den Lichteinfall.

In diesem Bild hat Gerrit van Honthorst jedoch nicht nur den linken Teil des Hohenbuchauer Bildes mit der Schilderung des Weisen wiedergegeben und die Frauenfigur fotografiert. Hier verfolgt Van Honthorst eine Bilderstrategie, die wir von seinen Musikerbildern her kannten, die er in den ersten 1620ern nach seiner Heimkehr aus Rom entwickelte.

Trotz aller Unterschiede - Gerit van Honthorsts "unerschütterlicher Philosoph" ist im Prinzip ähnlich wie der "Happy Violinist": Er entnimmt eine Gestalt aus einem grösseren kompositionellen und erzählerischen Kontext und macht sie zum Hauptdarsteller einer lebensechten Repräsentation, die durch ihre Direktheit besticht. Das sind Hendrik Therbrugghen, Dirck van Baburen, Jan van Bylert und eben Gerrit van Honthorst.

Im Haus von Kardinal Giustininani wohnt Gerrit van Honthorst, der über eine hervorragende Sammlung von Kunstwerken verfügt und dessen Schloss sich gegenüber der San Luigi dei Francesi-Kirche befindet, die einige der wichtigsten Kunstwerke Caravaggios beherbergt. Er studierte die Arbeiten von Caravaggio und anderen italienischen Malern wie z. B. Anibale Carracci und seinen Studenten und ist bereits ein begehrter Kunstschaffender in Rom, insbesondere für Religionsmalerei.

  • Der J. Richard Judson: Das ist Gerrit van Honthorst. - Die beiden H. Braun: Gerard und Wilhelm van Honthorst. - von J. Richard Judson und Rudolf E.O. Ekkart: Gérrit van Honthorst 1592 - 1656. Diese Arbeit zeigt einen Mann, der an einem Schreibtisch mit einem Teppich und einem Stapel von Büchern sitzt, wo er anscheinend schrieb, eine Feder in der rechten Ecke hält und ein offenes Buch vor sich hat.

Er ist nicht über sein Werk gelehnt, sondern mit erhobener linker Hand über dem Kopf nach rechts gerichtet. Die Bedeutung des Titels von Gerrit van Honthorsts Gemälde "Der unerschütterliche Philosoph" ergibt sich nicht aus der einfachen Betrachtung des Werkes, sondern aus dem Wissen, dass es sich bei dem Gemälde um eine Version eines in der Sammlung Hohenbuchau erhaltenen Werkes handelt (vgl. J. Richard Judson Judson):

Gérrit van Honthorst, mit Werkverzeichnis, Doornspijk 1999, Nr. 157, S. 137/38, ill. Diese Komposition enthält die zusätzliche Figur einer halbnackten jungen Frau auf der rechten Seite. Der junge Mann ließ sein Kleid bis zur Taille fallen und lächelte attraktiv und näherte sich dem Mann mit einer unreinen und schamlosen Absicht.

Die Kunstgeschichte hat lange über die Ikonographie dieses Bildes nachgedacht. Die Geschichte von Joseph und Potiphars Frau wurde vorgeschlagen (und später abgelehnt, da der Mann auf dem Bild zu alt ist, um den jungen Joseph darzustellen), aber auch die Geschichte von Xenokrates und Phryne, die passender ist.

Die Historienschreiber entschieden sich schließlich für den neutraleren Titel "The Steadfast Philosopher", den Judson auch für diese Einzelfigurenkomposition in seinem Werkverzeichnis verwendete (Judson/Ekkart, op. cit., S. 138). Diese Repräsentation eines Philosophen veranschaulicht die Qualitäten, für die Gerrit van Honthorsts Kunst von seinen Zeitgenossen gefeiert wurde.

Die Qualität, die er durch das Studium der Werke von Caravaggio und seinen Schülern während eines Aufenthaltes in Rom zwischen 1612 und 1620 entwickelt hat - nämlich die dynamische und monumentale Art, Figuren und lebendige Körperlichkeit durch den geschickten Einsatz von Licht und Schatten darzustellen. Der einfache Zusatz des gefalteten roten Teppichs im Vordergrund verleiht der Figur eine immense Tiefe und verleiht ihr durch die großzügige Drapierung des ockerfarbenen Mantels des Philosophen und den Hell-Dunkel-Effekt, mit dem sie zum Beispiel ein Modell von Ehre, seiner erhobenen Hauptfigur, darstellt, eine starke Greifbarkeit.

Auf diesem Tableau wiederholte Gerrit van Honthorst nicht einfach die linke Hälfte des Werkes aus der Sammlung Hohenbuchau und ließ die Frau beiseite, sondern straffte den Rahmen um das Motiv, um die Figur dem Betrachter näher zu bringen. Die Wirkung wird durch den Teppich im Vordergrund verstärkt, der nun vom Bildrand abgeschnitten wird und als Abwehrmittel dient.

Diese Komposition, die sich auf eine einzige Figur konzentriert, verstärkt das dynamische und realistische Erscheinungsbild des Philosophen Honthorst. Der Künstler verwendete eine Technik, die auch in den Gemälden von Musikern zu finden ist, die er in den frühen 1620er Jahren nach seiner Rückkehr aus Rom entwickelte. Die Darstellung einzelner Musiker entwickelte sich aus der Trennung einzelner Figuren und Gruppen, ein Motiv aus dem Werk der italienischen Caravaggesken, dessen Wurzeln aber auf die Bildtradition nördlich der Alpen zurückgehen.

Ein Beispiel für eine solche Arbeit ist der "Fröhliche Geiger mit Weinglas" (siehe Abb. SK-A-180), ein Gemälde von fast identischen Abmessungen wie das aktuelle Werk. Malgré van Honthorst verwendete in "The Steadfast Philosopher" trotz vieler Unterschiede denselben Kompositionsstil wie in seinen Bildern von Musikern wie "Merry Fiddler":

Inspiriert von solchen Beziehungen reiste eine ganze Reihe talentierter junger Künstler - alle in den 1580er und 1590er Jahren geboren - von Utrecht nach Rom, um die Kunst dieses großen Meisters zu studieren, darunter Hendrik Therbrugghen, Dirck van Baburen, Jan van Bylert und Gerrit van Honthorst.

Der Ehrengast Gerrit van Honthorst wohnte im Haus des Kardinals Giustinani, das über eine bedeutende Kunstsammlung verfügte und dessen Palast sich direkt gegenüber der Kirche San Luigi dei France befand, wo die schönsten Werke von Caravaggios aufbewahrt wurden. Ici, wie auch viele andere italienische Künstler wie z. B. die Künstlerin und die Künstlerin Anna Carracci und seine Schüler, und Honthorst wurde ein gefragter Maler in Rom, vor allem im religiösen Bereich.

Im Jahre 1620 kehrte er nach Utrecht zurück, ein erfolgreicher Maler, der seinen neuen Stil und seine Motive aus Italien mitbrachte, und schon bald darauf malte er "The Steadfast Philosopher".

Auch interessant

Mehr zum Thema