Natur und Kunst

Die Natur und die Kunst

Joh. Wolfgang Goethe: Natur und Kunst. Die Natur und die Kunst, sie scheinen zu fliehen. Sie haben sich gefunden, bevor Sie es merken. ""Natur ohne Kunst?

"" "Kunst ohne Natur? "Natur oder Kunst?" "Natur und Kunst?" Wir sind Abiturienten des Otto-Hahn-Gymnasiums in Göttingen.

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Mögen wir mit viel Mut und Sorgfalt an die Kunst gefesselt sein, möge die Natur wieder in unseren Köpfen leuchten. Das ist bei aller Erziehung so: Strebe nach der Vervollständigung der reinen Höhen. Derjenige, der große Dinge will, muss sich versammeln; nur der Herr offenbart sich in der Begrenzung, und das Recht kann uns nur Freiheiten einräumen.

Handelt es sich um Natur und Kunst, die das lyrische Ego von Goethe im ersten Satz mit einer untergeordneten Verbindung unmittelbar verknüpft und damit auf eine Stufe setzt, oder um Erziehung, die in Verse 9 als Vorspiel zu den zwei Dritteln erwähnt wird? Nebst Natur, Kunst und Erziehung kommt das Recht, das uns Freiheiten gibt.

Bei Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" steht der Ausspruch: "Der Mensch ist nicht zufrieden, bis sein bedingungsloses Bemühen seine eigenen Grenzen bestimmt "1 So fasst er das Gedichtthema zusammen: Natur und Kunst sind nur anscheinend gegensätzlich, denn die Natur ist nur anscheinend so freizügig, wie man annehmen könnte und begrenzt das Bemühen des Menschen weniger als man annehmen könnte.

Die Natur ist anders: Dabei ist jede Aufgabe vom Gefühl bestimmt, alles ist Teil eines großen Ganzen, eines Oekosystems, das nur deshalb funktionieren kann, weil in der Artenvielfalt und den Formen des Lebens ein hochkomplexes Netzwerk von Verbindungen und Zusammenhängen liegt. Die Natur und die Kunst sind stimmig verknüpft, denn in beiden ist eine Form des "Willens" zum Design ersichtlich.

Der Mensch und die Natur zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass das Bestreben des Menschen "bedingungslos" ist. Alles hat seinen festen Platz in der Natur. Wenn er " mit Temperament und Gewissenhaftigkeit an die Kunst gefesselt ist " (V7), dann kann der Mensch in Goethes Dichtung Befreiung vorfinden. Goethe nimmt diesen Gedanke im zweiten Satz in den zwei Dritteln auf, die durch den ersten Reimvers (V9 und V12) zusammenhängen.

Doch nun bezieht sich das Poem auf die "Erziehung" des Menschen. Sagt es, dass "ungebundene Geister" (V10) vergeblich nach "Vollendung der reinen Höhe" (V11) trachten, nimmt das Poem die grundlegende Erfahrung jedes Menschen auf, zwischen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Daseins auswählen zu müssen. - Aber der Mensch ist durch Kunst und Kunst so weit von seinen Gefühlen entfernt, dass er sich für sich aussuchen kann.

In Goethes Blickwinkeln ist diese Entscheidung ein wichtiger Teilaspekt: Bildung: Ich missverstehen sie nicht als "alles ist mir möglich", sondern als Bedürfnis, mich zu verbinden, mich einzuschränken, meine Funktion, meine Aufgaben zu ergründen. Dem " Recht " (V14) kommt eine vergleichbare Funktion zu, denn es schafft Voraussetzungen, unter denen wir uns gefahrlos fortbewegen können.

Doch wie wir den Rechtsrahmen ausfüllen, wird uns dann freigestellt - solange wir im Rechtsrahmen und vor allem im Kontext der freiheitlichen demokratischen Basisordnung agieren. Dieses Spannungsfeld zwischen Freiwilligkeit und Freiwilligkeit oder auch Selbsteinschränkung in Gestalt des Sonettes nimmt Goethe auf: Zugleich aber ermöglicht es dem Poeten, ohne sich um die äussere Gestalt kümmern zu müssen, das Denken so zu gestalten, dass es nach dem Recht des Sonettes in die Spezifikationen passt, und gibt ihm damit auch die Möglichkeit, sich ganz auf die Befüllung des durch das Sonett vorgegebenen Raumes zu beschränken.

Die Natur und die Kunst verbinden sich, dass jeder Teil 2 seinen Ort hat, seine Aufgabe erfüllt und im besten Fall zu einem stimmigen Ganzen wird. Der Gedichtband "Natur und Kunst" spiegelt das Wesentliche der Natur wider, in dem doch alles in seiner ganzen Wildnis und Schoenheit begrenzt ist; die Aufgabe der Kunst, die sich in ihrem Bemuehen um Schoenheit einschraenken muss und damit letztendlich in engem Zusammenhang mit der Natur steht, in der die Beschraenkung die Schoenheit erzeugt, nach der die Kuenstlerin nach dem Kunstverstaendnis dieses Gedichtes strebt.

Schließlich weist Goethe darauf hin, dass Erziehung nur gelingen kann, wenn wir uns für den Weg entschieden haben, den wir gehen wollen. Aber Goethes (lyrisches) Ich strebe nach höherer Erkenntnis. In " Faust " geht Goethe dieses Bestreben natürlich besonders im ersten Teil durch, ohne so eindeutige Aussagen wie in diesem Dichter.

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