Neuzeit Kunst

Moderne Kunst

Hier finden Sie Unterkategorien und Artikel über moderne Kunst. Kunst" handelt von bildender Kunst sowie von Musik und Architektur. Die melancholische Problematik in der modernen Wissenschaft und Kunst. Die Fürstenwitwen in der Frühen Neuzeit. Die Kunst- und Kulturgeschichte eines Standes.

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Nach der heutigen Geschichtsstruktur ist die Moderne die vierte der großen Geschichtsepochen Europas nach der Vorgeschichte, der Antike und dem Mittelalter bis heute. Jahrhunderts, die mit einer bestimmten Zeitspanne und vor allem aus einer europäischen Perspektive in mehrfacher Weise als Wendepunkt empfunden wird.

Zu den epochalen Caesuras zählen die türkische Herrschaft über Konstantinopel 1453, die Druckgrafik um 1450, die Entdeckungsreise nach Amerika 1492, die von Martin Luther 1517 initiierte Reformationsbewegung und die Kopernikanerwende, beginnend mit Nikolaus Kopernikus 1543, in der das geographische Weltanschauungsbild durch das Heliozentrikum abgelöst wurde.

Das Jahr 1500 ist im Sinn einer Vereinigung der verschiedenen Beobachtungsebenen in der Geschichtsforschung heute für die Altersbestimmung am Anfang der Neuzeit üblich geworden. In Europa sind das religiöse Kriegszeitalter, das Dreißigjährige Kriegszeitalter und das Erleuchtungszeitalter, das Industriezeitalter, das "lange" und das " kleine " zwanzigste Jh., mit denen das Niveau der Zeitgeschichte erlangt wird, als Zeiten nach dem Entdeckungszeitalter der modernen Zeitgeschichte zu bezeichnen.

Ein weiterer Höhepunkt für den Anfang sind die Reformationszeit von Martin Luther, die Entdeckungen Amerikas im Jahre 1492 und die einsetzende Wiedergeburt. Aus ideengeschichtlicher Sicht bestimmte einige Historiker wie Wilhelm Kamlah und Jürgen Mittelstraß den Anfang der Neuzeit viel später bis in die Zeit um 1600 Ihr Ansatzpunkt ist die bis dahin fundierte Bildung der Moderne im Sinn der Moderne, die in der physikalischen Grundlagenforschung als systematisch geklärte Kombination von Mathematiktheorie und technischem Empirismus (Kamlah), die sich in der oberschweizerischen Werkstatttradition entwickelte und zur Basis des Neuzeit-Scientismus wurde.

Die Neuzeit wird in der Periode der Geschichtswissenschaften in "Frühe Neuzeit" und "Neuere und Zeitgeschichte" unterteilt. Frühneuzeitliche Zeiten reichen von der Entdeckungsreise Amerikas in Europa bis zur Französichen Revolution 1789 Die moderne und jüngste Vergangenheit ist die Zeit nach der Frühen Neuzeit bis in die heutige Zeit - mit zeitlichen und räumlichen Umwälzungen.

"Moderne und moderne Geschichte" ist der gebräuchliche Sammelbegriff für diese Zeit, "späte Neuzeit" ist rarer. In die jüngere und jüngste Vergangenheit wird wieder eingeteilt: Diese Einteilung in Antike, Mittel- und Neuzeit (ab 1500) ist zwar historisch fundiert, aber auch immer wieder kritisch hinterfragt worden und hat damit ihre völlige Trennungswirkung eingebüßt.

Begleitet wurde dies von einer Verbreitung von Schrift, technischen Neuerungen und dem Anfang einer modernen Administration. So betrachtete der Kulturwissenschaftler Egon Friedell die Pandemie seit 1348 als "Inkubationszeit der Neuzeit". Ferdinand Tönnies, Ökonom und Sozialwissenschaftler, urteilte[2], dass die Ursprünge der Neuzeit viel weiter ins Hochmittelalter zurückgehen; für ihn war der Anfang des Langstreckenhandels schon früh modern (vgl. die damals erfolgte doppelte Buchführung).

Charakteristisch für den Anfang der Neuzeit ist auch das starke Wachstum des weltweiten Handels nach Amerika (entdeckt 1492), sowie nach Indien und Asien (Entdeckung des Seeweges 1498). Mit der kopernikanischen Revolution endet in der Ideengeschichte nicht nur Claudius Ptolemäus' geozentrisches Weltbild (ca. 150 n. Chr.) in der Astrophysik, sondern auch sein philosophisch-theologisches Fundament, das im Grunde auf Aristoteles (4. Jh. v. Chr.) zurückgeht und am Ende des Mittelalters von der katholischen Kirchengemeinde weitestgehend übernommen wurde.

Das war eine Wende in der geografisch-astronomischen Weltanschauung, die das Ende des weltanschaulichen Alleinbewusstseins der Kirchen im Hochmittelalter ankündigte. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbruch (Krise des Feudalsystems) ermöglichte den Anfang der Reformationszeit, die auch die beiden Zeiten trennte. Die starken gesellschaftlichen Veränderungen in der Neuzeit führten dazu, dass die Katastrophe zu einem wichtigen Augenblick der Religions- und Meinungsverschiedenheiten wurde.

Zudem fällt die "Kleine Eiszeit" in die Frühneuzeit. mit oft wechselnden Bedeutungen (z.B. auch bei Max Weber). Weniger Geschehnisse betrachten Sozialwissenschaftler als soziale Vorgänge, mit Ausnahmen von entscheidenden Dokumenten wie dem Beginn der Modernität in den Werken der französischen Republik 1789 Ferdinand Tönnies dagegen verwendete die "Moderne" gerade im Sinn seines Theoriewerks " Community and Society " als genauen Gegensatz zum "Mittelalter": In letzterer wurden alle gesellschaftlichen Gruppen als "Gemeinschaften" verstanden, ganz anders als in der Neuzeit, wo sie von allen mehr als "Gesellschaften" wahrgenommen wurden.

Eine große Fernhandels- und Bankengruppe wie der Tempelorden galt im Hochmittelalter mehr als eine Religionsgemeinschaft, in der Neuzeit gar als reines "soziales" Vertragswesen. In der Neuzeit waren die Nationalstaatenzugehörigkeit und das Wohnen innerhalb ihrer Landesgrenzen nicht die zentralen Kriterien für die Abgrenzung.

In der Übergangszeit vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit, bis ins achtzehnte Jh., kam es jedoch zu einer Vielzahl von Umwälzungen. In den Anfängen der Neuzeit bedeutete der Ausdruck "Status" oft eine sich überlagernde und im Verlauf des Lebensverlaufs ändernde Zuordnung zu unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (Altersgruppe, Lebensformen, Minoritäten etc.). Spielt der Wirt im Hochmittelalter noch die Hauptrolle auf dem Lande, so wurde diese gegen Ende des Hochmittelalters zunehmend von der Dorfgemeinschaft eingenommen.

War der Hof im Hochmittelalter das Zentrum der Verwaltungstätigkeit der vielen Aristokraten, so wurde in der Neuzeit die Macht auf wenige, überwiegend urbane Plätze verlagert. Typisch für die moderne Zeit ist auch der steile Zuwachs der städtischen Erwerbsbevölkerung. Doch nicht alle Bewohner der Großstädte erfüllen die Voraussetzungen für den Status eines Bürgers, der in der heutigen Zeit weitgehend als ein charakteristisches Erscheinungsbild beschrieben werden kann.

Charakteristisch für die moderne Großstadt ist auch eine gestaffelte Ordnung von Bewohnern mit unterschiedlichen Rechtsansprüchen und Verpflichtungen. In der Übergangszeit vom Hochmittelalter zur Neuzeit wurden die entscheidenden Weichen vom mittelständischen Personenverbund zum modernen Territorial- und Nationalstaat gestellt. 2. War die Vorherrschaft früher recht geistlich, so hat sich in der Neuzeit ein klares "Territorium" herausgebildet, das zur eigentlichen Herrschaftsgrundlage aufgestiegen ist.

Dieser Prozeß wurde vor allem durch die Teilung der Gemeinde im Laufe der Reformationszeit vorangetrieben. Eine weitere damit verbundene moderne Entwicklung war die Entstehung pluralistischer Staatswelten. Länder mit einer gemeinsamen Sprach-, Religions- und Kulturstruktur entstanden. Es gab schon im Hochmittelalter Länder mit festgelegten nationalen Grenzziehungen, die nationale Territorien trennten, aber die Grenzziehungen waren mehr oder weniger fliessend und es gab weniger Abgrenzungen zur Aussenwelt.

In der Neuzeit trennten sich die Länder jedoch zunehmend von einander, was zu verstärkten bewaffneten Konflikten geführt hat. So waren die Zustände der Neuzeit immer wieder damit befasst, ihren Herrschaftsbereich neu zu definieren und sich von ihren Nachbarstaaten zu unterscheiden. Ein konstitutives Moment der Neuzeit war die Reform mit ihren Auswirkungen auf Europa.

War die katholische und die griechisch-orthodoxe Religion im Hochmittelalter ein Menschenmonopol, so fand im XV Jh. eine Differenzierung des Religionsmilieus statt. Den universellen Kosmos des Glaubens, der im Hochmittelalter geprägt war, zerbrach die Reform. Auch vor der Reformationszeit im Hochmittelalter und besonders zur Zeit der einsetzenden Teilung des Glaubens gab es antiklerikalische Auseinandersetzungen; sie waren gegen den Heiligen Vater, die reiche Bischofschaft und die Ordensbrüder gerichtet, aber nicht in einer Art und Weise, die den Aufbau des Glaubens als Ganzes in Frage stellten.

So wurden bereits im Hochmittelalter die Grundlagen der Reformationszeit geschaffen. Dieser religiöse Wandel der Neuzeit brachte viele Schwierigkeiten mit sich. Die frühneuzeitlichen Kämpfe waren oft durch religiöse Motive geprägt. Nur mit der Erleuchtung hat sich die Idee der Duldung, insbesondere der Religionstoleranz, entwickelt und wurde zum Leitprinzip dieser Haltung und zum Gradmesser für die Durchdringung der Aufklärungsideen in den Einzelstaaten.

Es gab also sowohl im Hochmittelalter als auch in der Neuzeit Zeiten relativer Toleranzen, die zur Entwicklung und zum Aufblühen der Judenkultur geführt haben (z.B. Südspanien im Früh- und Hochmittelalter). In der Neuzeit, als aus Spanien und England, aber auch aus Mitteleuropa, jüdische Flüchtlinge ausgewiesen wurden.

Eine weitere Religionsgemeinschaft der frühen Neuzeit war der islamische Glaube. Im Umbruch vom Hochmittelalter zur Neuzeit spielt der islamische Glaube eine wichtige Rolle. 2. Das erste Zeitalter der Verbreitung des Islams geht auf das Früh- und Hochmittelalter zurück, als es im südlichen Teil der israelischen Hemisphäre arabische Länder gab. Als epochales Jahr des Anfangs der Neuzeit kann das Ende dieser Eroberung, die Übernahme Granadas im Jahre 1492, angesehen werden, da der Kommissionsauftrag an Christoph Kolumbus direkt damit verbunden ist.

Bei dieser Expansion wurde der islamische Glaube in der Neuzeit mit dem türkischen Kaiserreich gleichgesetzt, Türken und Muslime waren bis zu einem gewissen Grad Synchronisation. So war das Islambild erschreckend, auf beiden Seiten fanatisch gezeichnet, der Konflikt zwischen Imperator, Italien und Spanien einerseits und dem türkischen Imperium andererseits war ideell übertrieben, man kämpfte nicht nur gegen den säkularen Kontrahenten, sondern auch gegen die "Ungläubigen", die "falsche Religion" der anderenseits.

Die Anfänge einer solchen Geisteshaltung werden in der Frühneuzeit angenommen; sie wird als eine Unterscheidung zur Geschichte erachtet. Beispielsweise wurde im Hochmittelalter eine übermäßige Selbstreferenz nicht als Vorzug angesehen. So stand die neue Entwicklung der Modernität im Gegensatz zur Mittelalterlichkeit der eigenen Person. Die Beziehung zwischen Leib und Seele war im Christentum durch eine deutliche Entwertung des Leibes geprägt.

Anders war es, dass der Leib in der Kunst immer mehr als bloßer Leib ohne Grund abgebildet und von der Naturwissenschaft (Anatomie) erforscht wurde. Verglichen mit dem mittelalterlichen Zeitalter gab es in der Frühneuzeit eine Entspannung in Bezug auf die Geschlechtlichkeit. Dieser Prozeß wurde von der Reformationsbewegung gefördert. Die neuen Konfessionsgemeinschaften verlangten aber auch disziplinierende sexuelle Impulse und intensivierten in einigen Fällen diese Askese gegenüber dem Mittelalter. 2.

Dennoch wurden in der Neuzeit zunehmend die asketischen Ideen verdrängt und die Geschlechtlichkeit entwickelt. In der Neuzeit war der Tot nicht nur eine grundlegende Konstante des Daseins, sondern, wie im Hochmittelalter, eine religiöse und kulturelle Allgegenwart. Die Haltung zum Tode war auch in der Neuzeit von der Idee des Sterbens bestimmt, wie im Hochmittelalter (Vorstellung, dass man den eigenen Tode und damit den eigenen Horror "zähmen" kann).

Diese Idee änderte sich während der Reformationszeit. In der Reformationszeit gab es einen deutlichen Durchbruch in der Idee des Sterbens und des Jenseits, was einen starken Mentalitätswandel auslöste. Noch in der Neuzeit war die Idee des mittelalterlichen Sterbens omnipräsent, ist aber im Lauf der Zeit immer mehr nachgelassen. Der Tod wurde erst im Zuge der Spätmoderne institutionell und mental unterdrückt.

2015, ISBN 978-3-406-66986-6. Fuchs/Raab: Wörterbuch Historie, Ausgabe Nr. 13, München: dtv, 2002, siehe "Moderne Zeiten".

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