Realistische Kunst

Wirklichkeitsgetreue Kunst

Seit der Antike sind realistische Trends bekannt. Der Realismus (lat. realis: wirklich, d.h. in Bezug auf die Sache[lat.

res]) bedeutet jede Kunstform, die versucht, die Realität nachzubilden. Die Kunst kann abstrakt, dunkel, reaktionär und vielseitig sein. Viele übersetzte Beispielsätze mit "realistischer Kunst" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen. In der Sprache der Kunstkenner, ist sie noch realistisch oder hyperrealistisch oder gar hyperrealistisch?

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Konzeptionell beschreibt der Begriff realistisch (lat. realis: wirklich, d.h. bezüglich der Sache[lat. res]) jede Kunst, die sich bemüht, die Realität wiederherzustellen. Wenn dies buchstäblich und ohne stilistische Veränderungen der Realität im Bilde passiert, dann ist von Natürlichkeit die Rede. Als realistische Strömungen lassen sich in der Geschichte der Kunst viele Zeiten bezeichnen, wie zum Beispiel die Gemälde der Flämischen des fünfzehnten Jh. oder die hochbarocke niederländische.

Auch in England lässt sich die Landschaft von John Constable (1776-1837), William Turner (1775-1851) und den Repräsentanten der Norwich School im Hinblick auf den frühen Idealismus beurteilen. Insbesondere aber wird der Ausdruck als ein Stiltrend verstanden, der sich zuerst in Frankreich entwickelte und vor allem in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhundert weitläufig war.

Diese Realitätsnähe hat ihren Ursprung bereits in den 1830ern und entwickelte sich als Konterbewegung zu den Themen Klassik und Klassik. Gustave Courbet (1819-77) war es, der fÃ?r eine Programmfixierung des Realismus sorgte: Als seine Arbeiten auf der Expo 1855 abgelehnt wurden, hielt er eine Gegenausstellung in einer benachbarten baracke ab, die er "Pavillon du Réalisme" nannte.

In diesem Jahr erscheint sein "Realistisches Manifest", das das "Prinzip des Realismus" mit der "Negation des Ideals" definiert: Er soll das, was zu seinem Alltag gehört, repräsentieren und so eine lebende Kunst schaffen. Jahrhundert ist also in erster Linie, wenn auch nicht ausschließlich, eine Subjektfrage: Die Kunst sollte sich ihr Subjekt nicht mehr aus der entfernten Geschichte leihen, sondern aus der Gegenwartskunst, nicht aus dem erklärten Wunschbild, sondern aus der rauhen Realität.

Courbet wandte sich mit dieser Anforderung entschlossen gegen den akademischen Anspruch, "Réalisme" wurde zum Slogan, der sich zu einem der wichtigsten Trends im Pluralismus des neunzehnten Jahrhundert entwickelte. Bald tauchte in ganz Europa realistische Kunst auf, wobei Frankreich, die deutschsprachigen Länder und Russland zu Mittelpunkten wurden. Unter den wichtigsten Vertretern sind Gustav Courbet, Jean-François Millet, Honorà Daumier, Adolph Menzel, Wilhelm Leibl, Ilja Repin und Giuseppe Pelizza de Volpedo.

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