Realistische Malerei Künstler

Künstler der realistischen Malerei

Ist es fotorealistische Malerei? Der "Realismus" wurde vor allem durch das französische Maler-Jahrhundert geprägt, die bildende Kunst durch eine realistische Ausdrucksweise. "Der Kunstkompass" Gerhard Richter versteht sich weiterhin als wichtigster Künstler der Nürnberger Ausstellung. Realistische Malerei triumphiert in Nürnberg. Die Künstlerin zeigt Bilder im Stil des Realismus und Fotorealismus in einer Online-Galerie.

Die Toilettenpapierrollen auf dir und dir.

Ist es nicht furchtbar blauäugig, beinahe rücksichtslos, als Künstler vor der Bildfläche zu stehen und eine herbstliche Landschaft, ein weibliches Gesicht oder auch nur ein rötliches Rad zu zeichnen? Auch wenn der lange, heftige Streit zwischen abstrakter und figurativer Malerei schon länger andauert und man meinen könnte, dass wir heute in der freiheitlichsten aller Kunstwelt leben, gibt es immer noch eine gewisse Empörung über all jene Bilder, die mehr als nur Striche, Tropfen oder Bänder haben.

Derjenige, der das Gesehene zeichnet, der sich den Objekten der Erde zugewandt hat, wird schnell als blauäugig angesehen. Franz Gertsch und René Wirths fanden es auch nicht immer leicht, sich solchen Befürchtungen zu entziehen. Sie empfinden auch die kraftvolle Ausstrahlung vieler KuratorInnen und TheoretikerInnen, die von jedem erleuchteten KünstlerInnen verlangen, seine Eigenreflexivität und Diskurseignung immer wieder ins Spiel zu bringen.

So werden die in Zürich und Rotterdam zu sehenden Austellungen der beiden Künstler durch Katalogtexte unterstützt, die eifrig beweisen, dass dieses angeblich realistische Gemälde tatsächlich eine reine Bildtheorie ist, tiefgründig und zu hundert Prozent durchdacht. So ist auch der angeblich sachliche Photorealismus, wie es der 1930 in der Schweiz geborene Franz Gertsch lange Zeit getan hat, eine höchst subjektive Sache.

Seine neuesten Arbeiten demonstrieren dies besonders anschaulich, große Formatierungen, die vor allem aufzeigen, dass es nicht um das Anzeigen, sondern um das Versenken geht. Immer das gleiche Motiv: ein Weg auf einem Berg, verwildert, in der Schweiz. Die figurative Malerei könnte kaum banaler und eindrucksvoller sein.

Nirgendwo hat sie Fuß gefasst, denn er hat keine Richtlinien, kein Zentrum, nichts, woran sie sich festmachen kann. Das Auge ist es gewöhnt, den Blick für einen Brennpunkt in der Verwirrung von Linie und Fläche zu finden, aber mit ihm wird das Ganze zum Ganzen, die Natürlichkeit tritt hier so in Erscheinung, wie es nur derjenige sehen kann, der in sich selbst blickt - und für den die Erde vor seinen eigenen Augen verschwommen ist.

Die Innen- und Außenansicht verschmelzen mit einem. Er malte Landschaftsbilder voller ruheloser Stille, er malte Menschen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht weiter von uns entfernt sein konnten. Es sind immer jene Aufnahmen, die sich nicht darstellen ließen, denn nur Auge in Auge" zeigen sie ihre überwältigende Grösse und die unübersichtliche Macht der Einzelheiten.

Auch Gertschs junger Mitarbeiter René Wirths, geboren 1967, ist auf der Suche nach dem Erlebnis der Figurativität, auch er läßt das Vertraute seltsam werden. Unmittelbarer aber sind seine Bilder: Er nimmt, was er will, aus der Welt der Waren, der Sonnenliege, des Sneakers, des Brillengestells. Die Fotos sind ohne Tiefgang, ohne Aktion, sie stellen das Ganze dar und nichts anderes.

Aber auch hier geht das Ziel der Gegenstände im Einzelnen verloren, das Einmalige und Einmalige offenbart sich, und erstaunlicherweise entfacht auch eine alltägliche klerikale Rolle unserenehlust. Mit Wirths ist es auf ein riesiges Format gekommen, so dass der Zuschauer jeder schönen Welle von Papier folgt, rund und rund und rund. Durch seine Liebe zum Details hilft dieser Künstler vor allem den gängigsten Sachen zu ihrer eigenen Würde.

Wirths hat sich einen weiteren Trick ausgedacht, um die Einmaligkeit des Tauschbaren zu demonstrieren: Jede Abbildung hat ihr Ziel, jedes Ziel hat das Ziel, das für sie gemacht zu sein schein. Eine beinahe unwirkliche Realität, die das Ding zum Gegenstück macht.

Auch interessant

Mehr zum Thema