Skulptur Projekte Münster 2017 Dates

Bildhauerei-Projekte Münster 2017 Termine

Ich fand viele Dokumente mit Daten, einschließlich aller Ein- und Ausgänge, de-. Höhepunkt 2017: Bildhauerei-Projekte 2017 vom 10.06.-1.10.

Im Jahr 2017 wird Münster im Sommer 2017 zum fünften Mal Gastgeber der Skulpturenprojekte sein. Die Skulpturen-Projekte Hito Steyerl, HellYeahWeFuckDie, Münster 2017, Foto: Henning Rogge . Die letzten beiden Termine, um den Dokumentarfilm über die.... Gedenken an die Skulpturenprojekte im Sommer.

Frei und aussen?

Die westfälische Metropole Münster ist eine ruhige Metropole. Die Skulpturenstadt Münster ist eine der weltgrößten Ausstellungen für Skulptur im Objekt. Diese " Projekte " werden alle zehn Jahre durchgeführt, bei jeder zweiten Dokumenta seit 1977. Diejenigen, die im Frühjahr 2015, also in der "Nebensaison" (die nächste Skulptur findet 2017 statt) durch Münster laufen, werden auf eine Hand voll stehender Werke stoßen: Thomas Schüttes Kirschsäule von 1987, ein tatsächlich klassizistisches Denkmal mit einem imposanten Podest, auf dem nur zwei überdimensionale gereifte Kirchen aufragen.

Kleine Schiffe mit dem Sparkassenlogo fahren auf dem Meer, auf der linken Seite beherrscht der Glasneubau der LVM-Versicherung die kleine Silhouette von Münster. Die Oldenburger Skulptur war von Anfang an Zielscheibe des Vandalenhandels. 1977 haben 200 Münsteranerinnen und Münsters versucht, in einer Spontanaktion die so genannten "nuklearen Eier" aus ihrem Ankerplatz zu zerbrechen. Damit sie 1977 in einem sauberen Staat fotografiert werden konnten, mussten sie für die Zeit der Skulpturenprojekte von 1977 in der Nacht überwacht werden.

Diese Bälle sind noch sichtbar verschmiert, aber sonst hat sich die Haltung der Menschen in Münster gegenüber ihren Skulpturenprojekten stark verändert. Die Oldenburger Billard-Bälle sind seit langem ein Markenzeichen der Hansestadt, und die Skulpturenprojekte wurden von der Stadtverwaltung und den Bürgerinnen und Bürger mit Begeisterung aufgenommen. Es ist ein Flaggschiff, ein Leuchtfeuer des Stadtmarketing - ein standortbezogener Vorteil im Ringen um Aufsehen in einer Zeit, in der eine Großstadt vor allem hip, jugendlich und schöpferisch sein sollte.

Münster auch. Im (!) Öffentlichen Bereich hat sie eine lange Vorgeschichte. Mittlerweile scheint die Malerei im Öffentlichen Bereich jedoch von dem vorherrschenden Paradigma der Kreativität und der Wut der innerstädtischen Verschönerung kritisch erfasst worden zu sein. Wenigstens habe ich keine Ahnung, was bildende Künste im Öffentlichen Bereich heute noch sein können, geschweige denn ein gespaltener "öffentlicher Raum" - zwischen Hamburg und München, zwischen Münster und Hannover.

Interessant ist, dass sich in diesem Augenblick an mehreren Stellen Exponate ansammeln, die das Phänomen der Malerei im Öffentlichen Bereich aus anderen Blickwinkeln betrachten: Regenerieren Sie Ihre Werke im Autumn 2014 im Münchner Kulturverein, einer Schau, die das Potential unrealisierter Vorschläge, ungebauter Kunstwerke für den Öffentlichen Bereich erkunden wollte; Momentaufnahme!

die im Frühling 2015 im Göttinger Kulturverein, einer Dauerausstellung, die aufgrund einer Auseinandersetzung um die Installation eines Leersockels der Malerin Christiane Möbus nach der heutigen Bedeutung von Monumenten fragt; drei gemeinsame Austellungen in Bremen, einem der früheren Kunstzentren in Deutschland, die sich ab diesem Jahr aus verschiedenen Blickwinkeln dem "öffentlichen" Konzept (Zentrum für künstlerische Publikationen, Gesell-schaft für zeitgenössische Künste und Kunsthaus Bremen) zuwenden.

Seit 1981 zeigt Sophie Goltz, die derzeit als erste freie Kuratorin für öffentliche Raumkunst in Deutschland als so genannte "Stadtkuratorin" tätig ist, eine Werkschau im Hamburg. Ein eindrucksvoller Rückblick auf das von Volker Plagemann 1981 initiierte und wohl bedeutendste öffentliche Kunstprojekt in Deutschland.

Vor dem Hintergrund dieser Fülle von Exponaten, die - mit Ausnahmen von Durchgängen - nicht an die entsprechenden städtischen Angebote (die gängigen Kunstträger im Öffentlichen Raum), sondern an die Kunstinstitute geknüpft sind, stellt sich die Frage, ob nicht auch die Kultur im Öffentlichen Bereich, die im Jahr 2015 die Barrieren der Einrichtungen, also die der Historie, abzubauen begann, schon seit langem im Haus ist?

Er ist so etwas wie das Musterbeispiel für öffentliche Raumkunst in Deutschland nach 1989: Politik, Basisdemokratie, Partizipation. Im Jahr 1997 haben sie sich bei der Initiative "Weitergehen" des Programms "Kunst im öffentlichen Raum Hamburg " beworben und in diesem Zusammenhang die Kampagne "Wunschproduktion" durchgeführt, für die sie Bewohner und Interessenten nach ihren Anforderungen und Vorstellungen für den Standort befragt und in die Planungen miteinbezogen haben.

Mittlerweile ist der Schlosspark zum Schaufenster erfolgreicher Stadtteilarbeit geworden. Anhand umfangreicher Archivalien - Zeitungsausschnitte, Dokumentarfotos, Notizen aus der Verwaltung, Ton- und Videoaufzeichnungen - verbreitet die Schau ein nach dem anderen aus 30 Jahren, stellt die schwierigen Prozesse der Bürokratie dar, dokumentieren die Reaktion des Publikums auf die Künste ebenso wie die der Kunstschaffenden auf die zum Teil heftige Abneigung.

"Anstelle einer ontologisierten Darstellung von bildender Künste im öffentlichen Bereich geht es um ihre materiellen Produktionsbedingungen", sagt die Stadtkuratorin. Damit die Versklavung der Künste. Was macht'Stadt' in diesen Sendungen, wie wird Werbung überhaupt gemacht? "Man erfährt viel über die Entstehungsgeschichte des 1981 von Plagemann ins Leben gerufenen Programms: über Joseph Beuys zum Beispiel, der für sein 1982 entstandenes Vorhaben des Gesamtkunstwerks Freie und Hansestadt Hamburg die von Meeresschlick verseuchten Rinsfelder von Hamburg-Altenwerder kunstvoll und umweltschonend pflegen wollte - zunächst durch das Absetzen einer zehnhundert Kilogramm wiegenden Basaltsole auf dem Areal, dann durch eine Großpflanzung, die von einer Innenstadtinfobude unterlegt wurde.

Durch Proteste kam das Vorhaben nicht zustande und Beuys setzte sich öffentlich für eine Stornogebühr ein; man lernt auch viel über den Außendienst (2000-01), das jüngste Großprojekt dieser Art, in dem sich der damalige Leiter des Hamburgischen Kulturvereins, Stephan Schmidt-Wulffen, bereits mit der Differenzierung der Bevölkerung in viele kleine Teilbereiche beschäftigte: Die unterschiedlichen Werke des Vorhabens basierten auf unterschiedlichen Auffassungen des öffentlichen Raums und dienten unterschiedlichen Zielpublikumsgruppen.

Im wiedervereinigten Deutschland waren die Neunziger eine ziemlich gerichtungslose Zeit, wenn es um das Thema Bildende Künste im Öffentlichen Bereich ging. "Die Bewegung "Recht auf Stadt" war in Hamburg in diesen Jahren sehr aktiv", sagt der Stadtkurator. "Viele Bezirksinitiativen kritisieren die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Hansestadt und lehnen diese alternativen künstlerischen Vorstellungen ab. Die Sendung "Kunst im Öffentlichen Raum Hamburg" konnte nur schwer mithalten.

Für was das damalige Konzept steht, den sozialkritischen Claim, gab es kaum konzeptionelle Auskünfte. Die alten Kanonen der Bundesrepublik Deutschland konnten nicht erneuert werden. "In der Vergangenheit hatte die Malerei im Öffentlichen Bereich einen Vorteil: Sie verwies auf einen - jedenfalls angeblich - abgeschlossenen Raum: die Nachkriegszeit. Grundsätzlich war es aber vor allem eine spießbürgerliche Vorstellung von öffentlicher Sphäre (à la Jürgen Habermas): verhältnismäßig lückenlos durch Arbeitskräftewanderung (obwohl sie schon lange stattgefunden hatte) und Fragmentierung in parallele Gesellschaften (obwohl es sie gab); ein Verhandlungs- und Gemeinschaftsraum, aber nicht einer der unversöhnlichen Unterschiede.

Die unmittelbare westdeutsche Nachwendezeit war hauptsächlich von Baukunst geprägt (viele der dazugehörigen Angebote stammen noch aus der Woiwodschaft Weimar und wurden unter der Regierung der Nazis oft regiekonform weitergeführt): Es wurde zur Stadtverschönerung entworfen und gemeinsam mit der Baukunst und unter der Schirmherrschaft von Städteplanern und Baumeistern inszeniert.

Das erste nicht strukturelle Vorhaben, Kunststoff im Freien, wurde 1953 in Hamburg realisiert. Doch es passierte schlicht und ergreifend, was der Name verkündete: Skulptur - wurde in einem Garten ausgestellt - nur: im Außenbereich - und zur Veränderung nicht im Museu. Von da an wurde der Öffentliche Platz als konfliktgeladen und dynamisch verstanden:

Mit Bestsellern wie Wolf Jobst Siedlers und Elisabeth Niggemeyers Die gemmordete Stadt setzte ein neues Denken im Stadtgebiet ein. Das Trauma der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Gesellschaften spiegelt sich im nur spärlich geflickten Weltraum der bombardierten Großstädte wider. Gerade in dieser Atmosphäre entstanden die verschiedenen Programme "Kunst im Öffentlichen Raum".

Ende der 1960er Jahre gab der Kulturberater Hilmar Hoffmann den berühmten Slogan "Kunst für alle" heraus, den Volker Plagemann bereits vor seiner Reise nach Hamburg in den frühen 1980ern initiiert hatte, ein vergleichbares Angebot bereits 1973 in Bremen. Das hannoversche Straßenkunst-Experiment in den ersten Jahren der siebziger Jahre findet statt, von dem die Nanas (1974) von Niki de Saint Phalle, heute beliebt (und dann natürlich feindlich) bei den Einwohnern der Hansestadt, nun in eine "Skulpturenmeile" vor dem niedersÃ?chsischen Landtag eingelassen sind.

Das Konzept des Öffentlichen Raumes in diesen Programmen: sozial-demokratisch, von Partizipation, Konflikt, aber vor allem von bürgerschaftlichem Engagement beeinflusst. Wir müssen unsere Städte nicht nur verschönern, sie müssen auch demokratischen Charakter haben. Die Tatsache, dass die Kunstprogramme im Öffentlichen Raum in Deutschland heute ein wenig verloren scheinen, hat etwas damit zu tun, dass sie aus dieser speziellen soziohistorischen Konfrontation entstanden sind.

Im Jahr 2013 hat in München eine der größten deutschsprachigen Kunstveranstaltungen der vergangenen Jahre stattgefunden: In München gibt es einen relativ großen Kunsttopf für den Öffentlichen Bereich und das Kunstprogramm "Quivid" für Architektur. Durch das riesige Stahlgerippe Mae West von Rita McBride (entstanden zwischen 2002 und 2011) war die Hansestadt eine der wenigen, die in den 90er Jahren eine große Skulptur im Öffentlichen Bereich realisiert hat.

"Ingar Dragset: "Wir wollten einen Weg in die Mitte finden", sagt Ingar Dragset: "Kein Dauerprojekt, aber auch keine Veranstaltung, für die jeder nur eine ganze Weile einfliegt und dann ist es wieder vorbei. "Elmgreen & Dragset hatte einige großartige Einfälle, darunter einen Ausstellungswagen, der München mit anderen deutschen und europäischen Metropolen als Teil eines Zugs verbindet.

Die Deutsche Bundesbahn hat das Vorhaben gescheitert. Schließlich entstand in der Münchener City ein Skulpturenpark mit neuen und älteren Werken, mit einem METRO-Net, Portable Subway Entrance (1997) von Martin Kippenberger, mit einer T-Shirt-Kampagne von Henrik Olesen (Sexual Categories 1-5, 2013), David Shrigley's Memorial for Michael Jackson's monkeys (Bubblesplatz, 2013) oder Tatiana Trouvés Waterfall (2013), ein Springbrunnen in der Bronzeabgussform einer Matratzen.

Keine dieser Arbeiten wurde schließlich von der Stadtverwaltung erworben. Interessant ist, dass heute vor allem befristete Maßnahmen sowie zeitlich befristete Projekte wirken. Sieht so aus, als bräuchte die Flüssigstadt Flüssigkunst. Flüssiggeld benötigt Flüssigskulpturen. lst das jetzt ein öffentliches Gebäude? Weil, um genauer zu sein, dies ein Geschäftsraum ist.

Immer mehr öffentliche Räume werden nicht nur effektiv privater, sondern auch die Stadt selbst behandelt den übrigen Bereich nach Marketingräumen. Bei mässig bewölktem Himmel im Monat April gehe ich an Olaf Metzels Skulptur 13.4. 1981 (1987) auf meinem Jogginggelände vorbeigezogen. Es ist ein Musterbeispiel für die Kunstgeschichte im Öffentlichen Dienst in Westdeutschland.

Die Künstlerin spricht darüber, was diese Art von Arbeit war und was sie heute ist. Der monumentale Metzel-Turm aus erweiterten und gekeilten Barrieren, mit dem die Führungskraft die Masse in diesem merkwürdigen "öffentlichen Raum" in Schach hielt, steht 1987 am Kürfürstendamm, am Joachimsthaler Markt inmitten der damals üblichen Einkaufsstraße des kapitalistenfreien West-Berliner Stadtteils.

Neben Werken von Wolf Vostell, George Rickey und anderen war Metzels Skulptur Teil des Großprojekts Skulpturenboulevard, das der Neue Berliner Kunstenverein anlässlich des 750-jährigen Bestehens Berlins organisierte. Auf eine Kundgebung, die sechs Jahre vorher, am 13. 4. 1981, an dieser Stelle stattfand und mit vielen zerbrochenen Schaufenstern endete, bezog sich der Name.

Anlaß war ein Bericht in den Berlinern über den angeblichen Hungerstreik -Tod eines RAF-Häftlings, der sich kurz darauf als bewußt falscher Bericht entpuppte, um der damaligen sozialdemokratischen Westberliner Landesregierung im Hinblick auf die erwarteten - und dann auch in schöner Vorfreude ablaufenden - Krawalle der linksextremen Szenerie die Inkompetenz vorwerfen zu können.

Die Skulptur Metzels selbst hat nicht zu Unruhen geführt, aber dennoch zu heftigen Demonstrationen der Westberliner. Fotografien dokumentieren, wie dieses Werk, das selbst die Konfliktsituation im Stadtraum darstellen wollte, wiederum von Polizeibeamten in vollem Kampfanzug während einer Fliegeraktion (ausgerechnet gegen die Zählung von 1987) geschützt werden musste.

Schon vor der tatsächlichen Öffnung des Skulpturen-Boulevards machte Metzels Werk eine mediale Karriere. Im Jahr 1988 war es soweit: 13.4. 1981 wurde abgebaut und die 90er Jahre zunächst unter einer Autobahn-Brücke in Charlottenburg, dann in Falkensee gelagert. "So lange Diepgen Oberbürgermeister war, konnte ich die Arbeiten nicht mehr im Öffentlichen Bereich aufbauen", sagt Metzel.

"Diese Skulptur war zu verschmutzt. Den ursprünglichen Zusammenhang der Skulptur gibt es nicht mehr. So steht die Skulptur nun an der Straßenseite der Straßenseite der Stralauer Strasse auf Privatbesitz, obwohl begehbar und doch geschützt hinter einem Gitter - fast dort, wo Berlin in den 90er Jahren seine Kreativwirtschaft angesiedelt haben wollte: in der "Mediaspree".

Also halte ich an, ruhe auf meinem Joggingplatz und schaue auf den Warenkorb, der auf dem Barrikadenturm von Metzels Skulptur steht. Weiter geht es, über die Spree zurück nach Kreuzberg, in das ehemalige Biotop der Selbständigen, K-Gruppen und Steinwerfer, dem Teil der Stadt, der auch von Arbeitskräftewanderung wie wenige in Deutschland durchdrungen ist.

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